Ich liebe Jenke…

…von Wilmsdorff und seine Serie „Das Jenke-Experiment“ auf RTL! <3

Ich habe den Kerl schon früher nur allzu gern in seinen Rollentäuschen beobachtet, aber hier geht er brennenden Fragen noch intensiver auf den Grund. Mit Fachleuten und „Betroffenen“. Und wieder ganz Selbst. Mit Leib und Seele.

Vergangene Woche: Das Alkohol-Experiment. – Vier Wochen lang ein Promille intus. Wird man so schon zum Alkoholiker? Wie reagiert die Umwelt, wenn man bereits früh am Morgen Alkohol ausdünstet? Wer verbündet sich automatisch und begibt sich selbst in eine Co-Abhängigkeit? Wie „halte“ ich überhaupt meinen Pegel, ohne dass ein Arbeitskollege etwas davon bemerkt? Bin ich noch fahrtauglich mit meinen 0,7 Promille, auch wenn ich mir ganz sicher bin? – Nein! Ein fiktiver Unfall am Fahrsimulator, Blackouts, Scheiss-Egal-Haltung, körperlicher Abbau, Immunschwäche… Einfach alles kam zur Sprache. Und zum medizinischen Test. Alles bis hin zum sehr realen, unangenehmen Blutgerinnsel am After. Von nur wenigen Wochen übermäßigen Alkoholkonsums! Jenkes Arzt verriet ihm, dass dies nach Karneval das häufigste (geheime) Leiden in seiner Praxis sei. Hättet ihr`s gewusst? Noch beängstigender: Nach den vier Wochen einfach so aufhören? Pah! Ist nicht. Spätestens am Nachmittag stellte sich nun Tag für Tag das starke Verlangen nach einem Drink ein. Und er gab noch einige Male nach. Ein trockener Alkoholiker riet ihm, ab sofort für mindestens 6 Monate nicht EINEN Tropfen anzurühren! Sechs Monate. Diese  l a n g e   Z e i t s p a n n e  machte Jenke schon nach den vier Wochen des täglichen Alkoholkonsums Angst. Angst! Einem bis vor vier Wochen noch „gesunden“ und fitten Menschen. Unvorstellbar, oder?!?

Was mir jedoch ganz besonders zu Herzen ging und wo mir echt Tränen in die Augen schossen, war die Geschichte der FAS-Kinder. FAS = Fetales Alkohol Syndrom. Die, die ihr Leben lang an den Alkoholschäden zu tragen haben. Erschreckend: Wenn Schwangere trinken, baut sich ein Glas Wein in 2 Stunden ab. Bei ihrem Kleinen, noch Ungeborenen, dauert das Ganze 20 Stunden! Und ist pures Gift. In jedem Stadium der Schwangerschaft! Aber: Statistisch gesehen verzichtet nur jede fünfte Schwangere völlig auf Alkohol. Da frage ich mich wohl zu Recht ganz wütend: Dürfen sich alle anderen „Mütter“ nennen??? 🙁 – Wie gern hätte ich die sehr nachdenklich wirkende und so unendlich traurig gezeigte Elfjährige in den Arm genommen, um ihr eine große Schwester, eine starke Schulter, eine Freundin, eine Spielkameradin, eine Ablenkung, eine Hausaufgabenhilfe und so vieles mehr zu sein. Ich hab mich noch an dem Abend der Ausstrahlung an den Rechner gesetzt und den Sender gebeten, meine Kontaktdaten an sie weiterzuleiten. Ob ich Hoffnung habe? *schulterzuck* Die Hoffnung stirbt zuletzt! Und sollten sich die Kleine oder ihre Adoptiv-Mom vorläufig nicht bei mir melden, werde ich hier in Berlin mal schauen, wo ich mich einbringen kann. Und das meine ich ganz ernst.

Gestern nun: Das Alters-Experiment. – Wie lebt es sich als älterer Mensch mitten in unserer Gesellschaft. Und mit sich selbst! Gehör, Sehstärke, Reaktionsschnelligkeit, Fahrtüchtigkeit… – alles erschreckend eingeschränkt. Abgesehen vom äußeren Erscheinungsbild und seinen untrüglichen Alterungserscheinungen. Der Anspruch auf körperliche Ertüchtigung und adrettes Aussehen lässt bei vielen zum Glück auch mit dem Alter nicht nach. Ebenso wie Zärtlichkeit und Sexualität. Lebende Beispiele, die einem Mut machen. Und sehr ehrliche und respektvoll beschriebene Erfahrungen einer sich selbst als „Sexualbegleiterin“ bezeichnenden Lady Anfang 50, deren ältester Kunde 92 Jahre war. Absolut nachvollziehbar, ihre Ausführungen. Und wie lebt es sich – wenn auch nur eine Woche – mit dem begleitenden Alterszittern? Schreiben, Trinken, Essen… – ein Graus. Den eigenhändig geschriebenen Einkaufszettel nicht mehr lesen können, an der Kasse alle hinter einem Wartenden aufhalten, um das Kleingeld rauszuholen und die hupenden Autofahrer zu ertragen, weil die Ampelphasen viel zu schnell getaktet sind? Mal einen Happen Toast zu sich zu nehmen, „wenn das Toast mal wieder vorbei kommt“!?!?! Ja, es trifft wohl zu: Älter werden ist nichts für Feiglinge.

In diesem Sinne: Danke Jenke und mögen wir alle noch ein langes UND gesundes Leben führen. :-*

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.