„Frauen leben mit Hunden. Nicht mehr…

…mit Männern.“

Sorry, aber ich musste sooo lachen. 😉

Am Wochenende habe ich endlich ein paar meiner angesammelten Magazine durchblättern können und musste immer wieder nickend DEM zustimmen, was Gabriela Herpell in ihrem Artikel „Wir brauchen alle einen Hund!“ in der aktuellen myself zusammen fasste.

Sie: „Professor Kotrschal, was sagt ein Verhaltensforscher zu der Tatsache, dass in den Städten immer mehr Leute Hunde haben?“

Er: „Gerade im letzten Jahrzehnt hat sich in der Beziehung zwischen Mensch und Tier viel verändert. Um mich herum in Wien leben tatsächlich immer mehr Frauen mit Hunden und nicht mehr mit Männern.“

Na, was DAS wohl über euch Männer aussagt… *kicher*

Fällt mir spontan gleich folgender Witz ein:

Sitzen zwei Freundinnen in einem Café. Sagt eine zur anderen: Ich will einen Mann, der loyal ist, treu, geduldig, aufmerksam, nicht nachtragend, selbstlos, ausgeglichen… und ein guter Zuhörer sollte er sein! Daraufhin die Zweite: Du suchst keinen Mann, du suchst einen Hund!

😉

…ähm, ja. Stimmt wohl. *grins* – Aber zurück zum Interview. In jenem wird spekuliert, ob Frauen mittlerweile lieber Hunde haben, als sich zu reproduzieren… (Jepp!) oder ob Hunde die komplizierter werdenden, zwischenmenschlichen Beziehungen kompensieren sollen (Hmhhh. Möglich.)… oder ob die Gesellschaft vielleicht nur humaner und damit tierlieber wird (Nope!).

Letzteres empfinde ich nun ganz und gar nicht so.

Obwohl: Mir begegnen tatsächlich wahnsinnig wenig Einschränkungen MIT Hund in der Grossstadt. Es wird immer lockerer. Vor 20 Jahren durften Hunde definitiv noch nicht mit in die Kaufhäuser, nicht selbstverständlich mit in Drogerien und auch nicht in Apotheken, was heute keinerlei Problem darstellt. Selbst in Bistros, Spätis und einige Bäckereien darf RoMeo mit. Er hat sogar eine größere Fan-Gemeinde als ich! Unerhört. 😉 – Stopp, in Restaurants AUF RÜGEN hatten sie sich dagegen echt noch zickig. Aber wir sind noch in keinem weiteren abgewiesen worden, weil ich meinen Hund mit an den Tisch führte.

– Das auf Rügen vor ca. 5 Jahren war auch echt ein Trauerspiel. Wir – mein damaliger Partner, Miss Liebreiz und ich – kommen abends aus Berlin an, wollen zu Abend essen, steuern am Wasser auf eine ganze Reihe hintereinander liegender Restaurants zu und fragen uns beim ersten, warum ein Paar bei DER Kälte mit Regenhauben und Fleecedecken vermummt draussen sitzt. Nachfrage IM Restaurant, ob wir hier mit Hund Einlass fänden? Antwort: Nein. Ähnlich erging es uns in einem Dutzend nachfolgender Restaurants auf den wenigen hundert Metern. Der Hunger blieb. Also kehrten wir zurück zu einer der ersten Restaurationen, dessen Karte uns an dem Abend noch am ehesten zusagte, nahmen gefrustet DRAUSSEN Platz und… verstanden das Paar: Unter`m Tisch lag ganz zufrieden ein vierpfötiger Begleiter in Labbi-Größe. Und wir froren mit, aus Liebe zum Tier! 🙂

Doch vielleicht habe ich auch nur das Glück, im alles-gesehen-alles-erlaubt-en Berlin zu wohnen und eine Fellnase in handelbarer, akzeptabler Innenraumgröße um mich zu haben? 😉

Gerade in Berlin ist mit vierpfötigem Begleiter vieles gestattet. Da steht keinem der Angstschweiss auf der Stirn, weil ein Hund Laden und Waren verschmutzen könnte. Und was auch immer für Erklärungen frei Haus mitgeliefert werden! Der Hund an sich schnüffele am Urin und Kot anderer Hunde und würde beim Berühren der Ware Bakterien und Keime übertragen. Hunde wären unrein. Hunde würden der Hygiene des Geschäfts widersprechen. *augenroll* – Dann bekomme ich Anfälle. Murmele in mich hinein oder stoße alles patzig aufgewertet durch die Zähne aus: „Alter, habt ihr schon mal euren Laden grundgereinigt? Dann sähe es hier nämlich nicht so aus, wie es aussieht! Dreckstall. Schon mal überlegt, wie viele Männer sich nach ihrem Toilettengang an unseren Berliner Bäumen und Häusern nicht die Hände waschen und danach einkaufen gehen? Wie viele schürfen in ihren Nasen gierig nach Gold und grabbeln kurzerhand die Waren an. Und wie viele waschen sich überhaupt mindestens 1 x täglich und gehen reinlich auf die Menschheit los? Häh???“ Boah. Hass.

Doch ja, auch hier gibt es leider Vertreter dieser Art. Diese Handvoll „kundenorientierter“ Einzelhandels-Läden, die mich nach Betreten mehr oder weniger freundlich baten, ohne Hund dem Shoppen zu fröhnen – in diese setze ich selbstredend nie wieder einen Schritt rein! – oder meinen Vierbeiner doch umgehend hoch zu nehmen – aber auch da verdrehe ich genervt meine blauen Äuglein und entscheide von Fall zu Fall, ob ich DENEN wirklich mein hart verdientes Geld überlassen muss!

 – Denn, nur weil RoMeo eine „praktische“ Größe hat, möchte ich nicht „bevorzugt“ vor Freunden größerer Rassen behandelt werden und wer schon einmal einen Shopper – für alle Männer: Hier handelt es sich um eine extreeeeeeeeeeeem großräumige Tasche mit dem gesamten Leben und Vorleben der Trägerin inside! 😉 – über der einen Schulter trug und vor sich her noch einmal 6,5kg brustet, der weiss, dass Geldausgeben SO schon mal GAR NICHT STATT FINDEN KANN!

 Fazit: Ohne Hund? Ohne mich.

4 Gedanken zu „„Frauen leben mit Hunden. Nicht mehr…

  1. Also in Kaufhäuser durften Hunde in Frankfurt auch schon vor 20 Jahren und das „nur auf der Terrasse“-Spielchen kenne ich aus Mallorca.

    • … vielleicht war das auch so ein Ost-Ding. Ich kann mich an Verbotsschilder noch und noecher an Fensterscheiben erinnern. Und die armen Seelchen davor wartend angeleint. Auch bei uns am Alex, als die Galeria Kaufhof noch das Centrum Warenhaus hiess. 🙁

  2. Hi Elli,

    Du hast mir aus dem Herzen gesprochen, denn ohne meinen Hund dann ohne mich.

    So sehe ich es auch und werde es immer so sehen, denn Hunde sind die treuesten und liebsten Seelen die es überhaupt gibt.

    Das sagt Deine Hundefreundin Gabi und ihr kleines Bellchen

    • …hallo ihr Süßen. Ist so, kann ich nur unterschreiben. Klar, gehe auch ich mal ohne Hund shoppen oder mit Freunden essen, aber ich möchte mich da nicht eingeschränkt und ausgegrenzt fühlen müssen. Mir tun natürlich Allergiker und Menschen mit Hundephobie leid, aber Hunde haben sich ihren Platz in den Familien zu Recht erkämpft. Und sind sie erzogen und friedfertig… sind sie solche Glücks-Bringer. <3 Dicken Kuss an dich und Bella. :-*

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