Eifersucht ist für Angsthasen…

…, Treue für Blinde und Sex für Genießer. Punkt.

Nachdem meine Freundin M. mir die Tage schrieb, mein „Todes-Blog“ – und damit meinte sie den letzten Artikel „Sich beim Sterben zuzusehen“ 😉 – rege enorm zum Nachdenken an, passe allerdings nicht so ganz in meine Sex, Love and Fuck the world-Schiene… *grins*, will ich ihr mal wieder eine Freude machen! 😉

Zunächst darf ich höchst offiziell einen Nachtrag ihrerseits zu ihrer eigenen Geschichte vom 03. März 2013 unter http://baerlinerin.com/lifes-a-bitch/ machen:

„…man überlebt es doch und es kann verdammt schön sein.“ –Dahinter setzte sie eines dieser smilies, dem man ansieht, dass sie die letzten Nächte mal richtig viel Spaß hatte! Die Details, die mir bereits die Röte in`s Gesicht zauberten, behalten wir erstmal für uns, aber gegönnt sei`s der Süßen. 🙂

Also, meine Liebe. Sex, Love and Fuck the world ganz exklusiv für dich heute:

1. Sei auch beim nächsten Mann nie argwöhnisch und eifersüchtig, denn „nix is ewig op der Äd“…

…nichts ist für immer auf dieser Erde. Wozu also Eifersucht? Ich sage mir ganz gelassen: Entweder, ER liebt nur mich oder ER ent- oder verliebt sich anderweitig und dann muss ich loslassen können, weil mir kein Mensch der Welt je gehören wird. Spielt er dagegen mit offenen Karten und anderen Frauen, genieße ich die Stunden zu zweit. So weit meine Entscheidung. – Es wird auch überliefert, dass es für Tragödien aller Art ein Leben danach gibt. 😉 Hey, Sexy, DU hast das in den vergangenen Tagen selbst erlebt und klingst sooo glücklich, dass ich mich einfach nur mitfreuen kann. Gräme dich also nie mit Eifersucht, denn DIE ist nur was für armselige Menschen mit geringem Selbstwertgefühl. Und das bist nicht DU! :-* – Vom Partner besiegelte Trennungen schmerzen. Keine Frage. Und bohren. Und quälen. Und ja, sie hinterfragen in den ersten Tagen und Wochen sogar den Sinn des Lebens. – Sicher dagegen ist: Wunden KÖNNEN heilen. Und bekanntlich haben andere Mütter… ach ja, du weißt ja bereits. 😉

2. Das Treusein bedeutet nicht per se eine glückliche und liebe-volle Beziehung. Links und rechts deines Weges „stehen“ auch ganz fantastische Männer ihren Mann… ;-P

Treue  k a n n  auch Verzicht auf Lebensfreude bedeuten. Faule Kompromisse, die sich erst im Nachhinein als vertane Lebens- und Liebeszeit herausstellen. Genauso strittig bleibt, ob es nach einem Treuebruch noch eine zweite Chance geben sollte oder eben nicht. Doch vermag darüber nur zu urteilen, wer selbst schon beide Positionen einnahm und durchlitt. Der Erfahrung am eigenen Leib folgt Erstaunen, wie wankelmütig und nuttig der innewohnende Geist sein kann. Und nach einem solchen Erlebnis ist`s schnell vorbei mit der Radikalität mancher Äußerungen. Frei nach Adenauer: „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?“. ;-)Auch scheiden sich die Geister, ob Liebe, Loyalität und Freundschaft nicht wichtiger sind als körperliche Treue. Ich bin ganz klar für die L`s. Liebe und Loyalität – you rule! 😉 Will heißen, was mein Kumpel mir letztens im Gespräch als „Komplizin“ zusammenfasste, nenne ich die loyale Frau an seiner Seite. Und die Loyalität des Partners ist mir persönlich von Herzen wichtiger als seine Treue.

3. Genieß die „Liebe“. Jetzt! :-*

…bleibt noch der, psst, Sex! – Erst gestern habe ich mich mit einem Freund in der Selbständigkeit unterhalten, dass ein zu hohes Arbeitspensum die Lust zu killen vermag. Genauso verhält es sich für mich mit Auseinandersetzungen. Irgendwann ist dann leider der Punkt überschritten, an dem Sex essentiell ist und man den Entzug gar nicht mehr als solchen verspürt. – Ich empfahl ihm, sich Auszeiten zu nehmen, um sein Talent wiederzuentdecken. 😉 So wie ich dir empfehle, das Hier und Jetzt des Singlelebens auszukosten und zu l(i)eben. Und danke für deinen Kommentar, du könntest „mich jetzt echt verstehen!“ Was bedeutete nur wieder dieser Smilie dahinter? Der mit der Leckermäulchenzunge draußen? *unschuldigfrag* 😉

10 Gedanken zu „Eifersucht ist für Angsthasen…

  1. Groesstenteils bin ich voll auf deiner Seite, nur habe ich irgendwie das Gefuehl, dass die Schnelllebigkeit heutzutage immer mehr an Fahrt aufnimmt. Ich will hier keinen Alt-Romantiker raus haengen lassen, aber ich glaube nicht dass Treue etwas verkehrtes ist, jedenfalls nicht vom Grundgedanken ausgehend. Spiegelt es doch eine der am hoechsten dekorierten Eigenschaften wieder die man erreichen kann:
    Nachhaltigkeit und Ruf.

    Wenn sich jemand im Nachhinein ueber verpasste Gelegenheiten die Ruebe zermartert, dann wahr die Treue die ganze Zeit ueber nicht ehrlich. Genau das ist doch der Haken an der ganzen Sache, bewusst und ohne spaete Reue im entscheidenden Moment sagen zu koennen „Mein Herz gehoert jemand anderem und dem gebe ich Ausdruck durch ein einfaches, … nein.“

    • …die Schnellebigkeit nimmt zu, keine Frage. Doch moderne Technik macht`s möglich, dass die Welt nur noch ein Dorf ist, beim virtuellen und realen Reisen von fremdem Kulturen zu erfahren, daraus Ansichten für uns zu wählen oder eben zu verwerfen, noch schneller Kontakte über`s net zu knüpfen, die einem beruflich wie privat dienlich sind und eben, sich schneller fremd zu verlieben – DAS ist der Lauf der Zeit. Dadurch ermöglichen wir uns ja erst, weiter zu lernen. Sinn des Lebens und so. 😉 Also wenn die sich bietende Gelegenheit keine wirkliche Gelegenheit darstellt, wenn der Partner einem noch völlig genügt und alle Liebe nur für ihn reserviert ist – also der Himmel noch voller Geigen hängt, sozusagen – gebe ich dir Recht. Wenn jedoch etwas in der Beziehung fehlt oder dadurch sogar die Beziehung wieder an Fahrt aufnehmen könnte oder wir einfach mal auf die herkömmlichen, durch Generationen zuvor geprägten Konventionen verzichten, ist vielleicht nicht mehr Treue, sondern Loyalität DAS Allheilmittel. Auf die Schnelligkeit und Schnellebigkeit können wir nur geringen Einfluss nehmen: Einfach alles abbestellen, sich überall im Net lossagen, ausloggen, einfach eine Auszeit nehmen, wo all das nicht mehr interessiert… Klappt eine Weile. Und dann? Wir können uns nicht vor der Welt verstecken, die da draußen weiter eilt. Und wieso sollte ein Mensch auf etwas verzichten müssen, das ihm gut tut? Nur, weil Treue – vielleicht sogar fälschlicherweise (?) – überbewertet wird? Die Gedanken an die verpasste Chance bleiben. Die nagen ein Leben lang. Wer wird stolz sagen, die gebotene Chance schlug ich aus, yeachahhh!?

      • hmm, leider eben kein yeachahhh,
        nur weil viele Argumente aufgezaehlt wurden und das ganze auch noch huebsch verpackt wurde, heisst es nicht, dass du gedanklich auf der Schiene laeufst die die Zukunft bestimmt.

        Vielleicht hab ich mich nicht klar genug ausgedrueckt, aber wenn man mit jemandem zusammen ist, und diesen liebt, dann gibt es keine
        „verpassten Chancen“.

        Wenn man im Nachhinein das Gefuehl hat etwas verpasst zu haben dann nur sich selber die Wahrheit einzugestehen, dass man selber nicht den Mumm hatte Ehrlich zu sein, zu sich selber und zum Partner gegenueber.

        – ich glaube, darueber sollten wir mal persoenlich sprechen, da das ganze hier ansonsten aus dem Rueder laeuft. Das witzige an der Geschichte ist ja, dass ich voll und ganz deiner Meinung bin und wahrscheinlich jetzt sogar genauso handeln wuerde, doch aendert das nichts an der theoretischen Vorstellung der Treue, die ich hier versuche zu verteidigen. Auch wenn es rar zu sein scheint, aber irgendwo gibt es sie noch.

  2. „Wer wird stolz sagen, die gebotene Chance schlug ich aus, yeachahhh!?“

    Diejenigen, die ihren goldenen Hochzeitstag feiern.

    • …tststs, also das hier ausschließlich die Männer an die Treue glauben. Wahnsinn. Sorry, doofes Vorurteil. *hihi* Denen, die Goldene Hochzeit feiern können, gratuliere ich natürlich von ganzem Herzen. Für`s Durchhalten. Mir wird`s nicht beschert sein. Und dir auch nicht. Dafür haben wir noch nicht DEN Partner gefunden, mit dem wir anschließend 50 Jahre leben. *schnief*

      • Für dich mag das stimmen. Du klingst aber auch nicht so, als würdest du das überhaupt (ver)suchen. Was den Pool designierter Partner auf die Stecher reduziert. Mich würde diese Art der „Beziehung“ auf Dauer nicht glücklich machen. Sich selbst oder mein Gegenüber zu prostituieren macht sicher nicht langfristig glücklich.

        • …dann kennst du mich noch immer zu wenig. – Ich sitze nur einfach ungern tatenlos herum, bemitleide mich selbst und warte den Rest meines Lebens im stillen Kämmerlein auf Mr. Big. Was, bitte, kann daran verkehrt sein?

  3. Natürlich kenne ich dich nur wenig, wie auch im Detail? Aber nach dem, was du heute in FB geschrieben hast, doch ein gutes, kleines Stück mehr. In deinen Worten erkenne ich auch mich wieder: den Panzer, der einem nach Enttäuschungen gewachsen ist und mit dem man sich auch gegen die oder den schützt, der noch nicht einmal die Chance hatte, sich uns zu nähern. Lieber emotionale Nullinie als Up’s and Down’s mit dem in-Kauf-nehmen eines möglicherweise zerbrochenen Herzens. Ich weiß nur zu gut, wie schwer es ist, seine Rüstung zu öffnen. Mit 20 kannten wir sowas nicht, das war doch viel mehr Leben. Das einfach nur so wahnsinnig schöne „verknallt sein“ nehmen wir uns inzwischen selbst weg. Die Hoffnung auf Mr. Big oder Mrs. Wow haben wir dennoch und das ist auch nicht verkehrt 😉

    • …ich liebe dich, Ralphi. Jetzt sind wir d`accord. Ich nenne es Korsett und das öffne ich nur den Wenigsten. Alle anderen bekommen die energiegeladene, lustige und freche Elli. Aber warum muss ich immer die Falschen in mein Herz blicken lassen?

  4. 😉
    …weil sie immer erst im Nachhinein die Falschen waren. So gesehen wäre aber auch der/die erste im Alter von 15 schon falsch gewesen, weil man ist ja nicht mehr zusammen… missen möchte ich diese Beziehungen aber auf gar keinen Fall. Ok, mit Ausnahme der Erkenntnis, dass mir eine Jungfrau für dieses Leben reicht.

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