CATS. Das Musical.

Cats. Das Musical.

Cats MusicalSchon gehört? – Vom 10.-19. August 2017 regieren die Jellicle Cats die Hauptstadt! 🙂

Wer also schon immer einmal Andrew Lloyd Webbers Musical live erleben wollte, 2017 ist die englischsprachige Originalversion auf Deutschlandtour. Und ich war vorgestern mittendrin im Ball der Katzen. Im Admiralspalast in Berlin an der Friedrichstrasse.

Cats Musical TicketSeit Anfang der 90er, als ich das erste Mal Hamburg besuchte, wollte ich dieses überall gehypte und beworbene Musical sehen. Was dem im Wege stand? Hmhhh, wahrscheinlich meine nachweisliche Katzenhaar-Allergie… 😉 Nein, im Ernst. Ob ihr es glaubt oder nicht, es dauerte sage und schreibe ein Vierteljahrhundert, bis mein Wunsch am Mittwoch – dieses Mal quasi vor meiner Haustüre – endlich in Erfüllung ging.Cats Musical

Das Logo des 1981 uraufgeführten und 1983 mit 7 Tony Awards prämierten Musical CATS kennt wirklich ein Jeder, aber die Geschichte dahinter? *grübel*

Für mich war wirklich ALLES neu. Die Story rankt sich um eine Katzenschar rund um den alten Kater Old Deuteronomy, die ein Mal im Jahr zusammen findet, um am Ende der Nacht EINE Katze auszuerwählen, die wiedergeboren werden darf. Im Laufe des „Jellicle Balls“ werden dann sehr imposant und nur allzu menschlich alle Katzen und Kater und deren Wesen vorgestellt und als End of the Story… ach was, das ginge zu weit. Geht doch selbst rein. 😉

Cats Musical 09.08.17

Aber an all` die Katzen-„Knechte“ da draussen: Wusstet ihr, dass man Katzen nur auf ganz bestimmte Art und Weise ansprechen darf? Ja, ja. Und dass Katzen ganze drei Namen tragen?

Ob Jennyanydots, Mr Mistoffelees oder aber Mungojerrie. DAS ist lediglich nur je einer davon! Denn sie alle besitzen einen – shhh –  ersten, von Menschen gegeben Namen „für den täglichen Gebrauch“… einen – shhh – zweiten Namen (wie „Mungojerrie“ oder „Macavity“), den nur eine Katze auf der ganzen weiten Welt trägt… und schliesslich einen – shhh – dritten, den niemals niemals nie auch nur ein Mensch erraten würde. Einen, den nur die Katze selbst kennt und den sie niemals preisgeben wird. Ja, ja… *hüstel*

Eine, wie ich finde, niedliche Idee von T.S. Eliot, dessen Gedichtesammlung für Kinder übrigens Grundlage des Musicals CATS war. Hier nochmal ein kleiner Auszug aus dem Original „Old Possum`s Book of Practical Cats„. Stellt es euch bitte mit astreiner, britischer Gouvernantenstimme vor:

The Naming Of Cats 
by T. S. Eliot
The Naming of Cats is a difficult matter,
It isn’t just one of your holiday games;
You may think at first I’m as mad as a hatter
When I tell you, a cat must have THREE DIFFERENT NAMES.
First of all, there’s the name that the family use daily,
Such as Peter, Augustus, Alonzo or James,
Such as Victor or Jonathan, George or Bill Bailey–
All of them sensible everyday names.
There are fancier names if you think they sound sweeter,
Some for the gentlemen, some for the dames:
Such as Plato, Admetus, Electra, Demeter–
But all of them sensible everyday names.
But I tell you, a cat needs a name that’s particular,
A name that’s peculiar, and more dignified,
Else how can he keep up his tail perpendicular,
Or spread out his whiskers, or cherish his pride?
Of names of this kind, I can give you a quorum,
Such as Munkustrap, Quaxo, or Coricopat,
Such as Bombalurina, or else Jellylorum-
Names that never belong to more than one cat.
But above and beyond there’s still one name left over,
And that is the name that you never will guess;
The name that no human research can discover–
But THE CAT HIMSELF KNOWS, and will never confess.
When you notice a cat in profound meditation,
The reason, I tell you, is always the same:
His mind is engaged in a rapt contemplation
Of the thought, of the thought, of the thought of his name:
His ineffable effable
Effanineffable
Deep and inscrutable singular Name.

 

Hach, schöööööööööööön!!! 🙂

…ähm, und sagte ich, ALLES war neu? Also tatsächlich alles, bis auf den wohl bekanntesten Song der gesamten Revue: Memory! 🙂

Und genau den summe ich nun seit zwei Tagen nahezu ununterbrochen. Aber ich kann euch verraten, keine Version auf youtube kommt auch nur ansatzweise an die Version von Grizabella am Mittwoch Abend heran. Auch keine Barbra Streisand. – Grizabella, the glamour cat, gesungen von Joanna Ampil. – Wie kann ein so zarter Körper nur solch kräftige Töne herbeizaubern???

Und da ich nun mal ein Mädchen bin, verliebte ich mich auch gleich noch in den sexiesten aller Schnurr-Kater, den rockigen Rum Tum Tugger. … Rrrrrrr. Eine Mischung aus David Bowie, Elvis the Pelvis – ja, DAS konnte Rum Tum Tugger wirklich ganz besonders guuuuuuuuuuuut – und Dr. Frank N. Furter. Was ein Augenschmaus, dieses Miezekaterchen!!! 😉

Mein Fazit: Alles in allem ein super schöner, unterhaltsamer Abend, den ich euch absolut empfehlen kann! (Für BVG-Abonnenten sogar noch mit Angebots-Preis.)

Und glaubt mir, wäre ich kein Hunde-Narr, ich wär` ganz sicher auch im aufgebauten Merchandise-Shop schwach geworden. Von Katzenkissen über schwarze Kapuzen-Sweat mit Öhrchen obenauf… Es gab wirklich nichts, was es nicht gab. Für Katzenliebhaber. 😉

Na dann, ich wünsche euch „Mäusen“ ein wunderschönes Wochenende und liebe Ladies, bitte nicht vergessen: Lieber Finger weg von Katern wie Rum Tum Tugger.

„The Rum Tum Tugger is a Curious Cat:

If you offer him pheasant he would rather have grouse.

If you put him in a house he would much prefer a flat,

If you put him in a flat then he’d rather have a house.

If you set him on a mouse then he only wants a rat,

If you set him on a rat then he’d rather chase a mouse.“

Sie sind vielleicht heiss, sie sind augenscheinlich was Besonderes, sie sind grandiose Verkäufer, Erzähler oder aber Künstler… doch sie werden sich niemals nie entscheiden wollen und brauchen schlichtweg die Bewunderung wie die Luft zum Atmen. Sie sind und bleiben eine nette Abwechslung, doch für ernstere Vorhaben sind sie vergebene Liebesmüh.

(P.S. …und das alles aus einem Kindergedicht! Aber hallo. 😉 )

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