Was ist schwarz, weiss…

…und wird zur Geisterstunde musikalisch untermalt???

– Jaaaaa, die besten Filmvorführungen im BABYLON!!! 😉

Babylon_Stummfilm_The Penalty

Zwar schon am 8. März 2013 in`s Leben gerufen hiess es für mich erstmals vor einem Monat:

0 Uhr -> 0 Euro.

Und jede Minute im Berliner Babylon, das ich zwar schon aus anderen Vorführungen kannte, war den Schlafentzug wert, denn die Vorführung und das Drumherum sind schon ein kleines Highlight.

– Der Kino-Direktor begrüßt hier noch höchstpersönlich sein verehrtes Publikum, stellt ihm das talentierte Fräulein Anna Vavilkina – ihres Zeichens Organistin – vor und eben jene gibt einen kurzen Abriss zur Geschichte des gleich Gezeigten, inkl. kleiner Anekdoten zu Hauptdarsteller und Besonderheiten des Films. Selbst Orgelbauer Hans Joachim Eichberg stattete uns, dem Publikum, an jenem Abend einen Besuch ab und genoss mit uns – trotz vorgerückter Stunde – dieses Erlebnis.

Auf dem Spielplan: „The Penalty“ von 1920 mit dem wahnsinnig ausdrucksstarken Leonidas Frank „Lon“ Chaney!!! 🙂 – Spitzname: „The Man of a Thousand Faces.“

Babylon_Stummfilm um Mitternacht

Das Babylon öffnete erstmals am 11. April 1929 als Stummfilm-Kino seine Pforten und hält wacker die Tradition der großen Kinopaläste aus goldenen Zeiten aufrecht.

Das Besondere an so einem Abend ist aber natürlich auch das eben bereits erwähnte Fräulein Vavilkina. Während wir, dank ihrer Musik, die Geschichte in allen Höhen und Tiefen ERLEBEN, sitzt sie höchst konzentriert Tag für Tag und samstags auch des Nachts an der Kino-Orgel, dessen Spiel und Raffinesse sie sich selbst beibrachte.

Und damit ihr auch einmal seht, wovon ich spreche, hier das Instrument: Die mit dem BABYLON 1929 erstmals in Betrieb genommene, größte und einzige Kino-Orchester-Orgel Deutschlands, die noch an ihrem originalen Standort erhalten werden konnte!

Babylon_Stummfilm_Kino Orgel Foto Babylon_Stummfilm_Kino Orgel Geschichte

Zum Abschied wartet eine kleine Spenden-Kasse am Ausgang. Für mich extremst beschämend, wie wenig Obolus seinen Weg in die vom Kino-Direktor eingangs erwähnte Kasse fand!!! 🙁 – Also wer sich durch meinen begeisterten Eintrag hier herzlichst zu 0 Uhr für 0 Euro eingeladen fühlt, dennoch aber nichts als Cents in diese ehrwürdige Kasse wirft, dem wünsche ich Warzen und nässenden Juckreiz auch an Körperstellen, denen er sich bislang noch nicht einmal bewusst war!!! *hexhex*

Doch zurück zum Thema, denn es fehlt ja noch mein montägliches Outfit.

Also was passte nun besser zu einem schwarz-weiss Film, als ein schwarz-weisses Outfit???!!! 😉

Tschakka.

Zara Denim & Chanel Clutch & Marc O`Polo Long Shirt & Ash Boots____ Zara Denim & Chanel Clutch & Marc O`Polo Long Shirt & Ash Boots___ Zara Denim & Chanel Clutch & Marc O`Polo Long Shirt & Ash Boots_

Ein langes Blüs`chen aus dem Sale, die bequemsten Plateau-Boots weit und breit und dazwischen ein Hauch von Röhre. Gekrönt von einem alle-Kinofilme-dieser-Welt-überdauernden Chanel Täsch`chen, et voila: Samt-Vorhang auf. 😉

Euch allen wie immer einen erfolgreichen Start in die neue Woche. 🙂 … Und lasst euch bloß nicht von der derzeit grassierenden Grippe erwischen. *dreimalaufholzklopf*

Zara Denim & Chanel Clutch & Marc O`Polo Long Shirt & Ash Boots

Zara Denim * Chanel Clutch * Marc O`Polo Long Shirt

Ash Boots

Neu im Kino: Yves Saint Laurent…

…, der Film über ein Genie der Haute Couture. <3

Yves Saint Laurent im Cinema Paris am 22.04.2014

Seit dem 17. April 2014 in den deutschen Kinos, wollte auch ich schnellstmöglich dem verfilmten Leben und Werk des großen Monsieur Yves Saint Laurent beiwohnen.

Und wo ginge dies authentischer als im „Cinema Paris“ in Berlin am Ku`damm? 😉

– Ok, ok. Meine drei Semester Französisch hätten dann doch nicht gereicht, ihm vollends ohne Untertitel zu folgen. 😉 Doch die Original-Version mit deutschen Untertiteln kann ich nur wärmstens empfehlen.

Den Film selbst dagegen, hmhhh, lasst es mich so ausdrücken:

Wer auf Mode, Mode und Mode hofft UND auf deren ausführliche, glamouröse Schaffensgeschichte durch die goldenen Hände Yves Saint Laurents UND auf gut gehütete Geheimnisse…, der wird zweifelsohne enttäuscht sein. So wie ich.

Denn in diesem cineastischen Werk verfällt der schüchterne und sehr talentierte Yves recht zügig der Liebe und den Drogen. Und ich fragte mich bei DER Leidensgeschichte über die gesaaaaaaaaaaaaaaaamte Filmlänge, wie der Meister es überhaupt auf 71 Lenze bringen konnte!

Nicht nur die Toleranzgrenze seines Geschäfts- und Lebens-Partners Pierre Bergé wurde auf die Probe gestellt, sondern auch die meine, was Deliriums und Sex-Eskapaden anbelangte.

Mir bleibt ein Rätsel, wie Yves Partner seine bedingungslose Liebe bis zum Tod aufrecht erhalten konnte, ohne ihn je mit Gewalt zur Besinnung zu bringen oder ohne selbst daran erbärmlich zu Grunde zu gehen.

Chapeau.

Als kleines Trostpflaster für uns Voyeure (oder besser, für uns Mitleidende) gab es kurze Einblicke in seine Schaffens-Perioden und deren Ursprünge, sowie einen unterhaltsamen Zeitraffer der 50er bis 70er. Dargestellt mittels immer größer werdender Korrektionsbrillen-Fassungen, immer länger werdender Mähnen, Bärte und gruppig-hippieskem „psychedelic circus“. 😉

Dennoch ging ich aus dem – im wahrsten Sinne des Wortes – „Theater“ mit einem breiten Lächeln:

Der linke Mundwinkel hob sich ehrfurchtsvoll und grazil ob des Talentes, welches uns in Form seiner Mode erhalten blieb. Und der rechte Mundwinkel zog unweigerlich nach, weil ich mich plötzlich als sehr glücklich wähnte, ohne solch zerstörende Süchte meinen Weg gehen zu können.

🙂

Wer es etwas objektiver und nüchterner braucht:

Yves Saint Laurent im Cinema Paris am 22.04.2014_

Denzel Washington…

…in „Flight“ war heute Abend absolut grandios. Ganz groooßes Kino! <3

Bitte nicht enttäuscht sein, Mädels. Ich sag`s lieber gleich: Nicht das Leckerchen aus „Training Day“ und „Dämon“. Aber ganz, ganz ehrlich: „Hut ab“. Ein vollends in seiner Rolle als Alkoholiker aufgehender, beängstigend glaubwürdiger Darsteller!

Als exzellenter Pilot so klar bei Kopf, wenn`s im Job drauf ankommt. Und dann wieder so fanatisch benebelt und armselig „am Boden“, dass selbst Familie und Freunden der Weg zu ihm versagt bleibt.

Bis zum Anschlag überzeugt, freiwillig Alkohol zu konsumieren und ihm jederzeit entsagen zu können, schmerzt das Herz beim Anblick der Selbstzerstörung eines so starken und intelligenten Mannes. Die Szene im Hotelzimmer am Tag der Anhörung – der absolute Tiefpunkt. 

Letztlich spiegelt aber auch DER Film nur das wahre Leben wider. Jeder von uns kennt vergleichbare Situationen. Situationen, in denen Freunde, Familienmitglieder oder man selbst hilferesistent litten oder leiden. Seien es Alkohol, Drogen, Bulimie, Magersucht oder Messitum… Es lauern so viele Dämonen da draußen. Und so überkamen auch mich Gedanken an längst vergangene Tage, in denen ich Hilfe hätte annehmen müssen. Sie war greifbar, rüttelte an mir. Doch so lange man selbst überzeugt ist, noch Herr der Lage zu sein, ist jede von außen angebotene Unterstützung vergebens. Umgekehrt genau so. Ich stehe hilflos einer Person gegenüber, die dringend Hilfe benötigt, kann aber nicht die Mauer durchbrechen und gebe auf. Da muss ein Signal kommen. An mich gerichtet. 

Denn Selbstverblendung und Stolz ringen im Kampf mit Akzeptanz und Einsicht. Und erst wenn letztere den Kampf für sich entschieden, ist Hilfe als solche plötzlich auch erkennbar. Heute Abend war also gefühlstechnisch ein erneutes 1:1 Durchleben all dessen. Immer mit der Gewissheit, ein Leben lang Gefährdeter zu bleiben. Der Grat von hell zu dunkel ist einfach zu schmal. Doch das hält einen wach. Immer aufmerksam den Verlockungen gegenüber.

Euch allen die Kraft, im Kampf mit Süchten und Abhängigkeiten die Oberhand zu gewinnen und euer Leben und eure (Vor)Lieben wirklich selbstbestimmt zu genießen. 🙂

Django…

Unchained raubte mir schon seit Wochen den Schlaf und heute war`s endlich so weit! 🙂

  

Als größter „Pulp Fiction“-Fan on earth, der jedes Wort des Originals mitsprechen kann, folgte ich Quentin Tarantinos Einladung wie ein Lämmchen dem Wolf. Und mir war dabei scheißegal, wo ich ihn sehe. Ich wusste nur seit Wochen: Der erste Tag im Kino wird MEINER. Geschäftlich in Hamburg machte ich heute morgen also als erstes das nächstgelegene Kino zum Hotel aus, landete im Cinemaxx am Dammtor und reservierte mir einen perfekt mittig-mittigen Logenplatz. Die Vorfreude war so riesig, wie die auf ein Date…! 😉 

Vorab schon viel besprochen und mit in bester Tarantino-Manier ausgewählten Teasern gelockt wusste ich gar nicht, wer von den hochkarätigsten Schauspielern in diesem Meisterwerk heute Abend mein Herz erobern würde. Tippte ich vorab noch auf  Leonardo DiCaprio als „Monsieur“ Candie, war es dann doch… Christoph Waltz! Oh boy, wie gern wäre ich bei IHM Kopfgeldjäger-Praktikantin geworden. 😉 Absolute Furchtlosigkeit, Scharfsinn, Humor, Gerechtigkeitssinn und eine Engelsgeduld…. mein Mann! Dicht auf den Fersen meines Platz 1 war Jamie Foxx. Ich meine, hallo?! Der Mann ist an sich schon ein lecker Teilsche. Und dann noch soooo abartig cool in seiner „Adjutanten“-Rolle. *schwärm* Nicht zu vergessen, der super Soundtrack…

Ihr seht, ich bin noch voll drauf! Mal sehen, wann ich wieder runterkomme und Schlaf finde. 😉 Aber tut mir bitte den Gefallen und achtet unbedingt auf euren Gang, wenn ihr das Kino verlasst. Ich musste sehr lachen über mich…

Und nicht, dass ihr denkt, ich hätte über „Django. D. J. A. N. G. O. – Das D ist stumm“ meine Miss Liebreiz vergessen. Nein, nein. Ihr ging`s die Woche blendend bei meiner Freundin. Auch wenn ich nicht weiß, WIE das OHNE MICH gehen soll? 😉 Nee, im Ernst. So oft waren wir zwei in den letzten 2,5 Jahren noch nie getrennt. Nie, nie, nie. Aber so eine deutschlandweite Einarbeitung im neuen Job kostet wohl seinen Tribut und so versuche ich, so gut es geht, den Trennungsschmerz zu verdrängen. Zugegeben: Da bin ich beileibe KEIN Meister drin! Denn sie ist echt mein Ein und Alles. Nun sitze ich hier in Hamburg und sehne den morgigen Abend herbei, an dem ich meine Zaubermaus wieder abschlabbern kann. Ach nee, das war ja umgekehrt. Ja, ja, einfach schon viel zu lange her, das letzte Wochenende… 😉 Und genau so lange wird sie noch ihre blaue Koks-Katze* rammeln und ihrem Kumpel Diego eine erstklassige Porno-Show liefern… Von wem sie DAS wohl hat. *kopfschüttel* 😮

* Die Koks-Katze ist Miss Liebreiz` blaues Lieblingsplüsch! Die Arme hat schon lange `n „Koksloch“ in der Nase, durch das mit ganz viel Hilfe seitens Miss L. weißes Zeugs RAUS kommt. Verkehrter Weg? Egal. Ich freue mich dann immer wieder, alles aufzusammeln und neu reinzustopfen… 😉

Ehrlichkeit…

…wird doch von Hause aus überbewertet, findet ihr nicht auch?

Erst vor wenigen Tagen wieder lachte und litt ich bei „Sex and the City 2″ im TV. Doch schon bei der Premiere hielt ich es für einen verf#*“ Riesenfehler, dass Carrie ihrem Mann in einer Szene einen Kuss beichtet, den sie – fernab der Heimat – mit ihrem Ex-Partner teilte. Was bitte, außer der eigenen Gewissenserleichterung auf Kosten des totalen Vertrauensverlustes dem Partner gegenüber, soll DAS bringen? Auch mich lehrte mein „früheres Leben“ Begegnungen dieser Art. So betrachtete ich aber beispielsweise eine Affäre kurioserweise nie als Fehltritt meinerseits. Bis heute nicht! Ganz klar und nüchtern empfand ich sie als Arznei, um „unsere“ damalige Beziehung zu kurieren. Ich liebte meinen Partner abgöttisch und zog der schmerzhaften Trennung die „kleine Flucht“ in die Arme eines Anderen vor. Einem Mann, der mir das geben konnte, was mir zu dem Zeitpunkt vom Partner versagt blieb. Also sah ich es als rechtens. Aber hatte ich jemals vor, zu beichten? Nein. Hatte ich je ein schlechtes Gewissen DABEI? Herrgott nochmal, nein! Im Leben hätte ich meine schon in`s Aus laufende Beziehung und meinen geliebten Partner DAMIT nicht belastet. Nichts wäre gerettet, sondern nur der Partner seines Vertrauens in mich und meiner Liebe zu ihm beraubt worden. Ich verliebte mich sogar Hals-über-Kopf in meine Affäre und hatte nun daran zu knabbern, mir dies nicht anmerken zu lassen. Aber das saß ich mit mir ganz allein aus. Meine Entscheidung, mein Handeln, mein Leiden. Hätte ich zuvor je gedacht, einmal untreu sein zu können? Nie, nie, nie. Aber es KANN passieren. JEDEM von uns. Und ich bin da wohl auch kaum die Einzige. Jeder hat so seine Leichen im Keller. Aus dieser Erfahrung heraus zweifele ich oft an dem so heldenhaften Charakterzug der Ehrlichkeit. Kennt ihr doch alle. Gebt`s zu! Auch Notlügen werden ab und an gebraucht, um einen geliebten oder geachteten Menschen – privat wie beruflich – nicht zu verletzen. Teils, um ungeliebten Fragen aus dem Weg zu gehen. Und teils aus Selbstschutz, weil man seine Aufgaben vernachlässigte oder gar vergaß. Ein Uni-Professor stellte vor einigen Jahren fest, dass wir bis zu 200 Mal am Tag lügen. Bis zu 200!!! 😮 – Nun gut, da gehöre auch schon das gängige „Guten Morgen“, welchen wir an dem Tag als gar nicht GUTEN Morgen empfänden, schon dazu…

Wie ich ausgerechnet heute darauf komme? Gestern Nacht wieder meines Schlafes beraubt musste ich mit zwei Frauen namens „Thelma & Louise“ als Gesellschaft vorlieb nehmen. Der Satz, der das Rennen machte und hängen blieb, war von einem Mann. Von IHM als Partner an SIE gerichtet:

„Stell mir keine Fragen, dann erzähl ich dir auch keine Lügen.“

Genau DAS ist es auch, was ich letztes Jahr von den Männern lernte. WILL ich als Frau wirklich ALLES wissen?

– Denn frage ich, ob ich die Einzige bin und es folgt ein verlogenes „Ja“, werde ich über früh oder lang eh verletzt. Wird es ehrlicherweise gleich verneint, verletzt es mich zunächst auch nur. Gibt mir einer zu verstehen, er müsse aus seiner Gefühlsregung heraus unsere Intimität beenden, wünschte ich mir, ALLES AUßER DER WAHRHEIT von seinen Lippen zu lesen. Warum also nicht lieber gleich die Klappe halten und unwissend und „rein“ genießen? Andererseits möchte auch ich wissen, woran ich bin. Und genau da differenziere ich mittlerweile. Hatte ich mir zuvor ganz selbstredend einen treuen und ehrlichen Partner gewünscht, käme ich nun auch mit einem „Freiheitsliebenden“ klar. Ich war selbst verwirrt. Und doch lehrte es mich das Leben. Das haben doch weder die Männer noch ich erfunden, dass es möglich ist. Möglich, mehr als einen Menschen zur gleichen Zeit genau so intensiv zu lieben. Und auch möglich, einen Menschen aus vollstem Herzen zu lieben, der aus seiner Untreue keinen Hehl macht. Vielleicht wird sich meine Einstellung diesbezüglich eines Tages erneut ändern. Wenn das Leben es so will. Im Moment lebe ich mit dieser „offenen“ Art der Männer ganz gut. Wünsche ich klare Entscheidungen, so bitte ich um Ehrlichkeit und MUSS damit klar kommen. Will ich einfach nur die Momente genießen, halte ich meine Klappe. Bloß keine Details! Und so lange ich mich nicht verletzt FÜHLE, werde ich einen Teufel tun, daran was zu ändern. … Also, Cheers. Auf die Vielfältigkeit der Liebe! <3

Ein Baby…

…ist wie ein Tattoo im Gesicht. Wäre nicht übel, sich das zweimal zu überlegen.

– Oh, nein. Nicht von mir. Vielmehr ein Zitat aus dem Film „Eat Pray Love“ mit Julia Roberts. Zu Weihnachten! Dem Fest der Familie. 😉 Ein Zitat, das mich aus ihrer extrem langweiligen bla-bla-ich-entdecke-mich-jetzt-selbst-durch-Spaghetti-essen-in-Italien-und-beten-in-Indien-Tortur hochschrecken ließ. Nicht, dass ich nicht derbe oder schwarzhumorige Sprüche mag. Aber so drastisch formuliert schockte diese spröde Feststellung selbst mich. 

Den Film zuvor schon als Zeitverschwendung betrachtet, begann nun vollends ungefragt ein Gedankenkarussel seine Auf- und Ab-Runden in meinem Kopf zu drehen. Stellt euch eines dieser alten Pariser Karussels vor. Die mit den weißen, galoppierenden Pferdchen, dem feinen sie umgebenden Geschirr, eingerahmt von opulentem, gold ausgeschmücktem Erzählwerk. Die Pferdchen verschwammen leider recht schnell. Und wurden ersetzt durch weiße Plakate mit dicken, schwarz gedruckten Stichworten „innere Uhr“, „Kinderwunsch“ und „zukünftiger Partner“. Und zu allem Übel hüpften sie doch tatsächlich frech vor mir auf und ab! Nein. Ich hatte nichts getrunken. Aber so „angeregt“ stellte ich einmal mehr fest: Ihr an nichts ändernden Gedanken könnt mich mal. Meine innere Uhr ist entweder defekt oder die Batterien tun`s einfach nicht mehr.

Eine vage Vorstellung meiner späteren Mutterrolle begann in der Pubertät, mit meinem ersten Freund. Umrissen sah ich mich selbst mit drei, ja, ich wiederhole, drei Kindern! Das „Schicksal“ von Einzelkindern, die oft zu ganz unausstehlichen Egoisten erzogen wurden, fand ich so unerträglich, dass ich mich selbst bis in`s Studium hinein täuschte, ich würde dieser Vorstellung von Familie auch eines Tages gerecht werden. Ich kann mich noch lebhaft an meine Verwunderung erinnern, als mir eine Arbeitskollegin – mir 12 Jahre voraus – offenbarte, sie und ihr Partner wollten keine Kinder. Ich fragte: Jetzt nicht? Und sie entgegnete: Nein, nie! Ich fühlte mich in dieser einen Sekunde wie vor den Kopf geschlagen. Weil Kinder bis dato einfach in meiner Lebensplanung ihren festen Kindersitz hatten. Was nie in meinem Kopf statt fand, war die Frage nach dem besten Alter, dem besten Zeitpunkt o.Ä. Ich hatte es als leisen To-do-Punkt auf meiner Liste der „Dinge“, die ich zwischen 30 und 40 in Angriff nehmen wollte. Nur richtig da war er nie, dieser vielbesprochene Wunsch. Diese heftige Sehnsucht, die – einige mögen mir den Vergleich verzeihen – ich immer empfand, wenn ich… einen Hund sah. 😮 Oh ja, ich kann schon Proteste ob des so unmöglichen Vergleichs hören. 

Mir egal. Ich sage oft in einfacher, aber anschaulicher Form, was ich denke und fühle. Und ich kann auf Grund meines jahrelangen Verlangens, mit einem Vierbeiner zu altern, doch nur zu gut nachvollziehen, wie erpicht einige Frauen und auch Männer auf`s Nachwuchs bekommen sind. Und genauso nüchtern und gesetzt stellte ich mit meinem letzten, langjährigen Partner fest, dass in unserer Beziehung kein Platz für Nachwuchs sei. Aus tiefster Überzeugung. Mit reinstem Gewissen. Leider immer wieder auf kopfschüttelnde Ungläubige stoßend. Aber dank einiger weniger gleichgerichteter Beiträge in Frauenmagazinen wurde ich darin bestätigt, dass ein Kind nicht DAS Nonplusultra einer Beziehung oder gar eines ausgefüllten Lebens sein muss. Und so vergingen die Jahre und ich dachte sogar schon über eine Sterilisation nach, um diesem ganzen ungesunden Pillengedöns zu entgehen.

Doch dieses Jahr – eines im Umbruch -, das, in dem ich mich nach fast 10 Jahren von meinem Partner trennte, ließ mich erstmals wieder über den eigenen Kinderwunsch sinnieren. Warum? Weil ich in diesem Jahr auf Männer stieß, die mir sehr viel bedeuten. Männer, die Kinder vergöttern. Und Männer, deren Zukunft ohne (weitere) in ihren Beschreibungen undenkbar klang. Ganz im Ernst, mit einem solchen Partner konnte ich mir plötzlich ALLES vorstellen. Nicht falsch verstehen. Diese einen-fast-verzehren-wollende Sehnsucht keimte noch immer nicht auf. Aber die Aussicht, mit einer neuen Liebe eine „echte“ Familie zu gründen, war plötzlich so ein kleines, wärmendes Feuer. Ein neuer Ansatz, der mich positiv nachdenklich stimmte. – Und so bin ich heute der Meinung, es kommt auf meinen zukünftigen Partner an. Ich werde immer selbst über mich und meinen Körper bestimmen. Ein hohes Alter bei der Geburt? Macht mir keine Sorge. Und den richtigen Zeitpunkt für ein Kind, den gibt es sowieso nie. Aber wenn`s sich bei einem Mann mal „richtig“ anfühlt, dann entscheide ich mich für so ein kleines Leben. Denn was ich mache, das mache ich mit Hingabe. Und so traue ich dem Schicksal zu, auch für mich noch eine eigene Familie vorgesehen zu haben, auch wenn ich`s jetzt noch nicht vor mir sehen kann. Nur wenn nicht, dann gräme ich mich auch nicht. Und mit dieser Theorie kann ich sehr gut leben. 🙂

Ganz passend schließe ich mit einem weiteren Zitat. Einem schönen. Einem positiven. Einem meiner Lieblings-Film-Zitate:

„Life is like a box of chocolates, you never know what you`re gonna get.“ (Forrest Gump)

 

Vergangenheit und Gegenwart

…seit fast 21 Stunden auf den Beinen ist heute wieder einer dieser Tage, an denen ich spüre, dass ich lebe. Im Ernst! Keine Sekunde Langeweile. Umgeben von liebsten Kollegen in der Früh und Freunden am Abend. Kurz vor fünf schon mit Miss Liebreiz im Auto nach Frankfurt/Main. Zurück mit dem Zug nach Berlin. Eine weitere Runde mit Miss L. und ab in die atem-raubenden Welten des „Wolkenatlas“. Zeit zum Müdewerden? Nicht eine Sekunde. Zu schnell ersetzt eine Geschichte die nächste. Oder setzt sie sie fort? Verschmilzt sie mit ihr? Blut spritzt. Liebe und Hass ringen in mir. Mein Puls fährt Achterbahn. Was in mir, tief drin, durch diesen faszinierenden Film schier endlos weiterhallt? Ein Zitat:

„Unsere Leben gehören nicht uns. Von der Wiege bis zur Bahre sind wir mit anderen verbunden. In Vergangenheit und Gegenwart. Und mit jedem Verbrechen und mit jedem Akt der Güte erschaffen wir unsere Zukunft.“

Stille.

Und mein nächstes Tattoo steht so was von fest. Wer den Film sah, dreimal dürft ihr raten… Schlaft gut, ihr Süßen da draußen! :-*

 

Eine ganz aufregende…

…Woche ist noch nicht vorüber. Und das ist gut. Am Montag das Weihnachtsessen mit meinen Kunden im Soho House war schon ein super Wochenbeginn. Dann ging`s mit Miss Liebreiz und meiner Golfpartnerin am Mittwoch Abend zu einer dreistündigen Lichtertour durch mein Bärlin, wobei Miss Liebreiz am Bus selbst – warum wundert mich das nicht – den Millionen Lichtern der Stadt die Schau stahl. 😉 Ich bekam am Mittwoch Mittag auch noch eine spontane Kino-Einladung ausgesprochen und verliebte mich Donnerstag früh um 6.30 Uhr im Alhambra in Thorin, Sohn des Thráin. <3 Leider noch kein guter Taktiker, also hoffe ich, er ist bis nächsten Herbst ein wenig smarter geworden, um mein Herz vollständig zu erobern. 😉 Aber zugegeben, meine Begleiter links und rechts waren auch nicht so übel. 😉 Ich organisierte in den Stunden danach noch meinen letzten Arbeitstag bei meinem derzeitigen Arbeitgeber und verabschiedete mich von allen Kunden, die mir ganz arg an`s Herz gewachsen waren. Und gleich nun gibt`s ein neues Tattoo, nach dessen Termin wir uns in die Spur nach Köln machen und unseren Jahresurlaub beginnen, in dem ich Miss Liebreiz mit einer Familienzusammenführung überrasche. Die wird Augen machen, treffen wir doch für`s Wochenende ihren Papa!!! 🙂 In diesem Sinne euch allen einen zauberhaften 3. Advent.

I`m in love…

…na ja, leider noch nicht mit dem Mann meines nächsten Lebensabschnitts. Aber so lange dann erst mal mit Jannis, dem herzlichsten, flirtigsten und aufmersamsten Kellner bei unserem Lieblings-Griechen! 😉 Komme gerade zazikibeduftet und redebeschwingt von einem Essen mit meiner Freundin. Es war einfach herrlich, auch wenn der Start zäh war. Knapp 30 min. auf dem ersten Kilometer zur Restauration. Nach 11 Stunden Arbeit und ohnehin schon einem autositzgeformten Berlin-Stralsund-Berlin-Hintern versehen. … Stau auf der Stralauer. Wo bitte kommt DER her? Umso schöner, meine Golf-Partnerin nach Wochen genesen wiederzusehen und selbst mit vollem Mund nicht eine Sekunde stumm zu bleiben. Eine Geschichte ergibt die nächste. Viele Gedankengänge bleiben auf der Strecke, weil gar keine Zeit zum Luftholen bleibt und doch schaffe ich irgendwie Samos, Ouzo, Essen und… Weiterreden ohne Punkt und Komma. 😉 Sollte sich das Wetter noch halten, geht`s vor dem Winter nochmal auf den Platz, aber Alternativen haben wir schon für die nächsten Wochenenden zur Genüge: Theater, Kino, Outlet-Besuche. *lach* Mein Gott,sie ist ein Geschenk des Himmels und gibt mir so viel Freude und Kraft. Vielen Dank, Süße!!! :-*