Vertraut mir…

…, dieses malerische Fleckchen Erde müsst ihr besucht haben!!! 🙂

Knapp 8 Monate nach unserem Ja-Wort ging es Anfang April zum Honeymoon gen Indischer Ozean. Genauer gesagt in`s The Barefoot Eco Hotel auf die Malediven.

Malediven Hanimaadhoo Barefoot Eco Hotel 001Hier also nun unser kurzer (zugegeben, nach Fertigstellung dessen ist das „kurz“ geflunkert) Reisebericht für alle, die unserem Reisetipp folgen wollen. 🙂

Anreise

An- und Abreise sind wirklich das einzige Manko und verdammt ätzend. Klar bin ich lange Stunden im Flieger von den USA-Urlauben gewohnt, doch ein ganzer Tag Anreise mit 2 x Umsteigen und insgesamt 3 verschiedenen Fliegern? – Aber von Anfang an: Ab Berlin (ja, lacht ruhig, hahaha, wir haben immerhin 2,5 Flughäfen in der Hauptstadt, *zungerausstreck*) ging es am Abend mit dem Flieger für 2,5 Stunden nach Istanbul, wo uns die 3 Stunden Wartezeit nachts um 1 Uhr versüßt wurden mit einem gigogigantischen und sauberen Flughafen mit 100% geöffneten Stores und Cafés. Nochmal, es war nach Mitternacht!!! Hermès, Bvlgari, Touri-Boutiquen… alles war da zum Schlendern und Zeitvertreiben.

Weitere 7,5 Stunden (aber mit einem Service der Spitzenklasse @ Turkish Airlines!), 2 Mahlzeiten, 2 Spielfilme und einige verbissen gegen meinen Mann und die Mitreisenden kämpfende Solitaire-Seancen später landeten wir auf der maledivischen Hauptstadt Malé (eine der am dicht besiedelsten Städte der Welt)…

Malediven Hanimaadhoo Barefoot Eco Hotel 002…die uns mit drückend-schwüler Sommerhitze begrüßte. Einmal kurz in`s Sommer-Outfit geschlüpft mussten wir ungelogen noch einmal 3 Stunden warten, damit der nächste Flieger gefüllt wurde! Wir sahen die Promenade des neu umgetauften Flughafen Velana ohne Witz ganze 2 Mal, die wir das Stück, was zugänglich war, links und rechts ablaufen konnten, genossen einen sehr guten Kaffee und trafen ein junges Pärchen aus Frankfurt, mit dem unsere Hochzeitsreise einfach noch unvergesslicher wurde (was haben wir zusammen Tränen gelacht und die Tage im temporären Paradies genossen). Im Anschluss flogen wir – nicht ohne ein auf Atheisten befremdlich wirkendes, nicht enden wollendes Gebet des Captains – noch einmal knapp 1 Stunde mit einem kleinen Verkehrsflieger zu unserem gebuchten Resort auf Hanimaadhoo. Und waren daaaaaaaaaaaa…!!! 🙂

Na ja, also fast! In Malé waren wir beide nicht vorbereitet, noch Formulare zur Einreise ausfüllen zu müssen, was alle anderen „Wochenendurlauber“ wohl schon zu wissen schienen. Erst als wir als eine der Ersten naiv gen Ausgang zur Passkontrolle Schrägstrich Visum-Stelle stolperten, nahmen wir die Massen an Mitreisenden um uns herum wahr, die emsig wie die Bienchen bunte Kärtchen wild ankreuzten und bekritzelten… und waren somit auch NICHT gefasst auf die strenge Einreisebefragung, die schon ziemlich nah der Einreise-Praxis in den USA ähnelte. 🙁

Hey, aber wir waren endlich am Ziel. Uuurlaub!!! 🙂

Malediven Hanimaadhoo Barefoot Eco Hotel 008Mit einem Mini-Bus des Resort wurden wir vier dann abgeholt und zu unserem „neuen“ Heim chauffiert, wo wir kurz vor 20 Uhr eintrafen, aber viel zu vollgepumpt von allen neuen Eindrücken waren, um müde in die Kissen zu fallen. Wir erhielten nach dem Welcome-Drink (den wir fortan tatsächlich täglich bestellten) eine kurze Führung durch die Örtlichkeiten, bestaunten unsere Suite und genossen unser erstes, keine Wünsche offen lassendes Abend-Buffet.

Malediven Hanimaadhoo Barefoot Eco Hotel 004Allgemeines

Ohne Allgemeines geht es auch hier nicht, Leute. Also Augen geschärft und mitgelesen. 😉

Die Malediven (Malediven bedeutet übrigens „Inselkette“) sind ein islamischer Inselstaat und EINE von sage und schreibe 1.192 Inseln nannten wir für einen fernen Urlaub die Unsere: Hanimaadhoo auf dem Haa Dhaalu Atoll, eines von insgesamt 26 Atollen.

Eine Insel wird hier übrigens erst als Insel definiert, wenn sie mindestens 3 Kokospalmen ihr Eigen nennt. Alles darunter sind Sandbänke. *klugscheissermodusaus* 😉

Die hiesige Landessprache ist Dhivehi (ein Mix aus Arabisch, Singhalesisch, Hindi und Persisch) und die von rechts nach links gelesene, sehr hübsche Schrift nennt sich Thaana. Die Alphabetisierungsrate liegt laut Wikipedia bei 99% und hätte ich das eher recherchiert, hätte ich rückblickend schon auf der Anreise manch einem freundlicher beim Auffinden seines Flugsitzes behilflich sein wollen… 🙁

Malediven Hanimaadhoo Barefoot Eco Hotel 040Die Malediven sind eine Präsidialrepublik, eines der ärmsten Länder der Welt und der Islam ist die alleinige Staatsreligion. *ungläubigguck*

Landeswährung ist der hübsche Rufiyaa.

Malediven Hanimaadhoo Barefoot Eco Hotel 049Die Bewohner werden Malediver genannt und sind im Gegensatz zu uns Touris ein ganz entspanntes, geduldiges Völkchen.

Als beste Reisemonate gelten November bis April, wobei wir mit dem April das gewünschte Traumwetterchen ohne einen Tropfen Regen bekamen.

Begrüßt wurden wir auf Malé (der Hauptstadt) von einer Luftfeuchtigkeit von ca. 80%. Zum Rückflug hatten wir uns jedoch bereits daran gewöhnt. Die Temperaturen lagen tagsüber um gleissendglühende 33 Grad (nachts kühlte es tatsächlich ein wenig ab, so um die 3 Grad weniger… 😉 ) und 29 Grad im Wasser. 🙂

Resort

Das Barefoot Eco Resort ist wirklich ein kleines Paradies.

Die Hüttchen und Häuser haben alle Meerblick, die Wege zur offenen Rezeption, zum resorteigenen Shop (das Angebot von Kugelschreibern über Postkarten, Modeschmuck, T-Shirts, Kleidern war ok, aber iwo fehlte immer das, was man suchte. Ob Aloe Vera oder After Sun Creme, ob dekorativer Sonnenschutz oder einfach nur eine gerade Naht vom Schneider-Atelier-Team), zur Massage (jepp, die gab es, die wollte ich, die sah ich aber nie von innen mit DEM Sonnenbrand, autsch), zum Diving Center und zur grossen, überdachten Halle mit Bar und Buffet sind kurz und die gesamte Anlage bis hin zum Strand wird tagtäglich von Dutzenden aufmerksamen und fleissigen Saisonarbeitern gehegt und gepflegt.

Das mannigfaltige Buffet liess morgens und abends absolut keine Wünsche offen. Von kalten über heisse Speisen… Vorspeisen, Hauptgänge, Desserts (selbstgemachte Kuchen, Crumbles, Pralinen, Mousse, Eiscremes, muss ich weiterschreiben? 😉 ), alles in mehrfacher Ausführung… von Fisch über Fleisch bis hin zu Vegetarisch… Obst noch und nöcher (oh, wie vermisse ich meine mundgerecht geschnittenen, reifen Papaya!!!)… und alles war wirklich sooo verdammt lecker!!! 🙂

Wir entschieden uns bewusst für Halbpension, um dem Druck der fixen Essenszeiten mittags zu entkommen, und ja, um die Bikini-Figur zu halten. Also mein Mann. 😉

Baerlinerin at Malediven Hanimadhoo Barefoot Eco HotelLeider war die Mittagskarte dann doch mehr als übersichtlich und wartete mit ein paar Sandwiches, wenigen Salaten, French Fries (zwar 9 Dollar, aber in grosser Portion mit 3 Saucen waren die schon ein Knaller!!!), einem nicht gelungen Ceasar Salad und täglich exakt 2 Pasta (dazu musste die Küche angerufen werden und wie bei „Und täglich grüsst das Murmeltier“ hiess es dann doch jeden Tag: pasta with tomato sauce OR pasta with fish 😉 ) auf.

Zimmer und Terrasse wurden täglich vom Roomboy sorgfältig wieder hergerichtet und 2 x am Tag gab es eine grosse Flasche vom Resort selbstaufbereitetes Barefoot Eco Tafelwasser im Wechsel zur leeren Glasflasche.

Verdursten konnte man wirklich nicht und wollte man seinen Gaumen mal mit etwas Anderem verwöhnen, hielt die Bar frisch gespresste Säfte und ein paar wirklich leckere Drinks und Cocktails parat. (ab 4,50 Dollar) – Aber Achtung vor dem in Australien gebrauten Ginger Beer (was KEINES ist, da im Islam kein Alkohol erlaubt ist)… absolute Suchtgefahr! 😉

Malediven Hanimaadhoo Barefoot Eco Hotel 042Bis auf ein paar wenige Idioten zum Fremdschämen (z.B. der Asket, der immer kerzengerade wie mit einem Stock im Arsch auf dem Stuhl fixiert sass und trotz nachbarschaftlicher Nähe an allen vorbeisah, ohne zu grüßen, und, ach ja, dem deutschen Spinner, der doch wahrhaftig am idyllischen Strand seine Boombox mit gruseliger Dancefloor-Eurovision-Song-Contest-Huhu-ich-bin-ein-totaler-Prollo-und-höre-Scheisse austesten musste und später über seine Platzierung bei Tisch diskutieren musste, als ginge es um sein erbärmliches Leben) ging einem keiner der anderen Urlauber auf den Keks. Kinder waren in erstaunlicher Menge und Größe mitgeschleppt worden, gaben frühs, mittags und des Nächtens ungewohnte Schreilaute von sich und doch verlief sich alles im Sand, am Strand.

Wir schliefen nicht ein einziges Mal aus und schafften es dennoch nicht zu den morgendlich kostenfrei angebotenen Yoga-Classes. Zu viel gab es hier zu entdecken. 😉 – Uns gefielen aber auf alle Fälle die kurzweiligen, gemeinsamen Kinoabende in der Gemeinschaftshalle (u.a. Findet Nemo, Before the Flood, Djungle Book), die sich mit spannenden Dokumentations-Abenden abwechselten (Turtles, Dolphins, Umweltschutz). Zweimal die Woche wurde von Bewohnerinnen der Insel eine kleine Kochvorführung zum Zuschauen und Verkosten angeboten und überhaupt ab es viel zu Relaxen und Lachen mit den Frankfurtern und Rostockern und Münchnern und und und…

Die Hotelhalle beherbergte sogar eine kleine Bibliothek mit deutscher, italienischer und englischsprachiger Literatur, eine gute Auswahl an Fachliteratur zum Thema Malediven und Meeresbiologie und einige Gesellschaftsspiele.

In den gepolsterten Loungemöbeln fühlte sich jedoch so mancher Badegast in klitschnasser Unterbux einfach zuuu heimisch… 🙁

Malediven Hanimaadhoo Barefoot Eco Hotel 024Um nicht als ebensolche Couch Potatoe zu enden, gab es jeden Abend ab 18 Uhr ein 1,5stündiges Volleyball-Turnier. Couragierte Resortgäste vereint mit professionellem Resortpersonal unter knallharten Angaben, todesmutigen Ballannahmen und meisterhaften Jubelschreien der Fan-Kurve. 🙂

Der Strandsand auf Hanimaadhoo ist weich wie Mehl, das Wasser tatsächlich noch türkiser als auf Kitsch-Postkarten und wenn wir eines JETZT wissen: Sonnenschutz SPF 50 ist nicht genug am Äquator. 😉

Was ihr also unbedingt mitnehmen müsst:

Neben den Badeschlappen auch feste Badeschuhe, um am Strand und im seichten Wasser über angeschwemmte Korallen, Muscheln etc. laufen zu können. Besorgt euch bitte vor Reiseantritt auch einen luftdurchlässigen Sonnenhut mit schmaler Krempe, denn Kopftücher verhindern keinen Sonnenbrand auf der Stirn und das Angebot im Shop ist… nun ja, nennen wir es „modisch ausbaubar“. Nehmt neben der Sonnencreme definitiv auch einen Eimer Aloe Vera Gel (oder After Sun) mit, denn es gibt vor Ort keinerlei Hilfe bei Sonnenschäden! Das einzig erhältliche Mittel, weil empfohlene Kokosöl für 13 Dollar, war für mich eher eine schlechte Geldanlage. Da ist das Team vor Ort leider mehr als unvorbereitet. 🙁

Das Bezahlen vor Ort (Drinks, Ausflüge, Shop etc.) erfolgt super easy via Unterschrift auf`s Zimmer, als Trinkgeld und für den Kaufrausch im Dorf solltet ihr jedoch unbedingt ein paar Dollar parat halten. 😉

Ach ja, und an die Raucher unter euch:

Zigaretten sind im Resort zwar zu erwerben, aber ihr seid mit 9 Dollar pro Schachtel am Start! Oder aber ihr macht euch auf in`s Dorf und zahlt nur 5 Dollar, allerdings nur auf sehr ausgewählte Marken. Und was ihr ganz sicher NICHT mit auf die Inseln nehmen könnt, sind Feuerzeuge IM Handgepäck. Also diese rechtzeitig im aufgegebenen Reisegepäck verstauen oder aber eines im Shop für 1 Dollar gekauft. Die im Resort angebotenen Streichhölzer sind hier auf Grund der extrem hohen Luftfeuchtigkeit nicht zu empfehlen! 😉

Ausflüge

Das Barefoot Eco Hotel bietet täglich mehrere Touren an, die sich teils dem Wetter, teils der Buchungssituation geschuldet auch verschieben können. Vor Ort befindet sich eine Padi Tauchschule, die gegen Gebühr auch Schnorchel-Ausrüstungen verleiht und hübsch bedruckte T-Shirts offeriert. Wir entschieden uns für:

Kayaks. Die liessen sich problemlos für 2 Stunden kostenfrei ausleihen und standen täglich ausreichend zur Verfügung.

Die gewünschten brandneuen Jet Skis hingegen fielen für uns auf Grund von Wartungsarbeiten regelrecht in`s Wasser. 🙁

Mountain Biking. Wobei es hier nur ein Fahrradfahren ist. Die Inseln liegen alle nur 1 Meter über dem Meersspiegel und die höchste Insel-Erhebung über 2,40m befindet sich nicht HIER auf dieser. 😉 Die gewarteten Fahrräder waren jedenfalls immer auf Abruf bereit, jedoch gab es für uns Frauen strenge Kleidervorschriften: Der Oberkörper musste bis über die Oberarme und das Bein bis unter das Knie bedeckt sein, sonst wurde frau wieder zum Umkleiden auf ihr Zimmer geschickt. 🙁 – Tja, und was gab es zu sehen? Also zunächst einmal uns Mädels mit entblößtem Schritt, denn mit Kleidern auf dem Herrenrad ist das so `ne Sache mit dem Sichtschutz… und dann natürlich das sogenannte „Dorf“. Ungepflasterte Wege, Strände gesäumt von Unrat und Plastikmüll (das Umweltbewusstsein und der Umweltschutz bewegen sich hier leider um 0), eine Pharmacy (OPEN und doch geschlossen, vielleicht auch rückwärts gelesen ein GESCHLOSSEN, wer weiss 😉 ), eine Ambulance (zum Glück nur von aussen kennengelernt), eine Police Station (dito), Schulen (im Rohbau) und mehrere Volleyball-Felder für die hiesige Damen-Mannschaft. Gesportelt und geschwommen wird von den einheimischen Damen ausschliesslich verschleiert. Ach na klar, und unsere geliebten Supermärkte. Mal heiss und stickig, so dass sich die Konservendeckel fast bogen, mal gefrierhauskalt… aber immer mit dem Lebensnotwendigen ausgestattet: Eiskaffee, Zigaretten und Red Bull!!! 😉

Eigene Strandgänge. Mein Mann und ich sind nunmal furchtbar neugierig und setzten unsere badebelatschten Füße auch auf resortangrenzende Sande. Wir beobachteten schöne Sonnenuntergänge, entdeckten seichte Buchten und bestaunten die Gezeiten, die sich täglich verschieben. Hier mal als Beispiel ein Überblick über Sonne, Mond und Gezeiten von Malé, täglich aktualisiert.

Malediven Hanimaadhoo Barefoot Eco Hotel 013Hier mal so ein trauriges Fleckchen Strand oder sollte ich besser sagen, SO war die Realität hinter dem täglich frisch geharkt und gesäuberten Resort-Strand.

(Wikipedia: Metall- und Plastikabfälle der Hauptstadt Malé und einiger nahe gelegener Inseln werden gesammelt und auf der Müllinsel Thilafushi deponiert.)

Alles, aber auch wirklich alles landet hier im Meer…

Barutheela-Bar-Boot. Da auf der Insel auf Grund des Islam keine alkoholischen Drinks angeboten werden dürfen, verbrachten wir einige Abende gemeinsam mit Nachbarn und Freunden auf einem nahe gelegenen, vor Anker liegenden Boot (von uns liebevoll in Black Pearl umgetauft) und beobachteten unter wohligem Einfluss von Cocktails und kleinen Appetizern die wunderschönen Sonnenuntergänge.

Alidhoofaru-Sandbank. Ein wirklich einmaliges Erlebnis war der Besuch der genannten Sandbank. Nach 1stündiger Fahrt mit dem Speed Boat strandeten wir auf einer unbeschreiblich schönen Ansammlung von Sand und Korallen zu einem 2stündigen Aufenthalt, dem wir mit Schnorcheln und Sonnenbaden fröhnten. Aber Bilder sagen mehr als 1.000 Worte:

Dolphin Tour. Einen ganz wundervollen Abschied von der Insel beschieden uns neben den Fliegenden Fischen (die tatsächlich mehr als ein Dutzend Meter über dem Meer steuerten) die Spinner– und Bottlenose-Dolphins, die unsere geführte Bootstour begleiteten. Das Resort führt mit Meeresbiologen ein eigenes Tagebuch zu den gesehenen Delphinen mit Anzahl und Verhalten.

Malediven Hanimaadhoo Barefoot Eco Hotel 036„Unser“ Steg. Ja, dieses schattige Plätzchen mitten im Meer hatten wir vier schon ganz lieb gewonnen. Immer gut für eine gelungene Arschbombe des Tags, wie auch zum Fischebeobachten des Nächtens. Am Tage unserer Abreise glitt unser Blick ein letztes Mal über den Ozean vor Hanimaadhoo und es verabschiedeten sich doch tatsächlich noch in der Ferne über die Wellen pirouettierende Mantas von uns. 🙂

Tierwelt

Noch vor unserem ersten Abendessen begrüßte uns unter`m romantischen Sternenhimmel ein Maledivischer Flughund (Indian Flying Fox, fast so gross und rot wie RoMeo, und mit einer Flügelspannweite von bis zu 130cm!!!), der am Strand überraschend und gemächlich über unsere Köpfe zog. Fasziniert beobachtete ich fortan jede hereinbrechende Nacht ihr Treiben in und über den Baumwipfeln. 🙂

Neben den zuckersüssen Flughunden adoptierten wir auch unsere neuen Mitbewohner, die possierlichen und eigentlich nachtaktiven Asiatischen Hausgeckos. Ihre tags wie nachts plaudernden Schnalzlaute und ihre grossen dunklen Augen waren einfach nur verzückend.

Malediven Hanimaadhoo Barefoot Eco Hotel 031Am Strand neben uns aalten sich ganz friedvolle, hübsch anzusehende Blutsauger-Agamen von ca. 20-30cm Länge in der Sonne (Bild oben), doch noch mehr in`s Herz schlossen wir die Armada von Landeinsiedlerkrebsen verschiedenster Coleur und Grösse. Diese kleinen Hausbesetzer bewohnten ganz unterschiedliche Gehäuse von Meeresschnecken und hatten doch oftmals die allerschönsten Exemplare für sich ergattert. Um ihre weichen Hinterleiber zu schützen, ist so ein Haus aber auch unabdingbar, also macht es wie wir und sammelt bitte, bitte keine Muscheln als Reiseandenken. Für sie sind sie lebensnotwendig!

Neben den verletzlichen Einsiedlerkrebsen bestaunten wir ebenfalls kleine tagaktive und grössere nachtaktive Krabben-Exemplare, die sich fast in Lichtgeschwindigkeit seitwärts fortbewegten und von deren Existenz – wenn sie gerade nicht zu sehen waren – kreisrunde, tiefe Höhlengänge von Finger- bis Mannsarmdicke verkündeten.

Im seichten Wasser beobachteten wir jeden Morgen faulenzende Pfeffer-Muränen, neonfarbene Sea Worms, sowie Seesterne verschiedenster Gattungen.

Ich möchte mal behaupten, wer sich nicht die Unterwasserwelt erschnorchelte, der hat die Malediven nicht gesehen! Ihr MÜSST einfach mit der Birne unter Wasser und die Ruhe, Andersartigkeit unter dem wogenden Blau und seine Farbenpracht entdecken und geniessen. – Von Halfterfischen (schwarz/weiss/gelb gestreift) über unzählige Doktorfischarten (von schwarz über blau/gelb) und Seesterne gab es hier Hunderte verschiedenster Meeresbewohner zu entdecken.

Nehmt euch aber bitte eine Unterwasserkamera mit, die was taugt. Die Einwegkameras von Kodak, die wir in unserer Not für 16,99 Euro daheim ergatterten, kosteten hier im Shop ganze 33 Dollar, das Aufziehen des nächsten Bildes dauerte Ewigkeiten, die Entwicklung daheim belief sich nochmal auf 2 Wochen Ungeduld und die Qualität ist einfach nur… ERBÄRMLICH. 🙁 Vielleicht sind wir auch einfach nur zu blöd. Siehe hier:

Auf unserer geführten Dolphin-Tour begleiteten unser Schiff tollkühne Spinner Dolphins und schüchternere Bottlenose Dolphins (letztere haben eine kürzere Nase und Flipper ist deren prominentester Vertreter) und den krönenden Abschluss boten die Fliegenden Fische, die tatsächlich mehrere Dutzend Meter über den Meereswellen flogen.

Mantas sahen wir leider nur mal als Schatten am Steg und an unserem letzten Tag in weiter Ferne mit wundervollen Abschieds-Pirouetten.

Was uns verborgen blieb, waren die hier lebenden Meeresschildkröten-Arten, wie die Hawksbill Turtle und die Green Turtle. Nichtsdestotrotz wurden sie uns von einem Meeresbiologen an einem Doku-Abend ganz lebhaft vorgestellt.

Auf Quallen wurde nicht explizit hingewiesen, wir fanden jedoch ein lebloses Exemplar am Strand und später auch in der Umkleide eingestaubte Hinweisschilder: „Nicht giftig, aber schmerzhaft.“ – Vielen Dank für den „versteckten“ Hinweis… ^^

Was gab es noch zu sehen? Kakerlaken (zum Glück nur eine ganz scheue auf unserer Terrasse), eine streunende Katze (mit einem herzerweichend antrainierten Hungerton, die hundsgemeinerweise immer wieder von den Angestellten vertrieben und von uns essens- und kuscheltechnisch unterstützt wurde), Ziegen mit ihrem Nachwuchs im Resort-Gehege, grosse Ameisen (also zwei Liebende verirrten sich in UNSERE Suite), Moskitos (die ich nur 1 x summen hörte, unter deren anhaltender Plage jedoch unsere Rezeptionistin angeblich monatelang litt), dicke Bienen, kleine Grashüpfer und einen angeschwemmt-verendeten Kugelfisch.

Malediven Hanimaadhoo Barefoot Eco Hotel 030Den scheuen Indischen Koel (eine Kuckucksart) konnten wir immerzu hören, aber nur einmal in Form eines Pärchens bewundern. Und einen Reiher und Seeschwalben, die wir als Laien nun noch nicht identifizieren konnten.

Freche Glanzkrähen krächzten hin und wieder ab den frühen Morgenstunden bis hinein in die Nacht und stiebitzten auch gern auch mal ein Stückchen Käse vom Frühstücksteller.

Alles in allem hatten wir mehr und bunt Gefiederte erwartet, aber im Nachhinein doch fast alles entdeckt, was die maledivische Fauna zu bieten hatte.

Fazit

Malediven Hanimaadhoo Barefoot Eco Hotel 020Ein rundum gelungener Honeymoon, von dem mein Mann behauptet, 1 Woche sei zu wenig. Ehrlich? Mir wäre nach weiteren Tagen dann doch der Himmel auf den Kopf gefallen. Was uns bleibt? Über 400 zauberhafte Ferienbilder, die wir uns auszugsweise tagtäglich noch mal reinziehen und Körperstellen, die sich bis heute noch immer häuten… 😉

Malediven Hanimaadhoo Barefoot Eco Hotel 046

P.S. Einen gaaanz dicken Kuss nach Hanau an unsere Miturlauber Giuliano und Janine, deren Anwesenheit und Ulk wir sehr genossen!!! NEXT TIME wissen wir`s… 😉

 

Mit oder ohne?

Das ist hier die Frage.

Nein, hier wird immer noch kein Beauty-Blog draus, doch meine ehrliche Meinung gibt`s gratis. 😉

An alle langmähnigen Mädels da draussen: Müsst ihr eure Haare auch immer schon nach 2 Tagen waschen? Mich kotzt dieses Ritual in seiner Häufigkeit echt an. Es ist ja nicht die Shampoo-Wäsche an sich, sondern eher das leidvolle Kämmen, das nervige Föhnen, das unnütze Stylen des eh nie sitzen wollenden „Ponys“. Ach herrje, ich habe ja kein(en) Pony. Egal… 😉 Beuge ich mich dem 2-Tage-Rhythmus dagegen nicht, laufe ich 100%ig am dritten Tag mit einem argen Knacks herum. Ich werkele mir alle paar Minuten an den Haaren, fühle mich unsicher und einfach nur wie ausgekotzt. Dann hasse ich mich selbst und bereue, nicht die 20 Minuten Zeit investiert zu haben, um mich vollends wohl zu fühlen.

Abhilfe musste her. Mein erstes Trockenshampoo vor ca. 2 Jahren war der absolute Griff in`s Klo. Es roch nach toter Oma, durch und durch, und war in seiner „Duft“-Intensität mehr als unerträglich!

Es sollten knapp 2 Jahre in`s Land gehen, bis ich bereit war für ein neues Experiment. Und was soll ich sagen, alles richtig gemacht. Dieses Produkt habe ich nun schon ein Mal nachgekauft und ich kann es euch aus vollstem Herzen weiterempfehlen:

batiste-trockenshampooDas Batiste Trockenshampoo trifft zwar nicht genau den ausgewiesenen Kirsch-Duft, aber es riecht verdammt lecker, wird einfach nur aufgesprüht, ausgekämmt und zack, sehen meine Haare aus wie frisch gewaschen. Sogar mit noch mehr Fülle und Griffigkeit. Zwei Daumen hoch also!!! 🙂

Von BenefitProdukten bin ich ja seit knapp 1 Jahr schwer begeistert und habe bereits berichtet. Nun sind die kleinen Make-up-und-Waxing-Engel da ja sooo gut geschult, dass frau immer, aber wirklich IMMER mit einem neuen Produkt gen Zuhause schwebt.

Leider war der vielversprechende Browvo! Conditioning Primer zuhause nicht mehr so überzeugend, wie am Benefit-Counter, also gibt es für mich – nun ja, mehr für ihn – keine Wiederholung von Zweisamkeit mehr. Er versprach, dank Keratin und Sojaproteinen unsichtbare Augenbrauen sichtbar zu machen, zu glätten und zu pflegen und die Wirkung der nachfolgenden Produkte zu verstärken und zu verlängern. Nun ja, irgendwie nur nicht bei meinen unsichtbaren Augenbrauen.

Ich hatte nur das Gefühl von ganz kurzer Kühle mit dem Auftragen, aber danach wirkte die Haut unter den Brauen wie getackert und die Brauenfarbe danach blieb keinesfalls länger haften als ohne das Produkt. Darum ein Mal: Kein Daumen hoch für dieses Produkt.

Der KaBrow! dagegen ist mein absoluter Liebling! – Der empfohlene Farbton No. 3 ist zwar zu dunkel für mich (wie ich finde) und das Produkt verdammt langlebig (!), aber es wird unbedingt wieder gekauft. Nur eben einen Ton heller. 🙂

benefit-ka-browIch würde das Produkt jetzt nicht als „Gel“ sehen, aber mittels des abgeschrägten Pinsels ist wirklich ein super präzises Auftragen, Formen und Füllen der Brauen im Handumdrehen möglich. Auch mit so einer Leidenschaftslosigkeit wie der meinen, wenn es um`s Schminken geht! 😉

Was ich dagegen NIE wieder brauche, ist der Kupferperlenball.

Ich liess euch ja teilhaben am Einsetzen und den damit verbundenen Schmerzen. Hier also das Ende der Geschichte. Keine 5 Jahre währende Freundschaft. Seit letzter Woche ist DAS DING draussen, auf dass sich mein Mann und ich Monate lang freuten. Vielleicht war der Einsatz so traumatisierend oder aber ich habe Recht und es ist oder vielmehr war einfach nur ein lästiger Fremdkörper. Laut meiner Gynäkologin sass er wirklich perfekt, aber ich war unglücklich. Meine monatlichen Blutungen wurden zur Qual und es verging kein Tag, ach was, keine Stunde, in der ich nicht ein leichtes Ziepen oder einen Druck beim Sitzen, Bücken und Bewegen verspürte.

Statt nur maximal 5 Tagen leichtester Blutung und Slipeinlage blutete ich wie die gesamte Clique aus Texas Chainsaw Massacre. Für fast 10 Tage! Hatte ich meine letzten Regelschmerzen mit 14 Jahren durchlebt, so waren sie just mit diesem Ball wieder in ihrer monströsesten Form präsent und ich nur einen Schritt entfernt zur Morphium-Abhängigkeit. Christiane F. wurde fast zum Idol… 😉 – Zwei Monate tat ich mir das an, dann stand unsere Entscheidung fest: Schei** auf`s investierte Geld, diese Form der Verhütung war nicht für mich geschaffen und mein Mann auch zutiefst einverstanden, meinem Unwohlsein ein Ende zu bereiten.

Das Entfernen ging – NATÜRLICH! – auch nicht schmerzlos vonstatten. Als meine Gynäkologin ansetzen wollte zum Rausziehen schrie ich bereits wieder auf, sie war verunsichert, ich bekam eine Schmerzspritze verpasst, wir warteten 25 Minuten, das Ding wurde mit einem Ruck von ihr und musikalischer Untermalung eines spitzen Schreies von mir mit anschliessendem Wimmern entfernt und nach gut 10 Minuten und einem Magnesium-Drink waren die letzten Unterleibsschmerzen endgültig versiegt. Ich hatte binnen der folgenden Stunden nur eine kurze Blutung, aber ich war frei. Frei wie lange nicht mehr. Kein Ziepen, kein Drücken, kein Gefühl des Nichthaltenkönnens… Ich geniesse einfach jede Sekunde seit dem und fühle mich gesund und munter wie ein Fisch im Wasser. True. 🙂

Euch allen einen erfolgreichen Wochenstart und liebe Grüße von RoMeo, meinem Mann und mir. :-*

Ob ich es…

…wieder machen würde?

Nein!!!

Aber es ist ja erst wenige Wochen her und ich noch… traumatisiert. Wovon??? – Ach sorry, ich klär euch mal auf: Mein Mann und ich entschieden uns für eine recht neue Art der Verhütung und ich liess mir den Kupferperlenball einsetzen. – Bitte? Als nun „ordentliche“ Ehefrau sollte ich mich lieber über einen reichen Kindersegen freuen??? … Hihi. Der war gut. Nein. Nicht mit uns. Da sind wir uns von einig.

Das „Objekt der Begierde“ – in DEM Fall mal nicht MEIN Mann – wurde mir auf Nachfrage nach Alternativen zur Anti-Baby-Pille von meiner Gynäkologin als neue, hormonfreie Verhütungsmethode präsentiert und ich war am Strahlen.

Schluss mit der Pille, die ich schon fast mein ganzes Leben nahm, und deren Gefährlichkeit immer noch unter den Teppich gekehrt wird. Kein OP-Eingriff, wie bei einer Sterilisation. Schutz ohne Risiken. Auf 5 Jahre eingesetzt wirksam. Und obendrein noch in der Summe günstiger, als diese verhasste Pille! – Hey. Ihr kennt mich. Ich als olle Schnäppchenjägerin…

Ja und dann kam der Tag. Der Ball sollte idealerweise am zweiten Tag der Menstruation eingesetzt werden. DEN mit der Ferienplanung der Kinder meiner Frauenärztin in Einklang zu bringen… fast unmöglich. Und so vergingen ein paar Monate, bis MEIN Tag spontan mit den Sprechzeiten passte. Der Ball lag bereits vorbestellt und bezahlt in der Praxis, ich nahm am Abend zuvor noch die bereits erhaltene Tablette zum Entspannen des Muttermundes, als ich mich eines Mittags locker-flockig und „siegessicher“ nach der offiziellen Sprechstunde in die Praxis begab. Ich plante eine halbe/dreiviertel Stunde ein. Nur schnell rein und raus durch die Tür. Auf dem Heimweg noch Lebensmittel einkaufen, fertig.

Wir hatten uns eine Nacht nicht gesehen, ich hatte mich also extra hübsch hergerichtet für mein Männe, die Haare geglättet, ein cooles Outfit aufgetragen… doch was er nach dem ungeplantem Anruf der Schwester in der Praxis in Empfang nahm, war ein Wrack. Barfuss und nur in BH und Slip rannte ich weisswurstbleich, gekrümmt und schmerzverzerrt von Ruheliege zu Toilette und zurück. Ich hatte das Gefühl, zu müssen, aber es kam nichts. Ich wollte mich übergeben, aber ich konnte nicht! Ich fror, ich schwitzte, ich wimmerte. Unterwäsche und Haare klebten mir am Körper. Ich war absolut rastlos, konnte weder sitzen, noch liegen. Weder stehen, noch laufen. Ich wollte nicht sterben, nein, ich sehnte mich einfach nur in mein kuschelig-warmes Bett, mit 1.001 Decke und meiner treu ergebenen Rosa (meine Wärmflasche gegen Migräne) auf dem Bauch, einem Kotz-Eimer neben dem Krankenlager und meinem Mann neben mir, das eiskalt-nasse Händchen haltend…

Wie es dazu kommen konnte? ICH WEISS ES NICHT!!!

Vielleicht bin ich auch nur ein bissl fimschig? – Nee. Ganz sicher NICHT. Lieber gehe ich zum Zahnarzt und lass mir OHNE Betäubung einen Zahn ziehen!!!

Im Vorgespräch kann mal ein „kurzes Ziepen“ gefallen sein, dass ich überhört haben muss. ^^ Wenn ich was will, zieh ich`s durch. Tattoos unter der Haut verewigen schmerzt auch und ich renn da mit ein bissl Zähne zusammen beissen durch. Es traf mich also völlig unvorbereitet und ich muss zugeben, erst im Nachhinein Erfahrungsberichte gegoogelt zu haben, in der Hoffnung, nicht die Einzige in solchem Dilemma gewesen zu sein. Andererseits, hätte ich noch vor dem Eingriff geforscht, hätten mich die Schreckensberichte abgehalten? Nein. Ich hätte wohl eher gedacht: „Pfff, was für Weicheier…“.

Also tut, was ihr nicht lassen könnt, Mädels. Die Vorteile scheinen einzigartig, meine Schmerzen waren leider real. – Ich wand mich auf dem Behandlungsstuhl und schrie, obwohl neben meiner Gynäkologin bereits zwei liebe Schwestern links und rechts meine Hand hielten und zur Entspannung über meinen Bauch streichelten. Erinnert ihr euch noch an die illegale Abtreibung bei „Dirty Dancing„? Sooo kam ich mir vor. Es war nicht nur ein Ziepen (im Nachhinein muss ich schon hysterisch lachen über die Verharmlosung des Marketings), es waren gefühlt Miiiiiiiiiiiinuuuuuuuuuuuuteeeeeeeeeeeen voller Schmerzen, als ob mir ein Staubsauger unerbittlich die Eingeweide herausziehen wollte. Meine Ärztin erkundigte sich besorgt, ob wir den Einsatz abbrechen wollten, doch ich verneinte. Hallo? Der Ball war bezahlt, mein Mann und ich fieberten dem Termin seit Monaten (!) entgegen und ja, ich bin ein Ost-Kind. Vorwärts immer, rückwärts nimmer! Aufgeben war einfach keine Option, obwohl ich`s sooo gern hätte!

Mein Mann holte mich also aus der Praxis heim und versorgte das kleine, unter Krämpfen hin und her wippende und herzzerreissend schluchzende Häufchen Elend mit warmen Woll-Socken an den frostigen Füßen, Decken über Decken, der besagten Rosa, Schmerztabletten, Kräuter-Tee und… Ruhe.

Ich stand knapp zwei Wochen ungewollt nonstop unter Schmerzmitteln und hatte die bösesten Unterleibskrämpfe, die mir je im Leben begegneten. Der Einsatz des Balls war an Tag 4 meiner Blutung und ich musste – was mich an den Rand des Wahnsinns brachte – weitere 10 Tage Blutungen und Slipeinlagen ertragen, weil ich ja keine Tamponaden benutzen durfte. Keine Tamponaden, kein Baden, kein Sex! 14 Tage… ^^

Nach einer Woche stand die Nachkontrolle an. Meine Gynäkologin kürzte die Fäden (wirklich ohne Schmerz) und freute sich ein Loch in den Bauch, sooo schön sitze der Ball. Ich war weniger begeistert, weil die Krämpfe noch immer meinen Alltag bestimmten. 10 Tage, meinte sie. 10 Tage könnten Blutungen und Schmerzen anhalten. Taten sie dann auch, aber ich war nicht ich selbst. Ich konnte mich nicht ohne Schmerzen hinsetzen, hatte nach dem aus der Hocke kommen Sorge, einen Notruf absetzen zu müssen, weil ich mich vor Schmerzen wand (RoMeo war erstmals total verwirrt, küsste mich und versuchte, mir zu helfen) und ich konnte nicht einen Schritt tun, ohne in irgend einer Art und Weise an den Einsatz erinnert zu werden.

Heute geht es mir gut, es scheint überstanden. Aber würde ich es wieder tun? Ich weiss es nicht! – Warten wir einfach die 5 Jahre und das Herausnehmen ab und vielleicht bestehe ich das nächste Mal mi-mi-mi-mädchenmässig auf einer örtlichen Betäubung und gut ist…

Manchmal…

…erschrecken mich die Menschen um mich herum ganz einfach. Menschen, die zweifeln. An sich, am Glück, an der Liebe. Ich möchte sie schwindelig schütteln und gleichsam all` ihre Ängste aus Ihnen heraus.

Nicht, dass ICH wie Pippi Langstrumpf in meiner eigenen kleinen Welt leben würde. Ach iwo! Auch ich hege Zweifel und Selbstzweifel wie meine Selbstgeborenen. Ach huch, sind sie ja auch! 😉

Eine gewisse Vorsicht und Skepsis ist sicher nicht verkehrt, doch zu viel des Grübelns verbaut uns so manchen Weg. Noch nicht bemerkt? Wie oft schrieb ich schon, einfach mal machen. Mein Lieblingsspruch ist und bleibt: „Es ist besser, Genossenes zu bereuen, als zu bereuen, nicht genossen zu haben.“ – Ich meine, WAS kann schon passieren??? ICH für meinen Teil blicke lieber zurück und habe es versucht. Und ihr?

Also wenn, ja WENN ihr einen Menschen gefunden habt, der wie ein Puzzle-Stück zu euch passt… dann, ja DANN ist wirklich ALLES möglich! 🙂 – Zieht SOFORT zusammen oder heiratet und behaltet zwei Wohnungen. Macht Kinder, wenn ihr beide schon immer verrückt danach wart. Oder kauft ein Eigenheim. Wozu warten? WORAUF? Sind wir nach vier Jahrzehnten nicht weise genug, um für die kommenden vier Jahrzehnte verrückt sein zu dürfen? 😉 Wenn es passt, dann passt es. Da können auch 7 leidenschaftliche Jahre in`s Land gehen, ihr setzt die Pläne endlich um und… trennt euch. Weil ihr euch fremd verliebt habt oder auseinander gelebt oder ach was weiss ich. Also WO bitte liegt die Garantie? In der Anzahl gemeinsam verbrachter Jahre??? Pah. Haltet ihr es gern so und stellt euch eure Jahreskalender…!!! ^^

Frisch verliebt? Es fühlt sich gut an? Es fühlt sich richtig an? Dann macht es!!! Nix ist verrückter als ein Zweifler.

ICH habe (für mich) genug Männer gedated und rückblickend hier und da Zeit verschwendet. Wertvolle Zeit für furchtbar sinnfreie Gedanken. Gedanken, warum es hier und da nicht klappte. Zeit, in der ich dem ein oder anderen wirklich voller Gefühle nachhing. Heutiges, einfaches Fazit: Es hat NICHT gepasst und genau darum ist keiner von DENEN heute MEIN Ehemann. Punkt. … Seit ich meinen Mann kenne, sehe ich nur noch nach vorn, nimmer zurück. Er hatte ganz einfach den passenden Schlüssel für mein und ich den Passenden für sein Herz. Was an Dates und Affären davor war, ist mir so was von schnuppe und abgehakt. Ich bin einfach nur glücklich im Hier und Jetzt und DAS ist, was zählt, was mich antreibt. Gemeinsam. In eine Richtung blickend. Mit durchweg positiver Grundeinstellung, gegenseitigem Respekt und Rückhalt und… Humor. Seeehr viiiel Humor!!! 🙂

Vielleicht habt ihr schon meinen kleinen Wedding-Ticker in der Menüleiste unten rechts bemerkt?! 😉 – Tja, DAS Schätzchen führe ich NICHT, um irgend jemandem etwas zu beweisen. Auch wenn das ein paar wenige Gratulanten mit ihren Glückwünschen verbanden. Den Zähler habe ich himmelhochjauchzend eingerichtet, weil schon die Tage bis zu unserer Hochzeit dank des Countdown sooo spannend und voller Vorfreude waren, dass wir beide uns seither wie Bolle darauf freuen, was wohl jeder neue Tag als Mr. & Mrs. Fischer für uns bereit hält. ICH liiiebe es, zu sehen, wie viele Tage und Stunden wir bislang gemeinsam und glücklich verbrachten. Und ich kann euch verraten: Es ist noch sooo viiiel aufregender, jeden neuen Tag zusammen als Mann & Frau zu beschreiten! ICH schätze JEDEN EINZELNEN Tag und bin mir dessen bewusst, mit welchem Geschenk ich gesegnet wurde. Also wenn ihr mich fragt, ich werde es, weiss der Himmel, nicht verka**en! 😉

Als ich nun vor wenigen Tagen mein chaotisch sortiertes Download-Sammelsurium nach einer Glückwunschkarte durchforstete, stiess ich auf diese, ähm, nun ja, Optimistin… 😉

first-date

Mein Grinsen beim Wiederentdecken: UNBEZAHLBAR!!! 🙂 – Warum? Na so ungefähr lief es ja ab, bei UNS. Ich hatte schon ein paar Dates vereinbart und blieb beim ERSTEN Mann hängen! Aber hey, was sollte ich weiter daten? ER war genau DER Mann, der MEIN Herz hüpfen liess. DER, der in gleichem Maße nach mir verrückt ist, wie ICH nach ihm. Wir lesen uns jeden Herzenswunsch von den Augen ab, benennen auffallend oft exakt dasselbe im gleichen Atemzug und lachen wie die Verrückten. 🙂

Also nochmal die Frage: WARUM muss ich erst auf Krankheit und Tiefschläge des Lebens warten, um mir oder anderen zu „beweisen“, dass MEIN Partner die FÜR MICH richtige Wahl ist? Bin ich DANN auf der „sicheren“ Seite??? Ah, Moment. Und WER genau bemisst diese Zeit? Sind 5, 10 oder 15 Jahre genehm??? ^^

Eine Bekannte klagt immer wieder, sie bekäme keinen Mann mehr. Ja, verstehe ich. – Ui, neiiin! Es liegt gewiss nicht an der attraktiven Frau. 😉 Hmhhh. Oder doch? Irgendwie ja schon… In düsteren Momenten klingt für einen selbst sicher nichts überzeugender als der kleine hässliche Zweifler auf der linken Schulter. Aber wieso diese Angst tagtäglich als inneres Mantra immer wieder herunter beten? Neue Wege bringen neues Glück. Raus aus der Joging-Buxe, raus aus dem Haus, raus aus den Gewohnheiten, raus aus der eigenen Komfortzone. Nichts fällt einem in den Schoß! Und wieso zwanghaft weiter zweifeln, wenn doch das Glück um uns herum so verkitscht aufblüht und uns zeigt, dass es zum Greifen nah ist. Nur, weil`s bequem ist? Weil es Aufmerksamkeit bringt? Weil wir unsere Fantasie verloren haben??? 🙁

Eine meiner besten Freundinnen lernte letzten Winter ihren Traummann kennen und sie sind bereits verlobt. Hochzeitsplanung mit allem Pipapo inklusive. Es passte einfach wie Arsch auf Eimer. Also exakt so, wie bei uns kurze Zeit später. 😉 Ich drohte ihnen schon, seinen Bruder, Cousin oder notfalls auch seinen Nachbarn nach Berlin zu entführen. In der Hoffnung, ihr Glück färbte auf mich ab. 😉 Ich bin kein Neider – nur, wenn es um cellulitefreie Beine geht 😉 – und erfreue mich bis heute jeden einzelnen Tag an ihrem ansteckend-liebevollen Glück. Ich bin mir sicher, IHRE Liebe verlieh MIR den Optimismus, der mich stark machte. Und der Glauben an sich selbst und an die Liebe sind es doch, die uns hoffen und leben lassen. Wer nicht mehr hoffen kann, ist doch schon tot, oder?! – Mein Tipp: Verzagt nicht und „mimimi“t nicht allzu oft mit anderen Singles, die euch runter ziehen. Schaut auf befreundete Paare, die glücklich sind. Und verstosst niemals den Glauben an die Liebe!

Hach ja… *seufz* Und wenn es immer wieder um den Faktor Zeit geht… Ich kann es NICHT MEHR HÖREN!!! – KEINER weiss, wie viel uns davon gegönnt ist! Also lasst uns leben. Heute. Hier. Leben und glücklich sein. Geniesst es oder schweigt und lasst es wenigstens die Leutchen um euch herum geniessen!

Am Ende eines Tages, Monats, Jahres oder Lebens heisst es nämlich sicher nur:

und-zeige-denen-die-du-liebst-jeden-moment-dass-du-sie-liebst

Warum nur in aller Welt…

…müssen sich Menschen das Leben einander so schwer machen??? 🙁

Ich habe noch nie verstanden, warum sich einst liebende Partner nach der Trennung weiter so quälen. Meist zwar nur DER Teil, der den Partner ziehen lassen musste, also: Ist das so eine Art Masochismus? Oder sichert das lediglich DIE Aufmerksamkeit, nach der manch ein Mensch so dringend lechzt? Schaut her, ich wurde verletzt. Was hat mir dieser Unhold nur angetan? Was macht er mir mein Leben mit seiner blossen Existenz weiter zur Hölle??? Kikeriki. Kikerikiii.

Hallo?!?! – Ich meine, jeder Klardenker sollte doch spätestens ab Anfang zwanzig wissen, dass die ERSTE Liebe nicht die einzige Herz-(Schmerz-)Beziehung bleiben wird. Die meisten von uns lieben sich durch zwei, drei oder mehr Partnerschaften auf der Suche nach DEM passenden Deckel. Idealerweise nacheinander. 😉

Nur wenige von uns erfahren das Glück, in den Armen ihrer ersten Liebe gemeinsam alt zu werden. Doch auch diesen Glücklichen wird nichts geschenkt. Auch sie lernen Tag für Tag und arbeiten hart für den Erfolg ihrer Partnerschaft. Und wir anderen, wir wachsen an unseren immer wieder neu aufgenommenen Beziehungen und lernen (hoffentlich!), dass WIR nicht der Nabel der Welt, ach was, des Universums sind.

Egoismus, Eifersucht, Lügen und Respektlosigkeit sind tödlich. Der Tod jeder Liebe. Und manchmal, ja, manchmal lebt man sich auch lediglich durch Nichtigkeiten oder fehlende Nähe auseinander und ist zu unreif, dies zu erkennen. EINER von beiden zieht bei einer Trennung zunächst IMMER den Kürzeren, aber: Mal ist man der Baum und mal der Hund. 😉

Wie viele Männer musste ICH schon ziehen lassen, weil ich sie an andere Frauen „verlor“? Wie vielen nahm ich dagegen unbeabsichtigt das Date oder den Mann??? Wie oft haderte ICH mit dem Gedanken, das Glück fände seinen Weg nie wieder zu mir. Und dann küsste es mich plötzlich wieder. Aus dem Nichts. Mal flüchtig, mal intensiv mit Zunge.

Ich bin mir sicher, Selbstreflexion ist der Schlüssel. … Vernunft, Vertrauen und Selbstreflexion. … Vor, während und nach einer Partnerschaft.

Getrennte Wege eröffnen IMMER neue Möglichkeiten. Für BEIDE!!! Man muss nur gewillt sein, auch mal den Blickwinkel zu ändern. Sich mit Freunden oder Familie austauschen und einfach mal ganz kindlich-naiv deren Erfahrungen lauschen und versuchen, ihre Sichtweise einzunehmen.

Keine Frage, mitunter kann es Monate oder aber Jahre dauern, sich auf eine neue Beziehung einzulassen. Wer kennt das nicht? Aber: Es wird WIEDER Schmetterlinge geben. Und Liebe!!! 🙂

– Also warum, um Himmels Willen, sind zurück gelassene Partner so verflucht erpicht darauf, nicht nur dem Ex, sondern letztendlich auch sich selbst den Alltag und das allgemeine Wohlbefinden so zu verhunzen? Wozu gegen etwas ankämpfen, das sich nicht ändern lässt? Wieso etwas behalten wollen, was einem eh nie gehörte? Zwanghaft festhalten um der Gewohnheit Willen? Auch wenn die Beziehung schon klinisch tot war???

Lasst ver-dammt noch-mal lo-ooooooooooos…!!! 🙁

Was mich so traurig und wütend zugleich macht, ist dieser fast schon selbstzerstörerische Egoismus! – Wie unreif und verbohrt, seinem einstigen Lieblingsmenschen kein neues Glück zuzugestehen. Man selbst war doch am Verlust der Liebe und dem Scheitern der Partnerschaft nicht gänzlich unbeteiligt! Und wie erschütternd und dumm, das auch noch über weitere Beteiligte auszutragen? Ist nicht wenigstens zum Wohle kleiner Mini Me ein friedliches Miteinander erstrebenswert? Missgunst und Hass bringen NIEMALS Frieden mit sich selbst.

Und Verlustängste, die habe auch ich, keine Frage. Dennoch glaube ich fest daran:

„Was du liebst, lass frei.“

Menschen verändern sich. Tag für Tag. Sie sind niemandes Eigentum. Und Liebe lässt sich weder einsperren noch erzwingen. Liebe kommt und geht. Sie wird nur intensiver zwischen denen, die sie pflegen. Liebe kennt kein Geschlecht und keine Religionen und sie gibt Kraft. Kraft, anzupacken und Hürden zu meistern. Warum also in der Vergangenheit hängen bleiben und sich noch mehr aufreiben als zuvor, anstatt sich auf neue Abenteuer und Möglichkeiten einzulassen? – Ich denke, man muss diesem flatterigen Ding namens Liebe nur ab und an ein Türchen aufstemmen. Und die Kraft dafür speist sich nicht aus dem Versinken in Selbstmitleid, sondern aus dem festen Glauben an sich selbst. Jeder ist auf seine Weise liebenswert und wird seine Hälfte finden. Wann begreifen die Menschen endlich, dass ein Miteinander schlauer und effektiver ist als ein Gegeneinander?

Ein Blatt sagt mehr als 1000 Worte... ;-)

Haltet die Alte…

…ruhig für durchgeknallt (huch, wird sie ja auch 😉 ), aber es gibt Umstände und Charaktere auf zwei und vier Pfoten im Leben, die sind so einzigartig, dass es für MICH seit einem Vierteljahrhundert nur einen Weg gibt, sie zu manifestieren und für immer zu erinnern. Mit Tinte. Ab unter die Haut.

Und manchmal, ja, manchmal wächst in nur kürzester Zeit eine Intimität und Vertrautheit heran… (ich liiiiiiiiiiiiebe dieses Foto meiner zwei grössten Schätze)

Meine zwei grössten Schätze... …, die man nie zuvor für möglich gehalten hätte. Ach, shoot. Lange Rede, da prangt ER nun. Für immer und ewig. Meine Seelen-Hälfte und mein Partner in crime. M.

M wie… Liebe.

BeautyPlus_20160510142910_saveUnd da der Sommer nun endlich, endlich Hof zu halten scheint, wird ab sofort wieder die leichtere und farbenfrohere Garderobe mit mir die Tage und Nächte erobern dürfen. Yippeahhhhhhhhhhhh. – Nur über die Enge und Länge müssen mein Körper, meine Klamotten und ich noch einmal gründlich diskutieren. Ganz furchtbar hartnäckige 2 kg mehr sind seit März auf den Hüften. Grrr. Als Single war das Gewicht(e)halten irgendwie „leichter“… 😉

Michael Kors Bag & Eugene Riconneaus Slipper & Pinko Overall & Chanel Sunglasses_____ Michael Kors Bag & Eugene Riconneaus Slipper & Pinko Overall & Chanel Sunglasses____ Michael Kors Bag & Eugene Riconneaus Slipper & Pinko Overall & Chanel Sunglasses___

Heute in einem samtweichen, grau-blauen Overall des gerade in aller Frauen Munde so beliebten italienischen Labels Pinko, den ich mit Sicherheit schon 7 Jahre mein Eigen nenne. Aber einer, der eher seltener mit raus darf, weil… aus Seide. – Dennoch ein kleines Chamäleon. Mal sexy, mal sporty. Und statt zarter Riemchen-Sandaletten auch wie hier wunderbar mit dicken Slippern kombinierbar.

Da ich mich jedoch dieses Mal einfach nicht zwischen zwei Paaren entscheiden konnte, musste ein uralter Abzählreim her halten. Nicht besonders ladylike im Wortlaut – ich geb`s ja zu -, aber wer hat DEN nicht schon als Kind benutzt, he?!?!

Ene mene mopel,
wer frisst Popel,
süß und saftig,
für eine Mark und achtzig,
für eine Mark und zehn
und du darfst gehn.

Ja, richtig. Iiiiiiiiiiiihhhhhhhhhhhh. Aber was kann daran verkehrt sein, wir Kinder hatten IMMER unseren Spaß!!! Krrr. 😉

Michael Kors Bag & Eugene Riconneaus Slipper & Pinko Overall & Chanel Sunglasses__

Schlussendlich gewannen die Eugene Riconneaus vor den Glitzer-Blitzer-Slipper von Steffen Schraut.

Michael Kors Bag & Eugene Riconneaus Slipper & Pinko Overall & Chanel Sunglasses_ Michael Kors Bag & Steffen Schraut Slipper & Pinko Overall & Chanel Sunglasses_

Dazu die Denim Patchwork von Michael Kors und fertig ist die Moppel-Kiste eingekleidet. – Bauch? Fällt zum Glück nicht weiter in`s „Gewicht“, bei DEM genialen Schritt, ähm, Schnitt. Thank god!!! *grins*

Michael Kors Bag & Steffen Schraut Slipper & Pinko Overall & Chanel Sunglasses

Noch ein Urlaubskettchen (aus dem 2015er Sizilien-Trip) um den Hals geschlungen und die Sonnenbrille nicht vergessen… und schon wünsch` ich euch allen eine fantastische Woche!!! Lasst`s krachen und geniesst in vollen Zügen die lauen Sommernächte oder eben schon euren Sommer-Urlaub, ihr Herzchen. :-*

Michael Kors Bag & Steffen Schraut Slipper & Eugene Riconneaus Slipper & Pinko Overall & Chanel SunglassesMichael Kors Denim Patchwork Bag * Pinko Overall

Steffen Schraut Slipper * Chanel Sunglasses

Eugene Riconneaus Slipper * unknown bracelet

Nur ein schmaler…

…Grat zwischen frech und verzweifelt.

Egal, wo ich hinlese oder hinhöre: Frauen über 40 fühlen sich in ihrem besten Alter.

Mädels, ehrlich???

 Bin ich die Einzige auf diesem verfi**ten Planeten, die dagegen anschreien möchte???

Es sind nicht nur die Falten. Die ersten unfreiwillig grauen Haare. Die Veränderungen des Körpers. Es ist auch das (irgendwie) mühsamere Kennenlernen von Männern. Erzählt mir bitte nicht, dass ihr als Single-Ladies keine „Midlife-Crisis“ kennt?!?!

Ihr denkt jetzt wieder, die Alte spinnt. Da konter ich doch glatt mit:

A: „Warum hast du Depressionen. Das Leben ist doch schön.“

B: „Warum hast du Asthma? Ist doch genug Luft zum Atmen da“.

😉

Ich habe glücklicherweise weder das eine noch das andere und überdies gerade meinen persönlichen „SEXer im Lotto mit Zusatzzahl“ gefunden!!! <3

Die Liebe ist mein Jungbrunnen. Ich fühle mich wieder! – Lebendig, frecher und jünger, ich KOMME aus dem pubertär-glückseligen Grinsen nicht mehr heraus und könnte den ganzen Tag von Luft (*insidermodusan* Hörste? Luft…!!! 😉 *insidermodusaus*) und LIEBE leben. 🙂

Doch fragt nicht, wie sich die vergangenen Wochen und Monate anfühlten…!!! ^^ – Ein ständiges Auf und Ab. Ein Leben zwischen geschäftig-ablenkendem Tag und trüb-zermürbender Nacht. War kein Flirt- oder Sex-Partner verfügbar oder verabschiedeten sich beste Freundinnen wieder von ihrem Single-Leben, fühlte ich mich wie ein verlorenes Ding. Mit wachsenden Zweifeln und steigender Unzufriedenheit. 🙁

Vor meiner letzten Beziehung, die tatsächlich knapp 10 Jahre hielt, bin ich jeden Mann, der mir gefiel, ganz offensiv angegangen. Habe mich – selbst vor 4 Jahren noch – von den Online-Plattformen in`s reale Leben geflirtet und ab und an auch mal kurz verguckt. Ohne jegliche Berührungsängste. Doch mit der Zeit nagte nicht nur der Zahn Selbiger an mir, sondern schürte auch die Befürchtung, bis an`s Lebensende nur noch an Männer zu geraten, die lediglich Sex und Bestätigung suchen. Nimmt frau gern mit, aber that`s not i-it!!! 😉

Hätte ich meinen (B)Engel jetzt nicht gefunden, ich wär eine ungeniessbare Schrulle geworden, ich schwör`!!! 😉

– Leider kein Einzel-Schicksal. Es gibt da draussen viel zu viel smarte und attraktive Frauen, denen allmählich genau wie mir die Lust am 0815-Dumm-Bums vergeht. Starke Frauen, die sich nach Jahren des vergnüglichen Single-Daseins endlich wieder nach einem festen Partner sehnen. Einem Fels in der Brandung, einer starken Schulter, einem Angekommensein, einem Zuhause, Geborgenheit durch aufrichtige Nähe, wahrem Interesse und vor allem Einem: Loyalität.

Erst vergangene Woche sprach ich (glückshormon-überschiessend) mit zwei Freundinnen (traurig-geknickt) über deren Frustriertheit. Nochmal: Sex können beide jederzeit frei nach Gusto terminieren, Knackpunkt jedoch leibt die LIEBE. Beide sind ebenso attraktiv wie erfolgreich im Job, mit beiden Beinen im Leben stehend.

Aber wo bleibt der Deckel? Nicht nur der, der genau passt, sondern der, der die Hitze hält??? 😉

Und genau da liegt das Problem. Zu viel Arbeit, zu wenig Freizeit und: Mit 40 quatschst du nicht mehr einfach so wildfremde Männer an! Auf Parties und in Clubs, wissen wir in unserem Alter, lernt frau eh nicht DEN Richtigen kennen… Auf Arbeit ist auch nicht immer Mr. Big zu dem Zeitpunkt angestellt, zu dem du deine Handtaschen verdienst… Du wirst nicht jünger in deinen Reizen und die Männer im gleichen Maße sensibler und vorsichtiger, weil schon angeknackst durch die ein oder andere Lebenserfahrung reicher. Also mal ehrlich, hier lauert ein GANZ schmaler Grat zwischen FRECH sein und VERZWEIFELT wirkend, oder?!?! Denn wer will sich schon die Blöße geben, als nicht mehr vermittelbare Jungfer „ohne Haube“ da zu stehen??? 😉 – Und wie oft entsteht aus einem „best friend with benefits“ wirklich ein liebender Partner…??? *augenverdreh* 🙁

Klar habe auch ich meine Witze darüber gemacht, wenn es hiess, ich sei zu anspruchsvoll. Meine Reaktion?

„Ich habe meine Ansprüche bereits reduziert: Ein Penis wäre nett.“ 😉

Und hey, ich hätte es tatsächlich fast dabei belassen. 😉

Dass ich nun mehr bekam, als ich je zu hoffen wagte, muss wohl an ganz besonderen Umständen liegen. Vielleicht sogar ein bissl an mir??? 😉

Getreu dem gestern geposteten pic einer SEHR SEXy Freundin:

„NEVER EVER BEG A MAN FOR THINGS YOU KNOW YOU DESERVE! – THE RIGHT MAN WILL GIVE YOU EVERYTHING YOU DESERVE AND THINGS YOU NEVER KNEW ABOUT! CAN I GET AN AMEN?“ 🙂

Anfang des Jahres hätte ich selbst mit dem Spruch noch gar nicht viel anfangen können. Darum müsst ihr mir heute glauben, wenn ich euch anvertraue, dass es EXAKT so sein kann und sein wird. Auch für euch!

Noch am 12.03.16 postete ich ein Foto (s. Foto unten) von meinem persönlich auserkorenen Orakel am Bikini Berlin mit einem ungläubigen Zwinkern: „…uuuhhhh. When will it happen? When??????? 😉 – Und was soll ich sagen, keine Woche später schlug der verdammte Blitz ein. 🙂

Also, Ladies. Ab zum Bikini. … Scherz! 😉 – Nein. Ich möchte euch heute einfach nur Mut zusprechen! So wie meinen beiden Freundinnen. Bleibt weiter aktiv und zweifelt keine Sekunde an euch. Ganz egal, wie lang die letzte Partnerschaft mittlerweile her ist. Liebe verlernt sich nicht.

Da draussen ist genau DER, der zu euch passt. Euer Pendant und sogar mehr, als ihr euch noch heute – in dieser Sekunde – zu erhoffen wagt. Ganz bestimmt. Verliert bloß nicht die Nerven und auch nicht die Lust. Aber bleibt aktiv und achtet auf euch. Verheizt euch nicht, verschenkt euch nicht, aber zieht euch auch nicht zurück!

Glaubt an die LIEBE. Und die ist es erst, wenn es ein Geben und Nehmen in gegenseitigem Respekt ist. Plus bekifften Schmetterlingen und fast schon schmerzender, fürsorglicher Zuneigung.

Trauert keiner beendeten Partnerschaft nach, es gab ja Gründe für das ENDE! Löst euch aus faulen Kompromissen und öffnet damit der NEUEN Liebe Tür und Tor.

Das ist alles, worum ich euch bitte. 🙂

Und jetzt Augen auf, Herz geöffnet und toi, toi, toi.

Orakel am Bikini Berlin 12.03.2016

Schon mal einen Menschen…

…getroffen:

* dessen Kopf den gleichen phantasievollen Innenarchitekten hat wie der Deine,

* der darüber hinaus noch (d)ein- und dasselbe vertraut-gelebte Sternzeichen trägt,

* der, verdammt nochmal, die gleichen Charakter-Eigenschaften aufweist, wie du,

* der dich sexuell in gleichem Maße anzieht, wie du ihn,

* der – ich zitiere da gern Carrie Bradshaw – immer über den Rand hinaus malt,

* dem dein Wohl ebenso wichtig ist wie das Seine,

* der dich dennoch sicher zu führen weiss und kraftvoll anpackt,

* der unfassbarerweise auch noch genau so schnell redet, wie du,

* der exakt ausspricht, was du denkst, und umgekehrt,

* der den gleichen derben Humor sein Eigen nennt,

* der, ich begreife es noch immer nicht, sogar dieselbe alte schwarze Mucke hört,

* mit dem du Doppeldeutigkeiten ohne auch nur eine einzige Erklärung non stop hin- und her-ping-pongen kannst,

* der Frozzeleien 1:1 versteht und ohne Rücksicht auf Verluste dreist kontert,

* der, kurzum, mindestens genauso viel Pisse in der Birne hat, wie du,

* der deinen vierpfötigen Begleiter vom Fleck weg mit adoptiert,

* der EIN SPIEGEL DEINER SELBST ist,

…und dann doch so anders?

Ich habe mit Vielem gerechnet, aber nicht mit ihm.

Ein völlig Fremder, dem es ohne Plan gelang, binnen Stunden Heimat, Zuhause und Geborgenheit zu werden. Ein Sonnenschein und Seelen-Zwilling. Ein Mensch, dem du im Hier und Jetzt umgehend und sorgenbefreit dein Leben anvertrauen würdest.

Klingt unheimlich, ist aber so.

Vertrauen, Ruhe, Entspannung, Ausgeglichenheit und Zufriedenheit muss ich nach Jahren des Umherirrens wieder neu erlernen, aber:

Ich nehme meinen Ranzen – *insidermodusan* „Meinen RANZEN!!! Hörste???“  😉 *insidermodusaus* – und freue mich auf jeden einzelnen, verFICKten Schultag!!! 😉

Mit ADHS-Schmetterlingen im Bauch, Feuer im Herzen, einer ganzen Waldameisen-Kolonie unterhalb des Bauchnabels und wohliger Putenpelle auf der Haut.

Ich werde ganz bestimmt keine Einser-Schülerin sein, aber hey, wer mag schon Streber?!?! 😉

– Da ist sie also, die olle Schnalle. Lang nicht gesehen und gehört. Pünktlich zum Frühlingsanfang und überpünktlich zu meinem Geburtstag. Na wurde ja auch Zeit! 😉

Willkommen zurück, meine Schöne, meine Vertraute, meine Verrückte, meine Verruchte, genannt…

…LIEBE.

Und, weil heute ein ganz besonderer Eintrag zu einem ganz besonderen Menschen auch ein ganz besonderes Datum birgt:

„Happy Birthday, Marcell, und 1.000 Dank, dass es DICH gibt. Exakt so, wie du bist! Und mit allem und jedem, der zu dir gehört. Ich freue mich wie Bolle auf das, was kommt. Rucksack gepackt? Mamba an Bord? Auf eine spannende, gemeinsame Reise. In Liebe, Elli. :-* „

Sie berühren mein Herz…

…in einer Sprache, die keiner Worte bedarf.

* * *

Ist es nicht unheimlich, wie verbunden wir uns Fremden gegenüber fühlen, allein durch die Kraft eines ihrer Bilder? Allein durch den Klang ihrer Musik? Allein durch eine unschuldige Berührung?

Auf Instagram und um mich herum bestaune ich tagtäglich Fotografien und Streetart, die mich zutiefst ergreifen und deren Künstler ich unheimlich gern kennenlernte. Ich lausche aneinander gereihten Noten, die mich fern des Hier und Jetzt bringen und deren Komponisten ich von Herzen dankbar sein muss. Und ich trage Designs in Form von Mode, die mich vor Freude heulen lassen. 😉 – Mir angenehme Parfums ziehen mich magisch an, obwohl ich den Träger überhaupt nicht kenne! Wahrscheinlich mag ich den Mensch dahinter sogar nicht einmal, aber allein dieser Wohlgeruch bringt mich schier um den Verstand. … Und dann, dann gibt es vereinzelt auch DEN Moment, in dem mich eine unerwartete Berührung daran erinnert, wie schön Vertrautheit doch sein kann!

So wie vor Kurzem.

Eine Berührung zweier Hände. Gänzlich unschuldig. Aber – (falls) a-u-s-g-e-s-p-r-o-c-h-e-n  – vielleicht doch nicht sooo naiv, wie man(n und frau) selbst glauben mag. Eine Hand, die meinen Körper beben lassen kann, ohne sie bewusst eingesetzt zu haben. Warm und vertrautZart und gleichsam doch auf eine unbeschreibliche Art fordernd. Länger festgehalten als… gewöhnlich. Ein kurzes Gefühl von Heimat und Geborgenheit. Aber… von einem Mann, der einfach nicht für mich bestimmt ist. Einem Mann, den ich nachts nie mit nach Hause nähme. Und doch von einem, der mir zeigt, dass er mich mag. Mit dem ich dreckig lachen und locker und frivol über Männergeschichten reden kann. Einem Mann, dessen Hand einfach und plötzlich nur gut tat (und noch ein wenig in Kopf und Herz verweilen wird.)

Sogleich seufzt mein Herz geschauspielert weinerlich: Wie schön wäre auch wieder so eine Vertrautheit gepaart mit Liebe?! … Und ich erinnere es an all` die Kompromisse. Den Schmerz, den eine Trennung auf beiden Seiten hinterlässt. Und den Verlust der Leichtigkeit. Und dann wissen wir beide, dass wir noch gar nicht bereit sind und lachen!

Wer das eine will, muss das andere mögen. Oder?!

Aber ich, ich liebe mein Leben. Das HIER. Das JETZT. Ohne Zugeständnisse. Ohne Enttäuschungen. Denn da draussen wartet einfach noch so viel mehr, was MICH und MEIN HERZ zu berühren vermag… 🙂

Schön, wenn man Menschen findet...

Das perfekte…

…Chaos, so umschrieb es eine junge Dame im Spot einer großen Berliner Tageszeitung, den meine Freundin kürzlich auf Facebook postete.

Und sie meinte Mein Berlin! 🙂

Ich liebe Paris und ich liebe Miami, aber Berlin wird immer mein zweites ICH sein. Meine Geburtsstadt, meine Heimat, mein Charakter.

Mit mir leben 3,4 Mio. Einwohner in einem Stadtstaat, dessen innerstädtischer Park „Tiergarten“ allein die Fläche Monacos abdecken könnte. Berlin ist einfach groß-artig. Und laut, unruhig und frech, aber immer liebenswert.

Und sollte es da nicht möglich sein, in diesem Chaos, dieser Weltstadt, DIESEM europäischen „Verkehrs“-Knotenpunkt, auf EINEN aus 1,6 Mio. Männern zu treffen, der nicht bei jedem Amoureuse nach fremden Mösen riecht, der zur Erleichterung mal einen genormten Schwanz auspackt und der sich nicht nur alle paar Wochen meldet, um sich in Erinnerung zu bringen!? Also einen, der durchaus in der Lage ist, sich für ein paar Monate oder Jahre wochenendlich mal auf mich zu konzentrieren. Alles Weitere werden wir dann schon sehen…

Nochmal: Eine Riesen-Stadt. Und ja, ich suche vielleicht meinen Mr. Big, aber nein, NICHT Tag für Tag Mr. Right oder irgend einen langweiligen Märchen-Prinzen. Ich hätte auch gar keine Zeit dazu und noch lange nicht die notwendige Verzweiflung. Auch beklage ich mich nicht lauthals, dass ich Single bin. Hat ja alles auch seine Vorteile. Doch das Verliebtsein, dieses unbeschreiblich schöne Auflächeln, wenn ich MEINEN Mann um die Ecke kommen sehe oder diese kleinen Überraschungen, wie sie sich nur Verliebte schenken können, DIE vermisse ich schon von Zeit zu Zeit.

Es ist dieses vierte Leben, dass ich führe. Erstmals eben ohne festen Partner. Ein bissl schmerzlicher jetzt um die Weihnachtszeit. Überall funkeln mir geschmückte Fenster und Türen entgegen, nur ich habe keinerlei Weihnachtsdeko. Bewusst. Alles blieb bei den Ex-Partnern und damit wohl auch die Sehnsucht, meine Wohnung auf ein Fest vorzubereiten, dass ein Fest der Familie ist. Bestenfalls der eigenen kleinen, bestehend aus Partner und Fellnase.

Und im TV flimmerte eine Sendung über acht wissenschaftlich gematchte Paare, die sich erstmals bei ihrer eigenen „Hochzeit auf den ersten Blick“ begegneten. Ich weiss nicht einmal, wann genau sie ausgestrahlt wird, weil ich nur durch`s Umschalten drauf kam. Doch dann schlage ich am Sonntag ein aktuelles Frauen-Magazin auf, um wieder von genau so einem Experiment berichtet zu bekommen. Susanne Wendel und Frank-Thomas Heidrich kannten sich bereits drei Jahre als beste Freunde OHNE Sex und OHNE Verliebtsein, als sie beschlossen, sich zu verloben. Wozu? Weil sie sich beide nach einem verständnisvollen Partner und Nachwuchs sehnten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger! – Was sie danach erlebten? Jeden Tag Sex, jeden Tag bewusste körperliche Nähe und irgendwann im Alltag bemerkten beide, aus Freundschaft wurde Liebe. Sohn Amadeus krönt nun ihr Glück. 🙂

Spannend und überraschend zugleich, oder?!

Einer meiner Bekannten meint, alles Quatsch. Aber ich sitze einfach nur gebannt vor dem TV und möchte wissen, wie diese acht Geschichten weiter verlaufen. Keine gemeinsame Vergangenheit, keine gemeinsamen Freunde, KEINE Liebe… und doch plötzlich verheiratet mit einem perfect match. – DNA-Tests, Psychotherapeuten, Beziehungsexperten. Aus 68 mutigen (oder verzweifelten) Singles blieben 16 im Rennen. Im Zeitraffer Ja-Wort, Hochzeitsreise, Zusammenzug, 6 Wochen miteinander (er)leben und sich entscheiden, den Weg der Ehe weiter zu gehen, für Gefühle zu kämpfen, gemeinsam zu wachsen oder voneinander zu scheiden.

Nach beiden Experimenten frage ich mich: Kann DAS nicht auch ein Weg sein? Ein Weg, den bereits unsere Ur-Grossväter und deren Vorfahren beschritten, um ein Weib für Leib und Seele in`s Haus zu holen und den Fortbestand der Familie und des Besitzes zu erhalten oder zu vergrößern?

Hört sich – ja, ich merke es selbst – zunächst barbarisch und roh an, aber ist dies nicht um Ecken ehrlicher als diese vermädchente Rosa-Tüll-Wolke-mit-Prince-Charming-auf-weissem-Ross-bla-bla-kotz-Story?

Nach Jahrhunderte überdauernden Vernunft-Ehen… nach auch nicht immer glücklich endenden Liebesheiraten des 19. und 20. Jahrhunderts (auf 26 geschlossene Ehen in Berlin-Brandenburg kamen 2013 laut dem Amt für Statistik Berlin-Brandenburg 10 Scheidungen)… und nach wwweltumfassenden Online Datings vielleicht nur eine nächste Stufe, aus der Vergangenheit zu lernen und noch gezielter gemeinsames Glück zu finden?

Ich lass mich gern überraschen vom Ergebnis solcher Experimente.

– Neues Spiel, neues Glück. Oder wie war das? 😉

Herz-Koenig

P.S. Ach, was erzähl` ich. Auf der Firmen-Weihnachtsfeier fand ich ihn doch bereits, meinen Herz-König. Wenn auch nur als Spiel-Karte… :-p