18 Meter harte Arbeit…

…und 4 Tage salzwasserverschmierte Mascara später folgten ein OWD-Zertifikat (Open Water Diver), wohliges Seelen-Glück und ein ganzer Tag Murmeltier-Schlafen unter Palmen!

🙂

Ja, Leute, Deutschland ist Fussball-Weltmeister… und ICH bin jetzt eine zertifizierte Meerjungfrau!

Ein echter Taucher.

In bis zu 18 Meter  T I E F E.

Egal wo auf dieser Welt.

Yeachahhh!!!

🙂

Open Water Diver 12

Achso, ja klar, von Anfang an für alle Neu-Leser:

Im Mai erfüllte ich mir ja bereits einen kleinen Traum von meiner never ending Wunschliste und absolvierte den eintägigen DSD-Kurs (Discover Scuba Diving) auf Mallorca.

Taucher-Vorfreude

Diese Kopf-Panik-Attacken beim Atmen unter Wasser – selbst bei 1,50 Meter – waren schon hart an meiner Grenze. Bei aller Liebe zum Adrenalin!

Doch:

Kaum zu Hause, erklärten mir ca. 80% meiner Freunde, wie cool sie die Unternehmung fanden und zollten Respekt, weil sie selbst das Abenteuer nicht wagen würden… *stolzbins*

…die anderen ca. 20% hingegen erwiderten ganz lässig, wie lange sie schon den Tauchschein hätten und wo sie schon alles Riffe und Flossentiere bestaunt und Wracks und Höhlen durchquert hätten. *herausgefordertfühl*

Meine Reaktion? – Na logo:

DAS SCHAFFE ICH DOCH WOHL AUCH!!!

🙂

Urlaub gebucht, gleiche Tauchbasis gewählt, nette Leute wieder getroffen und das Ding in 4 hammerharten Drill-Tagen durchgezogen.

Hammerhart ist immer gut…;-)

…aber ich bin nur froh, dass ich das stramme, ähm, straffe Lern-Pensum nicht zuvor schon kannte!

Open Water Diver 10

Montag angereist – Dienstag Tauchgang, abends 5 Stunden Theorie im Apartment – Mittwoch Tauchgang, abends 3 Stunden Theorie – Donnerstag Tauchgang, abends 3 Stunden Theorie – Freitag um 6 Uhr aufstehen (zur Erinnerung: Urlaub…), alle eventuellen Prüfungsfragen im 260-Seiten-starken Lehrbuch nochmals im Selbststudium in 2 Stunden durchexerziert, Theorie-Prüfung früh absolviert und mit anschliessendem Tauchgang den OWD-Kurs abgeschlossen.

Ja, nee. Nicht nur 4 lustig leichte Tauchgänge. Sondern nerven- und kräftezehrende Übungen! Unter Wasser! Bis die Stahl-Flasche nahezu leer ist! Und bis die sogenannte Taucherschminke dein Gesicht verziert. Nein, ihr wollt ganz sicher nicht wissen, was gemeint ist! *grins*

So „marode“ an Optik und Physis, wie in diesen 4 Tagen, sah mich bisher auch nur unser Tauch-Lehrer. Ich schwöre! Weder einer meiner Partner, noch Freundinnen…

😉

Aber was muss, das muss.

Unter Wasser sehen wir doch schließlich alle gleich komisch für die Meeres-Bewohner aus.

Lebensnotwendige Vorbereitungen und Übungen waren nun an der Tagesordnung, wie:

* Alternative Luftversorgung, also beim Buddy mitatmen. Bedeutet, Hilfe SIGNALISIEREN, eigenen Lungenautomaten unter Wasser AUS dem Mund und den Zweit-Lungenautomaten des Buddies IN den Mund nehmen, um sicher weiteratmen zu können.

* Kontrolliert schwimmender Notaufstieg, in dem du eine keine-Luft-mehr-Situation simulierst und die wenigen Meter bis zur Oberfläche nur noch einen kontrollierten Zug zum Ausatmen hast!

* Maske fluten, also Maske abnehmen, aufsetzen, Luft mit der Nase ausblasen. UNTER WASSER!!!

* Ohne Maske schwimmen. Das Salzwasser brennt, sehen kannst du eh nix, dennoch musst du die Kontrolle behalten.

* Bleigurt und Jacket ab- und wieder anlegen. – Leicht? Moment: Wir reden noch immer von „IM / UNTER WASSER“!!! :-p

* Tarieren mittels Jacket und Atem-Technik. Man lernt, stromlinienförmig zu schweben, also plump gesagt „liegend zu schweben“, anstatt senkrecht wie ein Spaziergänger über Riffe und Seegras zu stolpern. 😉

* Abschleppen eines erschöpften Tauchers.

* Unterwasser-Navigation mittels Kompass.

* Oberflächenpausen berechnen, um Tauchgänge und wiederholte Tauchgänge zu planen. Richtig. GENAU SO, wie es sich anhört: Mathematik und Logik vom Feinsten. *brrr*

Aber:

Dafür habe ich an den Tagen geschlemmt wie ein Riese. Tortilla, Schoki, Säfte, Kekse, Pizzen, Croissants. Ich war breit auf den Reifen und brauchte neue Kraft.

Und:

Nun darf ich mit einem Buddy meiner Wahl tauchen (Merke: zur Sicherheit immer zu zweit und auch immer nur nah beieinander tauchen), wo immer ich mag.

Und hey, nicht mehr nur in 12 Metern Tiefe wie die Schnupper-Taucher mit Instructor, sondern runter zu den aller-aller-allerhässlichsten Tiefsee-Fischen, in bis zu 18 Meter. 😮

Spass beiseite, mit den Weissen Haien aber schon. 😮

Na gut, na gut. Aber 18 Meter, die stimmen!

😉

Open Water Diver 11

Nächste Station wären der Adventure Diver mit Specialties, wie Deep Diver und Wreck Diver, und der Advanced Open Water Diver mit der Lizenz, bis zu 30 Meter tief einzutauchen in die Unterwasser-Welten dieses geheimnisvollen Planeten.

Aber das muss warten!

Erst einmal heisst es, in Übung zu bleiben und das Erreichte zu geniessen.

🙂

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Bilder 1, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 von Frank Faehland.

4 Gedanken zu „18 Meter harte Arbeit…

  1. Genau das ist es! Ich finde das so süß wie er die Öhrchen spitzt, als wenn er sagen würde:“Boaaaahhhh das ist der Hammer“!

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