Tränchen, Freuden-Tränchen!

Verdammt, was für eine süße Überraschung, die mich nach unserem langen 1.-Mai-Wochenende – verbracht in Hannover mit unserer zweiten Familie, den allerliebsten Pinscher-Eltern aus ganz Deutschland – daheim erwartete:

Fotobuch 1

Meine Mama und meine Schwester banden einige der schönsten Momente anlässlich meines und RoMeos Geburtstags in ein kleines Foto-Büchlein. 🙂

Wer mag, folgt mir einfach durch 4 Jahrzehnte mit 3 Währungen innerhalb 2er Länder. 😉

* * *

Titelbild: Mein hart erkämpfter Tauchschein und das Gefühl, alles schaffen zu können. 🙂

Fotobuch 2

Berufswunsch Nummer 1 in der DDR: Friseuse. 😉

Fotobuch 3

1989 fiel die Mauer, die (westdeutsche) D-Mark kam und mein „Begrüßungsgeld“ wurde… nun ja, vershoppt. Für genau 1 Paar „It“-Schuhe ging`s drauf. Quasi der Grundstein zu 160 Paar. 😉 Meine ersten Adidas. Modell Trophy. Und man beachte, die Liebe zu Jeans!

Fotobuch 4

Wie war das? Zu jedem Leben eine Haar-Farbe. Nur 1995, als ich aus den USA kam, ging alles ein wenig rasanter. Von blondem, langem Haar und einem 10kg-Donut-Gürtel auf den Hüften ging es noch im 1. Jahr meiner Ausbildung über in Braun, Mahagoni und einen frechen Kurzhaarschnitt.

Fotobuch 5

Mal lustig, mal sentimental. Auf und Abs. … Mut zu Hut? Aber ja doch! Schon immer. 😉

Fotobuch 6

Fotobuch 7

Meine Wunschliste hat meine Schwester auch nicht vergessen und da ist ja noch eine Menge unerfüllter Träume offen! – Einer steht nicht mal drauf: Mit ihr auf zu einer Safari nach Afrika.

Fotobuch 8

So glücklich und gerührt, dass sie meine Miss Liebreiz auch im Buch nicht vergass. – R.I.P., mein Wunschkind. <3

Fotobuch 9

Fotobuch 9.1

Tja und meine Liebe zu Sternchen (Mercedes Benz) ist ungebrochen. Mit meinem Opa auf Spritztour im SL, ach nee, Smart Roadster 😉 , den ich von meinem damaligen Partner für einen Tag zum Geburtstag geschenkt bekam. <3

Fotobuch 9.2

Berlin City Girl

Fotobuch 9.3

…und mein kleines Herzensprojekt: Baerlinerin, das mich nun schon seit fast 3 Jahren begleitet.

Fotobuch 9.4

Und wer krönt das Ende des ersten Bandes? Klar, mein zweiter treuer Begleiter .. mein „Statt-Kind“ RoMeo… 😉

Fotobuch 9.5

…der hoffentlich noch eine kleine Ewigkeit an meiner Seite kaspern wird. <3

* * *

Daaaaaaaaaaaanke, Mama und Schwesterlein.

🙂

Verrückt nach M…

…ODE.

Durch und durch.

Und das DAS schon immer so war, bewies erst letztens wieder ein Besuch bei meinem Dad.

Überhaupt: Papas mit eigenem Haus und großen Keller-Räumen sind klasse. Da findet man immer wieder Erinnerungsstücke aus der Kindheit. Ob Kindergarten-Zeichnungen, vermisste Lieblingsbücher oder eben Schätze.

Wahre Schätze, wie z.B. dieses selbst erstellte Mode-Magazin.

Made in GDR!!!

🙂

Mein eigenes kleines Mode Magazin

Vorhang auf für:

„BOUTIQUE FÜR DICH“

Wie, noch nie von gehört?

– Tststs. Abonnements können gern abgeschlossen werden. 😉

 Mein eigenes kleines Mode Magazin_

Herausgeber: Icke.

Pssst, man beachte die Währung links auf dem Umschlag. Meine erste von bisher drei Währungen auf ein- und demselben Fleckchen Erde, in ein- und demselben BERLIN!

* * *

Und schaut nur, damals wie heute Trend:

Pink. Tiefe Rücken. Punkte. Hüte.

– Noch Fragen?!?! *hihi*

Mein eigenes kleines Mode Magazin10

Die angesagtesten Trends zur Herbst/Winter-Saison 1988/1989?

Ganz klar Jeans.

Jeans-Hosen, Jeans-Jacken, Jeans-Mäntel und Gürtel, Gürtel, Gürtel!!!

Am besten diese selbst gestalteten hier:

 Mein eigenes kleines Mode Magazin9

Und wer bislang dachte, die hat ihr blaues Wunder mit der Jeans doch erst nach der Wende erlebt, der wird hier eines Besseren belehrt.

Ich war zuvor schon JEANS!!! <3 🙂

 Mein eigenes kleines Mode Magazin1

Test, Test, Test:

– Weiss heute noch EIN Mode-Redakteur, dass knielange Strick-Pullover, Schaftstiefel und breitkrempige Hüte auf die ungarischen Pußta-Hirten* zurück zu führen sind? – Ha. Siehste. Nein!!!

(Anm. der Redaktion: heute „Puszta“) 😉

Aber die Frau von Welt erhielt diese Hintergrundinfos von mir ganz selbstverständlich mit auf den Catwalk des Lebens und konnte wissentlich brillieren:

Mein eigenes kleines Mode Magazin8

Ja, auch die Kategorie „Teens“ durfte in so einem Must-Have-Magazin nicht fehlen,

Ich übersetze mal:

Turnhemd = Tank-Top

Bikini-BHs = Bandeaus mit Halterung

Pantalons = Leggings

Ich bepiss mich gleich vor Lachen und hoffe, Papa findet noch mehr solcher Schätze. Was für mehr oder minder schöne Worte wir doch hatten. Muss doch nicht immer alles verenglischt werden. :-p

 Mein eigenes kleines Mode Magazin2

Ich fasse mal zusammen:

Junge Leute kombinierten also 1988 geknotete T-Shirts und Tank-Tops zu Leggings und Blousons.

Wie modern wir Kinder der 70er waren. Alles wie heute!!!

Und Badeanzüge zum Rock wurden zum „Diskodress“ umfunktioniert.

Gut, 2014 würden wir wohl einen semi-transparenten Body statt dessen waehlen…

…aber cooler – muss ich ja zugeben – wären heute wohl doch die guten alten, neonfarbenen 80er Badeanzüge!

Auch Tipps für Fashion-Freaks, die sich mit Business-Gründung trugen, fanden ihren Weg in`s Magazin.

Wie wichtig ist zum Beispiel das Label? Ja, jaaa! Hättet ihr nicht vermutet, stimmt`s?!?!

– Links unten ist übrigens mein eigenes Label-Tier. Ein Yorcki. Ich sag ja, ich wollte schon immer einen Wauzi…

 Mein eigenes kleines Mode Magazin6

Und klar, wer Mode mag, will meist auch selbst kreativ werden.

Im Osten hatten wir selbstredend auch Bekleidung, keine Frage. Ja, auch Bananen! *augenroll* – Aber eben nicht immer DIE Schnitte und Muster, die gerade Trend waren und die man im West-Fernsehen sah.

Nicht umsonst nähte meine Mom Tops aus Leoparden-Bettwäsche und schneiderte extra-breite Ledergürtel und sexy Leder-Röcke, um sie an Modehungrige weiterzugeben. 🙂

Also integrierte die clevere Herausgeberin – c`est moi – eine DIY-Kategorie!

Mein eigenes kleines Mode Magazin7

Ja, da staunt ihr, was?

Shirt (links) und Sweater (rechts; mit Taschen, ohne Taschen, mit Reissverschluss, mit Borten etc.) könnten wir heut glatt wieder 1:1 nachnähen und anziehen! *grins*

Und guck, selbst die Herren-Welt kam nicht zu kurz.

Da mussten dann mal eben – hey, wer erkennt sie? – Limahl oder Andrew Ridgeley von „Wham!“ als top gestylte Promi-Models für mich herhalten.

Und kleine, handgeschriebene Notizen und Tipps verliehen meinem Magazin einen persönlichen Touch. 😉

Mein eigenes kleines Mode Magazin5

C. C. Catch zeigte, dass Lederjacken mit Nieten ein Must-Have 1988 waren…

und Jennifer Rush, wie frau Mini und Jacke als Leder-Kombi souverän und sexy ausführt!

Wie ich schon damals schrieb:

„Wer wagt, gewinnt!“

😉

 Mein eigenes kleines Mode Magazin3

Für die Ladies noch ein paar Make Up Tipps

Mein eigenes kleines Mode Magazin4

…et voila, die Erstauflage war gestaltet.

Gut, vielleicht hätten noch ein Horoskop und ein Gewinnspiel das Ganze abgerundet, aber mal ehrlich, mein erstes Magazin war schon der Vorreiter für Amica, Glamour & Co., oder?!?!

😉

Von Zeit zu Zeit ein bissl Ostalgie…

…muss sein. 😉

Als Kind der DDR ärgere ich mich immer wieder, wenn ich bei Geburtsland „BRD“ oder „Deutschland“ eintragen muss. 🙁

Oh, bitte jetzt bloß nicht falsch verstehen. Ich bin keiner derjenigen, der sich die Mauer und seine Ost-Mark wieder herbei sehnt!

Aber: Ich bin in einem Land geboren, dass es nicht mehr gibt. Und DAS macht mich trotz all der Möglichkeiten, die ich mit dem Fall der Mauer bekam, irgendwie ganz schön TRAURIG.

Ich meine: Ein ganzes Land, einfach weg. Von der Landkarte. Aus Ausweisen und Pässen. Aus jungen Köpfen. Weg.

http://baerlinerin.com/mit-fantasie-gegen-den-mangel/

…doch dann wieder doch nicht alles. 🙂 – Bei uns am Alex in der Markthalle und auch in Leipzig in den Höfen am Brühl kann ich mir ein wenig Kindheit zurückkaufen. Erst am Samstag mit einem meiner Lieblingskollegen am Aufzählen und Schwärmen unserer Lieblingsspeisen in der DDR gewesen, führte mich heute auf Kundenbesuch mein Weg direkt am Ossiladen vorbei.

Und siehe da, neben dem großen „1 Mark“-Schokotaler, der beliebten Block-Schokolade (heute größer und flacher), der Bambina (die früher allerdings kaugummi-ähnlicher war) und den Zetti Knusperflocken lagen genau meine zwei Lieblingsschokis:

>>> Märchen-Chokis und Mokka-Bohnen! Hmhhhhhhhhhhhhh.

Wer mich kennt, weiss: Ich bin ja ein bekennender Schokoladen-Süchtiger! Aber Nudossi beispielsweise, bäh, mundete mir nie. Da war ich dann doch ganz froh, wenn meine Oma von ihren „Auslandsreisen“ das verbotene West-Nutella unter ihren vielen Pullis rein schmuggelte. 😉

Nicht authentisch, aber eine ganz süße Idee musste mit in den Korb:

…da mir noch immer ein auffälliger Koffer-Anhänger fehlte, musste das Ampelmännchen den Weg von Leipzig nach Berlin auf sich nehmen. Wenn DER wüsste, was er als Ossi an meinem Gepäck noch alles von der Welt sehen wird!!! 😉

Nicht zu vergessen: Die typischen Ost-Eierbecher in Hahn-Form und die umweltfreundlichen Einkaufsnetze gibt`s auch noch nach wie vor…

…und die Nylon-Beutel als – wohlbemerkt – Vorgänger der hippen Jute-Beutel 😉 sowie die Fan-Kosmetik haben bis heute offenbar überlebt.

So wie wir DDR-Kinder, die einfach dieses Glänzen in den Augen bekommen, wenn sie wieder zwischen all den Erinnerungen stehen. Erinnerungen an ein Land, das es so nicht mehr gibt. <3

Mit Fantasie gegen den Mangel…

…war der Titel eines ganz fantastischen und lockeren TV-Beitrags im rbb am 05.02.2013.
 
Leider ist der Beitrag zum von mir gespeicherten Link nicht mehr verfügbar. Aber alles, was dort irgendwie Erwähnung fand, kam mir so verdammt vertraut vor und brachte mich wieder zum Schmunzeln über diese wirklich verrückten 80er. Und den „Ossis“, die wie ich den Mauerfall bewusst miterleben durften, könnte mein Erlebtes hier ebenfalls bekannt vorkommen. Also stolpere ich einfach mal wieder in altbekannter Manier vom Hundertsten in`s Tausendste… 😉 
 
Als Bürgerin der Deutschen Demokratischen Republik und geborener Hauptstädter – hey, das war wie „Leben wie Gott in Frankreich“, also an der Stelle nochmal ein fettes Danke an Mom & Dad für den Geburts- und Wohnort!!! – erinnere ich mich noch ganz genau, wie auch meine Mom vom 0815-Job in`s wilde, von den Oberen argwöhnisch beobachtete Marktleben eintauchte. Alles Künstler, Erfinder, Freigeister, Intellektuelle und kreatives Volk eben. 
 
Ich kann mich in meiner Kindheit und Jugendzeit nicht wirklich an „Mangel“ erinnern. Ich hatte ein zauberhaftes und behütetes Leben in Berlin. Märchenbücher und Wissensbücher en masse. Wir hatten dank einer großen, sehr belesenen Familie bestimmt die größte private (Märchen)Buchsammlung Berlins. 😉 Als die Mauer fiel, war ich „erst“ 14. Und hatte zuvor gerade erst die Vorzüge von Mascara entdeckt. Meine Erste war in modisch angesagtem blau! Ich stolzierte noch im Frühjahr in schwarzen Lackballerina mit havanna-farbener Schleife und schwarzem Ballonrock zur weißen Bluse zu meiner Jugendweihe, hörte Prince, Michael Jackson und Madonna, musste mich noch nicht für einen „spannenden“ Beruf nach der Zehnten entscheiden und die Liebe, ja die erste Liebe ließ sich noch wenige Monate Zeit…
 
Nur was mir als Teenager damals ganz bestimmt fehlte, weiß ich noch genau: zum Beispiel bereits bespielte West-Kassetten. Kassetten!?!? Also die Dinger für die Ghettoblaster. Ghettoblaster? … Und für den Walkman. … Ihr wisst nicht, wovon ich rede? AchMensch, dann googelt doch. 😉
 
Definitiv auch echte Jeans. Bunte Versand-Kataloge mit all ihren Waren! Eine Bravo mal als Erste zu besitzen. Und Nutella nicht nur alle paar Monate mitgebracht zu bekommen. Ach ja, seufz, und schöne Unterwäsche.
 
Ich hatte mich in der Tat schon damit abgefunden, meiner Oma bis an ihr Lebensende weiterhin Bestellungen in den Westen mit auf den Weg zu geben. Wünsche, AUFGESCHRIEBEN, von denen sie nur die Hälfte verstand und die andere – so gut sie es konnte – eben rüberschmuggelte. Eine Bravo? Nie von ihr bekommen. Statt dessen gab`s die Mickey Mouse. Abgegriffen bis zur Unkenntlichkeit! 😉 Sie tauschte Liebesromane wie eine Süchtige und erklärte mir immer, die hätten nur Mickey Mouse noch da. Und klar, da sie „tauschte“, gab`s halt nur gebrauchte Zeitschriften zurück. Na bravo. ;o)
 
– Die Bravo musste ich mir also schon mal selbst organisieren. Was bedeutete, mindestens einen Tag unserer unzähligen Ostsee-Urlaube an der Mole auf- und abzuspazieren. Um Gottes Willen, nicht, was ihr jetzt denkt. 😉 Aber dort saßen die Jugendlichen wie Dealer hoch und runter auf der Mole und konnten die absurdesten Preise für alte Bravos und ihre Poster aufrufen. Alsbald verstand ich mich auf`s Aussieben, Verhandeln und …Heulen vor Schmerz, weil ich trotz allem für ein Poster mit 20 Mark berummst wurde. Danke, Oma! 😉
 
Geldmangel? Kannte ich nicht. Ich habe als Kind sogar für asbach uralte, abgelaufene Bader-Kataloge noch 15 Mark auf Märkten ausgegeben, weil die so schön rochen und ich damit Kaufmannsladen spielen konnte. Fünfzehn Mark!!! … ach ja. Aber der Tausch von Mark in DM für den Intershop war dann doch echt das Allerletzte. Und so überlegte man zweimal, ob man`s sich nicht lieber selbst machte. Hey, ich rede von den Klamotten, zum Beispiel! 😉
 
Geld hatten die DDR-Bürger ja doch irgendwie. Zumindest die, die ich kannte. Und die, die ich auf den Märkten als Käufer und Verkäufer kennenlernte. Da lag es also nahe, das zu produzieren, was dem Osten fehlte: Mode! Wie bereits erwähnt hängte meine Mom ihre „Arbeit“ an den Nagel und verkaufte ab sofort auf den rollenden Märkten Selbstproduziertes. Sie nähte aus Leoparden-Bettwäsche Blusen und Röcke – um Längen schöner, als das, was es bei uns gab und sogar fast westlich! Es folgten breite, modische Gürtel aus Leder. Mit Riesenschnallen, Druckknöpfen oder Nieten zum Schnüren. Wir gossen Figuren aus Zinn, formten und bemalten kleine Gartenzwerge aus Ton und bauten drumherum gebeizte Setzkästen. Setzkästen! Ihr erinnert euch? 😉 Bastelten mit Emaille fesche Ohrringe und Anhänger und aus Spielchips, Silikon und Dentaldraht Ohrstecker… und das alles und noch viel mehr wurde uns auf den Märkten in der Republik für viel Kohle in Windeseile aus den Händen gerissen. Bevorzugt eben an der Mole in Warnemünde. Wir reisten an den Wochenenden durch die DDR und lernten jeden Winkel kennen. War schon eine verrückte und ganz besondere Zeit, damals! 🙂
 
Für so viel Geld gab`s als Familienkutsche einen Spritfresser namens Tatra. Für Ossis wie Wessis ein Augenschmaus! Den fuhren sonst auch nur Honecker und eine Handvoll Anderer. Plus einen metallicgrünen Dacia und einen nigelnagelneuen Wartburg Tourist in, sagen wir mal: ocker. Gelb konnte man es nicht nennen. 😉
 
Und was es nicht gab, kaufte man auf Urlauben in Polen oder bastelte es eben wieder selbst. Damals waren diese Federtaschen aus Plastik mit Magnetverschluss „in“. Meine bekam ich erst Monate später in Polen auf meiner Ferienlager-Tour gekauft, also bastelte ich zuvor aus festen West-Kekspackungen meine einzigartige Federtasche… <3
 
Ja, der goldene Westen hatte Filzstifte, die nach Erdbeeren rochen. Und auch das Waschmittel meiner Großeltern, das sie sich aus dem Westen mitbrachten, roch um Welten besser. Es hatte sogar Aufkleber der Schlümpfe darinnen. Und die Zeitschriften aus dem Westen waren wirklich farbenfroher und bunter…
 
…dafür hatten WIR die leckereren Negerküsse (Verzeihung, aber die hießen doch so), die Kaugummischokolade Bambina (früher war sie viel gummiähnlicher und leckerer), die auch heute noch beliebten Knusperflocken und… Fantasie!!!
 
In den Jahren nach der Maueröffnung schämte ich mich wirklich ab und an, für alles sofort D-Mark auf den Tisch zu legen anstatt noch einmal den Kauf zu überdenken, meine eingestaubte Fantasie zu bemühen und meiner Kreativität wieder freien Lauf zu lassen… 🙁
 
…aber BeeDees-Unterwäsche, Adidas Trophy vom Begrüßungsgeld (!!!) und meine erste Levis 501 – das waren Originale. Die hätte ich bei aller Liebe zum Osten unmöglich nachbasteln können und wollen. Willkommen im Westen!!! 😉