Alles auf Anfang…

…ist härter als jeder Schwanz! 😉

Ein Neustart kann ungeahnte Kräfte frei setzen und den Geschmack von Freiheit und Abenteuerlust entfalten, gleichzeitig aber auch Ängste schüren, ob die neue Herausforderung nicht doch einen Tacken zu viel sein wird. – Bei Beziehungen, bei neuen Aufgaben im Job…

…oder eben, mit einer neuen, vierpfötigen Begleitung. – So gut mir RoMeo nach dem Tod meiner Miss Liebreiz auch tut, so fordernd und kräftezehrend ist die Aufgabe, als EIN Team zusammen zu wachsen. Ich, nein, WIR starten bei null!

Wir trafen uns an einer Weg-Gabelung. Kennen uns nicht von Geburt an. Und ja, obwohl ich weiss, dass jedes Lebewesen auf diesem Planeten ein Individuum ist und ich NICHT vergleichen darf, tue ich ES doch unweigerlich. Und schäme mich. RoMeo gegenüber. DAS ist wohl der zu zahlende Preis für`s Nichtalleinsein. Für den Neustart.

Manche mögen das Vergleichen nicht verstehen, andere dagegen umso mehr. Für diese Freunde und ihre Erfahrungsberichte bin ich wahnsinnig dankbar. Und ja, ich mache weiter. Mit dem Leben und dem Zusammenwachsen. <3

Warum ich all das schreibe?

Mit jedem Atemzug wird das Leben und die eigene Sichtweise auf Menschen und den Sinn des Lebens neu geschrieben.

Jeder kennt es: Von einer auf die andere Sekunde kann dir das Glück ganz gehässig ein Bein stellen und mit einer hässlichen Fratze auf dich herab grinsen. Und doch wirst du es wieder mit offenen Armen empfangen, wenn es dich zuckersüß und kindgleich anlächelt. Du hoffst tatsächlich, alles wird ab sofort besser. Und doch weisst du aus Erfahrung, der nächste Sturz bahnt sich schon an!

Je länger ich also über den Sinn des Lebens und den Tod sinniere, desto öfter betrachtest du gestellte Fragen NEU. Und kam zu dem (vorläufigen) Schluss:

Nicht DIE, die aufgeben, sind feige, sondern DIE, die festhalten.

Klingt dumm? Absurd? Unlogisch? Beängstigend?

Nein. Macht euch bitte keine Sorgen um mich. Von Zeit zu Zeit plagen auch mich eben trübe Gedanken und wirre Theorien zum bestmöglichen Leben des Lebens. Heute also denke ich, wer sich vom Leben verabschiedet und DIESE Entscheidung trifft, DER ist der wahrlich Stärkere! … Morgen kann`s schon wieder anders in mir ticken.

In unserer Straße hat sich vor wenigen Tagen ein junger Mann das Leben genommen. Und ich dachte nur, WIE konnte er… – Nichts kann SO aussichtslos sein, dass das Leben nicht doch irgendwie weiter geht. Oder?

Dann wiederum erinnere ICH mich an die schlimmste Stunde MEINES Lebens. Die, die mein Herz brach. Und die, die mich nie wieder die alte sein lässt. Der Tod meiner Miss Liebreiz! Er traf mich wie ein Henkers-Beil. Aber eines, das den Körper von Kopf bis Fuß spaltet. Unendlicher Schmerz. Selbstmordgedanken. Heilung? Unmöglich! ;-(

…ja, auch ich lache wieder und denke – mit dem ganz eigenen Kribbeln von Lebensfreude – an noch sommerlichen Tagen, was für ein traumhaftes Wetter, was für wundervolle Luft. Oder nach klasse Ordern, was für ein geiler Erfolg! – Doch TIEF in mir brennt der Schmerz. Nicht ein einziger Tag und eine einzige Stunde vergehen, in denen ich nicht an meine Baia denke. Und heute um die Mittagszeit vor genau 6 Wochen und mit nur drei Jahren blieb ihr Herz einfach stehen. Und die Hälfte meines nahm sie mit:

http://baerlinerin.com/r-i-p-meine-allerliebste-miss-liebreiz/

SIE darf es behalten. Für immer und ewig. Mein Liebstes, mein Goldstück, mein Seelenhund. <3

Die Frage bleibt: Wäre ICH nicht stärker gewesen, ihr, meinem Liebsten im Leben, zu folgen? Statt dessen hatte ich Angst. War zu feige. Aber was versprach ich mir vom Leben OHNE sie? Ich wusste doch, dass es nie wieder wie früher sein würde. Warum quälen? Angst, was zu verpassen? Aber was???

Ja, da KANN noch jede Menge Freude kommen. ABER in meinem Leben gab es nichts – weder in der Kindheit, noch in der Schulzeit, nicht mal die erste Liebe – die ich mir so sehr zurück wünschte, wie meinen ersten Hund. Meine Baia. Wenn ich einen Wunsch frei hätte…

Ist es nicht wie mit Freundschafts-„Leichen“? Man hat schon Monate oder Jahre kein Wort mehr gewechselt, tut sich vielleicht nicht mal mehr gut, wenn man`s täte, und doch wagt man es nicht, die Telefonnummer oder E-Mail-Adresse zu löschen. Sie verwesen in deinem Leben und überschatten mit ihrem Gestank von Zeit zu Zeit eben jenes, weil man sich nicht mehr geschätzt oder gebraucht fühlt. Man hadert. Aber WARUM? Könnte sie ja noch mal aufwärmen oder gebrauchen, die ehemalige Freundschaft. Zu einem späteren Zeitpunkt. Aber WANN? Also wozu hängt man Hoffnungen hinterher, die jeder Grundlage entbehren? Weil man feige ist! Zu feige, Entscheidungen zu treffen. Zu feige, loszulassen, was dich lähmt.

Es gibt für alles eine Zeit. Vorbei ist vorbei.

Dann lieber STARK sein und einen Schlussstrich ziehen, oder? Ist DAS nicht die wahre Stärke?

Bin ich nicht die Schwache???

*** Dieses Foto entstand, wie so viele meiner Artikel-Bilder, in Berlin Friedrichshain. Ich hab`s heute mal unterschrieben mit: „Ich denke, alles im Leben hat seinen Preis. Nicht nur die Einsamkeit, sondern auch die Geselligkeit.“ ***

 

 

Ein neuer WG-Partner…

…zog ein.

Und wenn ihr mit der Maus über die Bilder fahrt, erzählt ER alles aus seiner Perspektive.
 

Für die wenigen Zweifler, die nachweislich NICHT mein Leben leben und sich somit gar nicht in MEINE Situation hinein versetzen können:

Eine zweite Miss Liebreiz wurde nicht gesucht!

– Sie kann und wird es nie geben.

– Und ja, auch ich hätte noch vor Wochen Stein und Bein geschworen, Miss Liebreiz würde mein einziger Hundepartner in diesem Leben bleiben!!!

– Im Mai erst habe ich zwei Tage um eine Hündin aus dem Bekanntenkreis geweint, die nur 3,5 Jahre wurde und dachte, Baia und ich hätten noch so viel Zeit. Als deren Besitzerin knapp zwei Wochen später aus einem anderen Land postete, das Leben ist schön, war ich nicht sicher, ob sie das ernst meinte. Aber kein Fremder kann das je beurteilen! Ich kann HEUTE noch nicht behaupten, das Leben ist schön. Doch ich muss (leider) zugeben, der Schmerz weicht jeden Tag ein bissl mehr. Sicher auch ein guter Schutz, um zu überleben.

An alle Nachbarn, engen Kollegen, Freunde, meine Familie und meinen einen Lieblingsmenschen:

– IHR seid die Allerbesten! :-* … Ihr alle kanntet Miss Liebreiz und habt mit mir geweint. Fast alle habt ihr schon ein oder mehrere Hunde und Katzen gehen lassen müssen und gerade deshalb wart ihr diejenigen, die mich verwaistes „Elternteil“ mit ausgefüllten Nachmittagsrunden, Waldspaziergängen mit Fellnasen und vorsichtigen Tipps, mal auf Hundesuche zu gehen, am Leben hielten. Baias Spiel- und Übernachtungskumpel Diego am Nachmittag ihres Todes zu herzen, zu kuscheln, zu fühlen – wo sonst Baia immer neben mir war – war so ein beruhigendes Gefühl. Sie war da. Immer noch. Ihr alle hattet nie auch nur einen Zweifel an meinem Denken und Handeln. Konntet alles nachempfinden. – Danke, Danke, Danke!!! <3

An alle Hunde-Freunde aus den Pinscher-Foren:

Auch euch 1.000 Dank für eure Beileids-Bekundungen. Selbst wenn, wie ihr schriebt, Worte nichts ändern können, so bewirken sie dennoch eine Milderung des tiefen Leids in den ersten Stunden und Tagen danach. Man fühlt sich nicht mehr allein und aus der Ferne ganz fest umarmt. Und es ist der schönste Beweis, dass unser aller Miss Liebreiz nicht vergessen ist. Selbst wenn ihr sie nicht alle persönlich kanntet, ging euch doch ihr viel zu früher Tod sehr nahe. So nahe, dass mir einige schrieben, sie hätten nach Lesen der Unglücksnachricht erst noch einmal kräftig mit ihren Fellnasen geknuddelt, würden jetzt wieder mehr Zeit mit ihnen einplanen und hätten mit ihren Partnern und Freunden ausführlich über den Tod, der uns alle einmal holen wird, gesprochen. Ergibt Baias Tod einen Sinn? Nein! Sinn macht so ein früher Tod NIE! Aber das ihr an die kleine Zaubermaus, meine Trauer über sie und an eure euch begleitenden Süßen nochmal intensiv denkt, tut so unheimlich gut zu wissen! Ich habe genau eine Woche nichts gegessen, die Hülle nur mit Wasser und O-Saft am Laufen gehalten. Kein Bissen ging runter. Alles, was ich noch mit Baia kaufte, aus dem Kühlschrank in den Müll. Jeder verarbeitet so ein Erlebnis sicher anders. Vier Kilo gingen runter, bis mir schwindlig wurde und ich mich schwächer und schwächer fühlte. Dank eurer Unterstützung und euren Ratschlägen, mich doch einmal in Tierheimen umzuschauen, wurden zwei suchende Seelen zusammengeführt. Mein gebrochenes Herz entschied und ich nahm die Herausforderung und neue Aufgabe an, die mich Baia noch immer bei mir fühlen lässt und gleichzeitig den Schmerz zu lindern weiss.

Jetzt aber zum Thema WG zurück… 😉

Ein femininer Wirbelwind wäre sicher wieder schön gewesen, doch wenn frau einem Seelchen aus dem Heim ein neues Zuhause und Leben bieten kann…

        

Und ganz so verkehrt ist Freiherr von Schokoladenblick oder unser Kleiner König August dann doch nicht, denn er unterscheidet sich in so vielem von meiner Zaubermaus… und trägt dann doch wieder die Hälfte von ihr in sich, die mir Tag für Tag über den großen Verlust hinweg hilft.

Noch vor dem Tierheim-Tor versicherte ich meiner Nachbarin und Chico (Baias Spiel-Kumpel im Kiez), ich würde ihn und ein paar andere nur anschauen wollen.  N I C H T  mitnehmen!

Rüde? – Im Leben nicht.

Stehohren? – Och, nö. Und dann auch noch so gelochte.

Kupierte Rute? – Iihhh, ich liebe zu sehr diese winkenden Schwänz`chen, als würde der Pinsch vor Freude gleich abheben.

EU-Pass vorhanden, aber ohne Papiere? – Ehrlich? Herkunft unbekannt? Eltern unbekannt? Krankengeschichte? Ich weiss nicht, ich weiss nicht.

…und dann stand ER im Torbogen.

Binnen 2 Stunden zog er ohne jedwedes Zubehör bei mir ein, lernte noch am selben Abend alle Nachbarshunde und Kumpels von Miss Liebreiz kennen und bezirzte genau wie sie einfach alle. Auch Familie, Freunde und deren Pinschis wurden im Nu um die Pfote gewickelt.

Binnen 12 Stunden hatte er seinen neuen Namen und ich einen Tag später auch Gewissheit von unserem Tierarzt im Kiez, dass er ein kerngesunder, muskulöser kleiner Kerl mit allen wichtigen Impfungen und dem angegebenen Chip ist. Ich glaube ja nicht mehr an Schicksal, aber manche Begebenheiten verlangen einem schon ein kurzes Schlucken ab. So steht doch tatsächlich MEIN Geburtsdatum in SEINEM Pass. Der Tag des Chippens… und kastriert wurde er auch. Wie meine Baia.

Dass er erst 2 statt der angegebenen 3 Jahre jung sein muss, war nicht nur dem Arzt sofort klar. Ein austestendes Rüpelchen mit seinen 5 Minuten. Aber DAS in kräftig! 😉

…und doch zugleich auch ein Herzensbrecher vor`m Herrn. Geküsst wird, was ihm vor die Schnute kommt. Ohne Rücksicht auf Verluste!

Meine beiden engsten Nachbarinnen – jetzt seine Patentanten – und auch Freundinnen suchten mit mir fieberhaft nach einem passenden, neuen Namen. Es standen bis Mitternacht gewiss 50 auf der Liste, aber Ares, Aaron, Curry, Toffee, Oskar, Pax oder Picco fühlten sich – wie all die anderen – nicht so richtig rund für ihn an. Doch als ich morgens erwachte, war`s klar. Der erste Einfall nach der Heimfahrt war der Beste.

Ach ja, sein Name: RoMeo. Gerufen Meo. 🙂

Was er mitbrachte? – Keinerlei Zubehör. Dafür aber Stubenreinheit, einen Blick zum Schokolade schmelzen und 1A-Küsser-Qualitäten…

…insgesamt nicht schlecht für eine Single-Lady wie mich, aber leider nur bedingt ausreichend für ein geordnetes WG-Leben. 😉

Nur was so ein Zwergpinscher ist: Sie lernen unheimlich schnell und so waren „Komm“ noch in den ersten Stunden, „Sitz“ in 1,5 Tagen und „Bleib“ und „Bett“ in drei weiteren Tagen drin. 🙂

Ich bin unheimlich stolz auf den kleinen Kerl. Er musste alles im Schnelldurchlauf mitnehmen und macht noch immer einen fantastischen Job!

Allein sein haben wir auch schon in immer größer werdenden Etappen geübt und sind noch natürlich immer dabei. Nur hartnäckig ist der kleine Mann. Aber wie! – Ein „Nein“ ist doch nicht etwa ein ernst gemeintes „Nein!“?!?!?! Hund kann`s ja nochmal versuchen. Und nochmal. Und nochmal. Und nochmal. Und nochmal… 😉

Auch er bekam wieder eine Namens-Marke mit Rufnummer von mir. Obwohl ich ja bereits bei Miss Liebreiz Zweifel hegte, ob sie je einer abgeben würde. 😉 Diesmal nur kein grünes Kleeblatt, sondern ein Yin & Yang. Einfach, weil er beides für mein Leben ist. Dunkelheit, Trauer und Leid brachten ihn zu mir. Sonne, Hoffnung und Freude konnte er geben. Er ist feminin verkuschelt und doch maskulin von der Statur. Er ist ein ausgewiesener Prinz Charming, aber lässt sich dennoch nichts gefallen. Ein bissl Baia. Und dann doch ganz viel RoMeo. 🙂

Das schwarze Geschirr ist erstmal ein ganz Einfaches von Trixie, aber wer weiß… Auch Miss Liebreiz änderte noch einmal ihre Statur vom zweiten in`s dritte Lebensjahr. Und er ist immerhin ein stattlicher Rüde. Vielleicht habe ich ja nächstes Jahr schon einen deutschen Pinscher! 😉

  

  

Aber das Schönste: Weil RoMeo sogar ihrem allerallerallerliebsten Lieblings-Kumpel Diego gefällt bin ich mir ganz sicher, er hätte auch unserer Miss Liebreiz ganz arg gefallen. Und das lässt mich wieder lächeln.

P.S. Hier noch ein Nachtrag, der mir seit Baias Tod wie ein verdorbenes Essen im Magen grummelt: Miss Liebreiz erblickte an einem Sonntag das Licht der Welt und wurde an einem Sonntag aus eben jenem herausgerissen. Als Laie, der weder mit dem einen noch mit dem anderen bislang in Berührung kam, schwirrten mir zum Zeitpunkt ihres Todes nur Hitzschlag und Herzinfarkt durch den Kopf. Meine Familie und engste Freunde beschlossen mit mir – die kaum anwesend war -, unseren Sonnenschein noch am Sonntag gemeinsam zur Ruhe zu betten, denn eine Untersuchung hätte sie auch nicht wieder in unsere Mitte geholt. Doch von den Touristen an der O2 herbei gerufene Polizei, ein Krankenwagen, nahe stehende Hunde-Freunde und auch mein konsultierter Tierarzt schlussfolgerten aus meiner Beschreibung zum plötzlichen Umkippen und sofortigen Herzstillstand ohne jedwede vorige Zeichen, dass ihr Herz aus irgend einem Grund zu schwach war. Es war weder zu heiss an diesem grauenvollen Sonntag, noch war sie länger als nötig in der Mittagssonne unterwegs. Nach 3 Jahren kennt jeder Hundefreund seinen Liebling, in- und auswendig!!! … Und noch ein paar Sätze zu den Papieren. Heute ist`s mir scheissegal. Jawohl. Scheissegal. Es gibt`s ja bekanntlich immer zwei Lager. Die einen unterstützen ausschließlich Züchter und wettern gegen alle anderen als Vermehrer und Unterstützer derer. Letztere wiederum werfen den Züchtern ebenfalls Schindluder und Arroganz vor. Züchter untereinander behaken sich übrigens auch noch gewaltig. Never ending story und ich immer mittendrin, obwohl ich nie züchten wollte. … Heute bin ICH der Meinung: Verliebt euch in Fellnasen – ob mit oder ohne Stammbaum – jedoch hinterfragt deren Geschichte. Vermehrer und Preise von € 100 will auch ich nicht unterstützen, aber Baias Tod zeigt: Papiere sind keine Garantie für ein langes, gesundes Leben! R.I.P., meine kleine Zaubermaus! <3

Keiner geht allein!

Heute Abend traf ich mich erstmals nach Miss Liebreiz` Tod mit meiner Golf-Partnerin am Ku`damm. Auch sie war drei Wochen im Urlaub und freute sich auf meinen USA-Bericht…

…doch ich merkte selbst, ich war nicht sehr gesprächig. Und an gemeinsames Golfen kann ich derzeit noch gar nicht denken.

Doch dieser wunderschöne Spruch lief mir über den Weg. Und ich interpretierte ihn für mich sofort mit dem DANACH, anstatt dem HEUTE:

„Auch wenn dich Schatten umgeben, vergiss nie: Du gehst nicht allein.“ (Altirischer Segenswunsch)

Ich widme diese Karte meiner Baia.

Wir wissen nicht, was nach dem Tod kommt.

Schatten oder Licht?

Eiseskälte oder Wärme?

Endstation oder neues Leben?

Sackgasse oder wenden möglich?

Grau oder bunt?

Einsamkeit oder Wiedersehen?

Vakuum?

Oder vielleicht doch mehr Leben als je zuvor?

Sollte es eine Verbindung zwischen den Lebenden und den Toten geben, so hoffe ich auf ein Medium, das meiner Maus vermittelt: Ich werde immer bei dir sein!

Und für diejenigen, denen der eigene Tod noch immer Angst macht: Fürchtet euch nicht. Ihr seid nie vergessen! Es wird immer Menschen geben, die um euch trauern. Die an euch denken, die sich an alles Schöne um euch herum erinnern. Die euch nacheifern, die euch dankbar sind für alle gemeinsamen Momente. Also seid nicht traurig, dass ihr eines Tages gehen müsst. Dem Tod ist noch keiner entkommen. Wir alle werden durch diese Tür gehen. Euch voraus oder folgend.

Ich jedenfalls habe keine Angst mehr. Vor nichts!

R.I.P. meine allerliebste Miss Liebreiz!!!

Meine geliebte Zaubermaus,

liebste Baia von Pinscho,

noch am 27.06.2013 feierten wir alle deinen 3. Geburtstag und jetzt weilst du schon nicht mehr unter uns.

http://baerlinerin.com/gebuuuuuuuuurtstag/

Ich habe noch nie an einen Gott geglaubt. Wie auch?

Ich glaube auch nicht mehr an ein Schicksal. Welchen Sinn sollen zu frühe Tode bringen? Das ist doch alles nur ein Schönreden und Trostspenden, das einfach nicht wahr ist.

Du wurdest aus dem Leben gerissen und lehrtest mich, der einzige Sinn im Leben ist, zu lieben.

Du warst ein Sonnenschein für alle, die dich kennenlernen durften.

Du hast geliebt und du wurdest geliebt. Und ich hoffe inständig, du hast DAS gespürt. Bis zum letzten Herzschlag.

ICH habe dich über alles geliebt. Mehr als meine Familie, mehr als meinen Partner und mehr als mich selbst. Und das, meine zuckersüße Knutschmaus, ist nicht nur so dahin gesagt.

Tiere haben die reinsten Seelen auf Erden und dein Tod ist so viel schmerzlicher, als alles, was ich in meinem Leben bisher an Tod und Schmerz erleben musste.

Du warst mein Wunschhund, den ich schon vor der Zeugung bestellte.

Vom ersten bis zum letzten Atemzug einfach nur perfekt für mich.

Und ich bin so unendlich glücklich, dass ich DAS in jeder Minute unserer Zeit zu schätzen wusste.

Ich hatte immer gehofft, dich 10, 12, 15 oder gar 17 Jahre deines Lebens begleiten zu dürfen…

…doch auch nach den „nur“ drei gemeinsamen Jahren – dafür den allerallerschönsten und lustigsten meines Lebens – wirst DU für immer mein Herz besetzen.

Für immer.

Ich liebe dich.

Auch über deinen Tod hinaus.

Und so lange ich lebe!

Deine Elli <3

…und all deine großen und kleinen Freunde, die dich Herzchen nie, nie, nie vergessen werden!

 

Ich hoffe auf ein Wiedersehen, Frollein!!! 😉

 

Miss Liebreiz verstarb gestern.

Mopsfidel.

Im Alter von nur drei Jahren.

Meine Freundin Andrea und Baias Spielkumpel Diego blieben bis zum Abend. Ingo, mein langjaehriger Lebensgefaehrte, mit dem ich Baia vor drei Jahren zu uns heim holte, ist gegen 22.30 Uhr zur Tür raus. Ich habe noch immer unendlich viele Tränen, mir ist auch nach den paar Stunden Schlaf kotzübel, ich rieche an allen Decken und Spielzeugen, mein Kopf zerspringt. Ich bin gestern gestorben!!!!!!!!! – Seit meinem 6. Lebensjahr wünschte ich mir einen Hund. Mit 35 Jahren warf ich alle Vernunft über Bord, trotz Job im Außendienst. Alle meine Kunden kannten Baia, jeder liebte sie. Wir waren auch im Job nahezu 24 Stunden beisammen. Sie war mein Seelenhund! Mein Kind, das ich nie haben werde. Meine Freundin. Mein treuester Gefährte, mit reiner Seele. Drei Jahre, in denen ich täglich immer zu schätzen wusste, dass ich endlich meinen Traum lebte. Ich habe sie für alles geliebt. Alle Liebenswürdigkeiten, jeden Quatsch, jeden Augenaufschlag, jeden Glücksseufzer, jeden Atemzug. Täglich geküsst, mehrmals Ohren, Fell und Pfoten tief eingeatmet.

Alles wurde mir gestern Mittag genommen.

Alles.

Ihr Liebreiz, ihr Grinsen, ihr Schlecken, ihre unendlich große Freude!

Ich bin leer. Möchte nur noch aufhören zu atmen. So schnell wie sie. Sie ist beim kurzen Ballspiel einfach umgekippt. Auf unserer Wiese vor der O2 Arena, auf der sie schon so oft mit Kumpel Chico spielte. Alle viere in die Höhe. Ich dachte erst, sie wälzt sich. Ich war ihr nicht mal boese in dem Moment. Letzter Urlaubstag unserer schönsten drei Wochen. Dann sackten alle vier Pfoten zur Seite. Ich habe geschrien, bin gerannt, habe geschrien, Mund zu Nase beatmet, Touristen halfen, bestimmt 30min.

Alles erinnert an meine Zaubermaus! – Ich bin tot!!!

Gebuuuuuuuuurtstag! :-)

Liebste Miss Liebreiz,

mein anfängliches Däumelinchen,

mein kleiner Wirbelwind,

mein täglicher Sonnenschein,

meine herzallerliebste Püppi,

mein zuckersüßes Knutschmonster,

meine allerliebste Kuschelmaus,

meine innigste Freundin,

mein lang gehegter, wahr gewordener Traum,

mein Clown und Gute-Laune-Garant,

unser aller Prinzessin:

Danke, danke, danke,

dass du es mit mir nun schon drei Jahre aushältst. 😉

Und danke dafür, dass du mich jeden Tag zur Arbeit begleitest, beim Shoppen und auf Reisen der gelassenste Hund der Welt bist und dass du es immer wieder schaffst, jeden einzelnen Tag mit Sonne zu füllen.

Einen zauberhaften 3. Geburtstag und

auf noch unendlich viele, gemeinsame Jahre! :-*

 Und zu ewiger Dankbarkeit denen verpflichtet,

die für dich die allerbesten Eltern wählten,

liebgewonnene Freunde wurden und

die mir dich kleine Zaubermaus anvertrauten.

<3 <3 <3 Ich liebe Dich über alles. <3 <3 <3

xoxo

Miss Liebreiz` und das Spiegel-Kabinett…

…!

Eines Tages, als Miss Liebreiz missgelaunt auf dem Ku`damm umher streunte, verirrte sie sich in die Umkleide eines Designer-Stores. Nicht irgend eine enge, schlecht beleuchtete. Nein, ein helles (T)Räum`chen mit Spiegeln für alle Rundungen, Ecken und Kanten. Ein wahres Spiegelkabinett! 🙂

…doch plötzlich sah sie sich einer großen Bande übelgelaunter Hunde gegenüber. Ihre Reaktion? Sie kräuselte ihr Näs`chen beängstigend weit hoch und fletschte ihr dolchspitzen Zähne. Dieser knurrenden Kampfansage folgte ein Bellen, in das sie sich immer mehr rein steigerte und erschöpfte, bis ich sie schließlich zu mir rief. 🙁

Am darauffolgenden Tag machte Miss Liebreiz ihrem Namen wieder alle Ehre und stolzierte gut gelaunt in eben jenes Geschäft. Sie stürmte fri-fra-fröhlich wieder vor mir in eine dieser Umkleiden mit den dutzenden Spiegeln. Und… begegnete dutzenden, freudig mit dem Schwanz wedelnden, spielbereiten Hunden. Das bekannte Freu-Programm „Vorderpfoten runter, Hintern in die Höh` und Freudengebell“ folgte. 🙂

Über und über glücklich machten wir uns auf den Heimweg. Mit einem neuen Outfit für mich und vielen kleinen neuen Freunden in Miss Liebreiz` Herzen…

Miss Liebreiz war heute shoppen…

…und zudem noch so gnädig, mich mitzunehmen! 😉

Heute hatte sie sich in den Kopf gesetzt, ein neues Geschirr zu kaufen. Immerhin feiert mein „Fräulein von und zu“ am 27.  Juni ihren 3. Geburtstag. 🙂

Ihr cooles „K1-Geschirr“ in modischem hauptstadt-schwarz mit Azubi-Aufdruck war aber auch schon seit Monaten zu eng. Zwischen dem 2. und 3. Lebensjahr hat Mademoiselle doch echt nochmal kräftig an Brustumfang zugelegt. Und so konnten wir`s auch zum Anschnallen beim Autobeifahren nicht mehr nutzen und mussten verbotenerweise auf ihr Leder-Halsband zurückgreifen. 🙁

Auf, auf ging`s also zum Ku`damm. Dank der Tipps einer Freundin fielen wir zunächst wieder bei „Society Dog“ in der Schlüterstraße ein. – Nicht, dass der Inhaber keine Geschirre da hatte. Wirklich jede Menge wunderschöner. Aus Leder. Und mit hübschen Schmuck-Steinchen. Aber mal wieder nichts in ihrer Größe vorrätig. Und einige Tage warten ist partout nicht unsers. *zwinker*

Also weiter zu „Hundehalsband 030“ in der Emser Straße, wo wir sicher nicht die einfachsten Kundinnen waren. 😉 Aber dann doch fündige und gut zahlende. *grins*

Statt eines Ledergeschirrs stolzierte Miss Liebreiz mit einem Norwegergeschirr aus dem Laden. Ton in Ton zum Fellkleid und mit kleinen Pünktchen, um mal femininer zu wirken. 🙂 Dazu die passende Leine… und, Herrgott nochmal, schon passte nix mehr zu meinem Outfit!

Klar, stöhn, dass ich mir folglich ein Paar passende Boots kaufen musste. Und da die von Kennel&Schmenger on sale waren und fast so schön wie die von Isabel Marant sind… 😉

  

 

Die pics zum heutigen Outfit wie immer unter „…lieblingsoutfits“. 🙂  —>>>

11. Mai 2013

…ui, ui, ui. Heute war wieder einer dieser Tage, an denen frau einfach nicht aus dem Haus kommt, weil sie trotz auseinanderberstender Schränke nicht weiß, was sie anziehen soll! ;-)  – Wir haben Samstag, wir haben frei, wir haben Sonne, es ist warm, also laissez-faire, es darf bequem sein. Und schwupps, lande ich schon wieder bei… Jeans. *grins* Diesmal im Double Denim look, heisst: Jeans und Jeans Hemd plus lässige Boots. Und eine große Tasche! Frau weiß ja nie, ob sich nicht doch eine Shopping-Gelegenheit “aufdrängt”. ;-)

   

Glen Prince Seiden Schal, mint * Lee Tank Top, weiss * Lee Denim Shirt

Burberry Sonnenbrille * Thomas Sabo Kette mit Flügel Anhänger

Lee Jeans (Modell Lynn narrow) * Taupage Boots, mint * Gant Bast Korb

 Um acht ging`s also raus zum Frisbee-Spielen mit Miss Liebreiz, dann zum Spatzen-Frühstück am Schlesischen Tor, weiter zum Sage, wo wir den Strand ganz für uns allein hatten und heimwärts über den Ostbahnhof.

  

 

 …stopp! – Und da war sie, die Gelegenheit. Schon so lange überlegt. Immer wieder dran vorbei geschlichen. Und heute, zack, zugeschlagen. Ich werde doch jetzt wohl nicht alt? Denn heute gab`s meine erste Mac Jeans. *grins* Aber seit Wochen schon bot sich einfach keine Alternative zu so einem paradiesischen Hintern, also bitte, who cares…

   

 …doch mit so einem Farbenfeuerwerk unter`m Bobbes hat frau die Qual der Wahl, wenn`s um`s passende Schuhwerk geht. Lieber zu den mint farbenen Stiefeletten von Taupage, den super bequemen, beigen Loafers von Bullboxer, zu den mega unbequemen nude farbenen Swedish Hasbeens mit Holzabsatz oder den Satin Espadrilles von sOliver??? ;-)

  

Ach, komm. Wenn schon Farbe, dann darf`s krachen: Neon Gelb mit den butterweichen Knautsch Ballerina von Kennel & Schmenger! :-)

 

MoMu Shirt, weiss * Silvio Tossi Leder Kette, taupe * Mexx Jacket

Burberry Sunglasses

Kennel & Schmenger Ballerina, taupe / neon gelb * Mac Jeans * Gant Bast Korb

Endlich umgezogen ;-)  ging`s zur Einladung in den “Zebra Club” am Ku`damm. Ein klasse Store mit einem ganz fantastischem Team, 1A-Beratung und einer super Auswahl für ladies und gents, wenn`s um Sneakers, Jeans und alles nur erdenklich coole oben drüber geht! <3

 P.S. Fehlte nur noch ein Schal. Wie die Faust auf`s Auge, in neon gelb. Aber ich wollte dann doch nicht übertreiben. Ein anderes Mal… 😉

Na bravo! Miss Liebreiz neigt zu Kannibalismus…

…! 🙁

Ein Unglück kommt selten allein, oder?

Hatte sich Miss Liebreiz erst vor knapp zwei Wochen den Ballen an einer der zu Millionen im Park liegenden Scherben aufgeschnitten…

http://baerlinerin.com/ich-konnte-gerade-toten/

…und humpelte sich die erste Woche mit Verband durch`s Gestrüpp, konnte sie`s nicht lassen, an einem ihrer freien Tage den Verband abzuknispeln und sich selbst bis auf`s Fleisch anzunagen. *grrr*

 

Muss ich nochmal erwähnen, dass dieses Wochenende alles schon hätte so schön verheilt sein können?!?! *augenroll* – Aber nein, wahrscheinlich liebte sie zu sehr die ausufernde Zuneigung, die ihr auf Grund ihres gespielten Humpelns die vergangenen Tage zuhauf zuteil wurde. Oder aber sie wollte mir auch nur den kleinen Spaß gönnen, mich mal als Ärztin zu versuchen…

…denn 1.000 Talente wohnen, ach, in meiner Brust. 😉 Wenige hatte ich eingeweiht, aber nach meinem schon einige Jahre zurückliegenden Studium der BWL hatte ich letztes Jahr nochmal richtig Lust und vor allem Mut auf einen tief verwurzelten Wunsch: Ein Studienplatz in der Humanmedizin!

…nee, leider nix mit „unendlichen Wartesemestern“. „Zweitstudium“ war der Hinkefuß! – Was habe ich mich vorbereitet, um eine knackige, ablehnungsabperlende Begründung zu formulieren, die mir die Pforten der Charité zum Modellstudiengang Medizin öffnen sollte. Schon das „Physikum“ hatte ich mir in`s Haus geholt, um mich auf eventuelle Ausschüsse und Befragungen vorzubereiten. Selbst befreundete Ärzte zog ich zu Rate, um eine 1A-Begründung zu Papier zu bringen. Alles vergebens. 🙁

Aufgeben?

Nur SEHR ungern! 😉

– Doch hier hätten nur die bereits konsultierten Rechtsanwälte verdient, die mich hätten einklagen wollen. Mit geringsten Chancen und selbst zu tragenden Kosten in die Tausende, da die Rechtsschutzversicherungen schon seit einem Jahrzehnt nicht mehr dafür zahlen. Und selbst wenn es geklappt hätte, wäre es noch nicht einmal meine geliebte Charité geworden.  🙁

Nun denn. Ich sage mir immer: Im nächsten Leben. 😉 …und DAFÜR habe ich mich mit diesem höchst professionellen Verband, mit Mull unterfüttert, in modischem hauptstadt-schwarz ja wohl schon mal qualifiziert, oder?!?!? *grins*

Euch allen ein entspanntes und unfallfreies Wochenende! 🙂