Eifersucht ist für Angsthasen…

…, Treue für Blinde und Sex für Genießer. Punkt.

Nachdem meine Freundin M. mir die Tage schrieb, mein „Todes-Blog“ – und damit meinte sie den letzten Artikel „Sich beim Sterben zuzusehen“ 😉 – rege enorm zum Nachdenken an, passe allerdings nicht so ganz in meine Sex, Love and Fuck the world-Schiene… *grins*, will ich ihr mal wieder eine Freude machen! 😉

Zunächst darf ich höchst offiziell einen Nachtrag ihrerseits zu ihrer eigenen Geschichte vom 03. März 2013 unter http://baerlinerin.com/lifes-a-bitch/ machen:

„…man überlebt es doch und es kann verdammt schön sein.“ –Dahinter setzte sie eines dieser smilies, dem man ansieht, dass sie die letzten Nächte mal richtig viel Spaß hatte! Die Details, die mir bereits die Röte in`s Gesicht zauberten, behalten wir erstmal für uns, aber gegönnt sei`s der Süßen. 🙂

Also, meine Liebe. Sex, Love and Fuck the world ganz exklusiv für dich heute:

1. Sei auch beim nächsten Mann nie argwöhnisch und eifersüchtig, denn „nix is ewig op der Äd“…

…nichts ist für immer auf dieser Erde. Wozu also Eifersucht? Ich sage mir ganz gelassen: Entweder, ER liebt nur mich oder ER ent- oder verliebt sich anderweitig und dann muss ich loslassen können, weil mir kein Mensch der Welt je gehören wird. Spielt er dagegen mit offenen Karten und anderen Frauen, genieße ich die Stunden zu zweit. So weit meine Entscheidung. – Es wird auch überliefert, dass es für Tragödien aller Art ein Leben danach gibt. 😉 Hey, Sexy, DU hast das in den vergangenen Tagen selbst erlebt und klingst sooo glücklich, dass ich mich einfach nur mitfreuen kann. Gräme dich also nie mit Eifersucht, denn DIE ist nur was für armselige Menschen mit geringem Selbstwertgefühl. Und das bist nicht DU! :-* – Vom Partner besiegelte Trennungen schmerzen. Keine Frage. Und bohren. Und quälen. Und ja, sie hinterfragen in den ersten Tagen und Wochen sogar den Sinn des Lebens. – Sicher dagegen ist: Wunden KÖNNEN heilen. Und bekanntlich haben andere Mütter… ach ja, du weißt ja bereits. 😉

2. Das Treusein bedeutet nicht per se eine glückliche und liebe-volle Beziehung. Links und rechts deines Weges „stehen“ auch ganz fantastische Männer ihren Mann… ;-P

Treue  k a n n  auch Verzicht auf Lebensfreude bedeuten. Faule Kompromisse, die sich erst im Nachhinein als vertane Lebens- und Liebeszeit herausstellen. Genauso strittig bleibt, ob es nach einem Treuebruch noch eine zweite Chance geben sollte oder eben nicht. Doch vermag darüber nur zu urteilen, wer selbst schon beide Positionen einnahm und durchlitt. Der Erfahrung am eigenen Leib folgt Erstaunen, wie wankelmütig und nuttig der innewohnende Geist sein kann. Und nach einem solchen Erlebnis ist`s schnell vorbei mit der Radikalität mancher Äußerungen. Frei nach Adenauer: „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?“. ;-)Auch scheiden sich die Geister, ob Liebe, Loyalität und Freundschaft nicht wichtiger sind als körperliche Treue. Ich bin ganz klar für die L`s. Liebe und Loyalität – you rule! 😉 Will heißen, was mein Kumpel mir letztens im Gespräch als „Komplizin“ zusammenfasste, nenne ich die loyale Frau an seiner Seite. Und die Loyalität des Partners ist mir persönlich von Herzen wichtiger als seine Treue.

3. Genieß die „Liebe“. Jetzt! :-*

…bleibt noch der, psst, Sex! – Erst gestern habe ich mich mit einem Freund in der Selbständigkeit unterhalten, dass ein zu hohes Arbeitspensum die Lust zu killen vermag. Genauso verhält es sich für mich mit Auseinandersetzungen. Irgendwann ist dann leider der Punkt überschritten, an dem Sex essentiell ist und man den Entzug gar nicht mehr als solchen verspürt. – Ich empfahl ihm, sich Auszeiten zu nehmen, um sein Talent wiederzuentdecken. 😉 So wie ich dir empfehle, das Hier und Jetzt des Singlelebens auszukosten und zu l(i)eben. Und danke für deinen Kommentar, du könntest „mich jetzt echt verstehen!“ Was bedeutete nur wieder dieser Smilie dahinter? Der mit der Leckermäulchenzunge draußen? *unschuldigfrag* 😉

Kuschel-Freunde? Also ich weiß nicht…

…, mir ist das suspekt.

Sorry, aber ich habe mich wohl auf diese Frau-Mann-Kiste hier spezialisiert. 😉 Andererseits: Wenn frau wie ich in einer Millionenstadt Single ist und nicht nur mit Single-Freundinnen, sondern auch mit Single-Freunden ganz offen über alles sprechen kann UND zudem noch ganz viel Zuspruch zu diesem blog erntet, endet`s einfach immer wieder bei diesem Thema. 😉

Und so habe ich mich vor wenigen Tagen mit einem Kumpel getroffen, den ich im letzten Jahr auf einer dieser Dating-Plattformen kennenlernte. Und was soll ich sagen, wir beide waren zutiefst erstaunt, was für einen guten Lauf er gerade hat…

Aehm, bei mir leider nicht, aber das habe ich ihm ganz offen schon bei unserem ersten Treffen zu verstehen gegeben. 😮 – Doch allein schon diesen einen guten Freund und Menschen, der mein Leben bereichert, auf einer Online-Plattform unter all den Blendern und Psychos herausgefiltert zu haben, empfinde ich als sehr großes Glück. Also nochmals vielen Dank, lieber T., dass es dich gibt. :-*

Wir treffen uns also ab und an zum Sporteln und Ausgehen, quatschen über Gott und die Welt, unsere Jobs und… eben über das ein oder andere pikante Detail, das ich hier bereits preis gab. Und das war`s dann aber auch.

Als er mir nun berichtete, dass er meinem Artikel unter http://baerlinerin.com/alles-klar-darum-bin-ich-single/ ganz klar widerprechen müsse und nicht alle Männer schnellstmöglich an`s Ziel kommen wollten, war ich zunächst baff. Nicht, dass ich davon noch nie gehört hätte. 😉 Aber wenn es sich nicht um die berühmt berüchtigte Enthaltsamkeit vor der Ehe oder einen ernsthaften, krankheitsbedingten Ausfall handeln sollte, WARUM in aller Welt sollte ich als Frau so was zulassen??? 😉 

Er wollte mir also an dem Abend ernsthaft weismachen, dass er gar nicht bis zum „Äußersten“ bei den Frauen gehen wolle! Für ihn ergaben sich in den letzten Monaten lustvolle Wege, Frauen für`s gemeinsame Kochen und Ausgehen zu gewinnen – jedoch keinen Schritt weiter als gemeinsames Kuscheln. Beidseits zuvor rahmenvertraglich festgehalten, sozusagen. 😉

Für mich komplett neu, weil ich diese Erfahrung zuvor noch nie mitnahm. Vielleicht kann ich auch aus genau diesem Mangel an Erfahrung heraus gar nicht mitreden. Aber darüber sinnieren klappt schon hervorragend. 😉 – Und ja, ich sollte es noch erwähnen: Wir gehen hier mal davon aus, dass bei meinem Kumpel alle beweglichen Körperteile auch bestens ihre Funktion erfüllen… :-*

Dennoch stellte ich in Frage, dass der Zustand beim abend- oder morgendlichen Verlassen des „Kuschel-Partners“ auch nur annähernd befriedigend sein könnte. Woraufhin er mir erklärte, dass allein durch stundenlanges Berühren und Beieinandersein eine Intimität entstünde, die zutiefst befriedigend sei und die vor allem jedes Mal Lust auf`s folgende Treffen mache.

Aber mein Gott, mir geht die Vorfreude auf`s nächste Treffen auch nie flöten. Ganz im Gegenteil! 😉 Also bitte glaubt mir, ich wollte ihn nur allzu gern verstehen. Schüttelte aber nur wieder verständnislos den Kopf und fragte, wo genau denn der Weg nun hinführte. Es müsste doch einen Plan für`s DANACH geben. Ich meine, ihr kennt mich. Kuscheln ist doch allerallerallerhöchstens ein Vorspiel in meinen Augen. Und würde mich ein Mann ohne Vollzug – oh, wie furchtbar, dieses Wort. Aber Penetration mit anschließender Ejakulation klingt wohl noch abtörnender. -, also „ohne Fick“ von dannen ziehen lassen, zweifelte ich zuallererst an ihm und dann vielleicht irgendwann mal an mir. Überdies wäre ich zuhöchst frustriert und das wiederum würden meine lieben Mitmenschen ausbaden müssen… 😉

Nein, verriet er, er würde sich immer wieder auf`s nächste Treffen freuen und dieses Gefühl, nicht bis zum Äußersten gegangen zu sein, würde auch diese Leere ersetzen, die nach dem Fick – ooops 😮 – im Raum stünde. Für ihn bedeutete Sex „das Ende“. Und das Kuscheln bis zu „dem Schritt davor“ auszukosten, wäre die wahre Kunst und der echte Genuss.

– – – Er ging sogar noch einen sehr interessanten Schritt weiter in seinen Ausführungen, aber den behalte ich mal vorerst noch für mich. :-p – – –

Oh-la-la… Dachte ich. Klingt plausibel. Für den ein oder anderen. Aber ab da stieg ich mit meinem Verständnis aus und verriet ihm, dass genau DAS doch wäre, wonach ICH mich sehnte. Nicht die von ihm beschriebene Leere! Tststs. Sondern die als von mir empfundene, absolute Intimität, das totale Verschmelzen, das „echte“ Liebemachen – ach guck, mal ein niedliches Wort dafür gefunden 😉 -, diese selige Erschöpfung, das unendlich entspannte Runterkommen. Nichts würde mir mehr Angst machen als ein Mann, der nur kuscheln möchte! Und nochmal: Nichts wäre für mich unbefriedigender!!! Oder was denkt ihr???

Also – unbelehrbar, wie immer, aber in Dankbarkeit für den Denkanstoss – mein Tipp an alle Männer da draußen: Dies bitte nie, nie, nie nachmachen. Gibt nur unnötigen Stress mit den Frauen… 😉

Fußball für Sex oder…

 … die Lust macht Unmögliches möglich! 😉

Was tun wir Single-Frauen nicht alles, um unseren besch******* Hormonhaushalt auszugleichen und in den Griff zu bekommen?! Ich komme nicht nur frei Haus geliefert, weil ich nur den EINEN Mann irgendwann mal wieder bei mir zu Hause haben will. Nein, ich schleiche mich auch frühmorgens aus dem Bett und erspare den Männern verlegenes Gestammel oder gar einen charmanten Rausschmiss. Ich zahle sogar meine Rechungen aus Stolz selbst und ja, ich treib`s noch weiter auf die Spitze: Ich lasse mich auch schon mal auf einen Fußballabend ein! – Ganze 90 Minuten „Vorspiel“, um die so dringend benötigte „Ver l ä n g e rung“ am Abend am Mann zu bekommen, die ich will… 😉

Wer mich kennt weiß: Für mich als Atheist ist Fußball so wichtig wie der Sonntagskirchgang und das Buße tun. So unterhaltsam wie eine Achterbahn ohne Acht. Und so befriedigend wie ein Schlussverkauf, aus dem ich ohne ein einziges Schnäppchen nach Hause komme. 🙁

Aber hey, ich will ja nicht nur jammern. Gibt bloß graue Haare und die sähen bei mir echt sch**** aus. Was den Publikum-Mix anging, war`s nämlich eine ganz spannende Mischung. Uns gegenüber ein befreundetes Päarchen, Mitte 40, das sich – mitten im „Fanblock“ – keinen Deut um den Fußballtrubel um sie herum scherte und sich rücklings zur Leinwand über Liebe, Sex und Bedingungen in der unglücklichen Partnerschaft des betroffenen Mannes austauschte. Ich bin ehrlich, da hätte ich auch furchtbar gern meinen Senf dazu gegeben, aber der Typ war mir von Anfang an extremst unsympathisch. Typ Stino ohne Stil multipliziert mit besserwisserischem Proletengehabe ergibt für mich Versager. Meine tägliche Ration Mitleid gehörte also vollends ihm gestern Abend. Und dann raunte er nach nur einem Bier auch noch seiner Begleitung zu, er ginge „jetzt mal pullern“! Redet SO ein Mann? Ich bitte euch! Hinfort damit. 😉

Rechts von uns eine Gruppe Mittzwanziger, von denen nur einer mit dem Gütesiegel „halbwegs attraktiv“ herausstach. Muskulös, männlich, einen Hammer Hintern! <3 …aber leider viel zu unreif, darum nur „halbwegs“. Seine Kumpels hingegen waren noch lange nicht angekommen im Reich des eigenen Auftreten, Stils und Geschmacks. Peinlich, weibisch, unmännlich rauchend und einfach nur kindisch laut. Worum`s in deren Diskussion ging? Ich zitiere: „Erkläre mir einer die Frauen!“ 😉 – Auch hier hätte ich liebend gern Aufklärung betrieben. Vielleicht hätten mir die „Bübelchen“ ja noch was über den Geschlechterk(r)ampf beibringen können. Aber ich war ja, wie gesagt, in Begleitung und übte mich, eine charmante und adäquate Spielpartnerin zu sein.

Vor und hinter uns schließlich die hartgesottenen Fußballfans, die ganz augenscheinlich NICHT EINE SEKUNDE des Spiels mit auch nur einem Gedanken an Frauen verschwendeten und beinahe schon zum Knuddeln waren, wenn`s wieder eine verpasste Tor-Chance zu beweinen gab. Und neben mir, ja, neben mir meine fußballlebende Begleitung, die mich immer wieder mit liebevollen Küssen, Berührungen und verheißungsvollen Flüstereien über`s Spiel zu retten wusste. <3

Ich saß im Raucherzimmer und wurde dadurch zum Ketterauchen verdaddelt, ich „musste“ stereotyp Bier trinken und – weil ich nun mal keine bubbles vertrage – ganz ladylike rülpsen. Fiel zum Glück bei dieser Art von Veranstaltung nicht weiter auf. Hat also alles sein Gutes. 😉 Und ja, ich gebe es zu, ich lernte über die folgenden 90 Minuten fußballbegeisterte Männer lieben, weil sie so herrlich erfrischend und leicht nur auf das Spiel und IHRE Mannschaft konzentriert sein können. Das lässt die großen Jungs für 90 Minuten nicht mehr Fremde sein, sondern schweißt sie zusammen und lässt sie aufblühen. Im Hier und Jetzt. So süß! 😉

Nach dem gestrigen Abend nun frage mich, was ihr schon alles in Kauf genommen habt, um zu bekommen, was ihr wolltet? Gibt es noch größere Opfer als das „Fußball-Gucken“ für Sex? 😉

Aber im Ernst. Der Abend mit einem 0:1 hat sich gelohnt: Miss Liebreiz hatte mal wieder sturmfreie Bude, ich bin für die nächsten 24 Stunden wieder am Dauergrinsen, sehe dunkle Altbau-Hauseingänge plötzlich mit ganz anderen Augen und wie mir die Heimfahrt in der Morgensonne bestätigte: Es wird doch tatsächlich Frühling! Was gibt es Schöneres? 🙂 

Ach, bevor ich`s vergesse: Wann und wo bitte geht`s zum nächsten Spiel??? 😉

Helmut Newton ist…

…und bleibt einer meiner „Helden“. <3

Hatte ich den 1920 in Berlin – jawoll, noch `n Berliner – als Helmut Neustädter geborenen Künstler bereits in meinem Artikel „Sex sells…“ vom 6. Januar 2013 schon über den grünen Klee gelobt:

http://baerlinerin.com/sex-sells/

„…Bilder von Helmut Newton sind für mich was Heiliges, Unantastbares und Unstreitbares wie für andere die Bibel. Nichts, wofür Model und Zuschauerin sich schämen oder bloßgestellt fühlen müssten. Sie strahlen eine wahnsinnige Stärke aus. Eine Verliebtheit in die weiblichen Rundungen. Letztendlich ein auf-die Knie-Sinken vor der Stärke und Magie des weiblichen Geschlechts! … DAS… ist Kunst! :-)

…muss ich heute nochmal nachlegen. Mit meiner Golfpartnerin ging`s gestern zum S-Bhf. Zoo, denn seit Dezember laufen neue Ausstellungen im Museum of Photography der Helmut Newton Foundation:

World without Men / Archives de Nuit &

François-Marie Banier: Portrait.

Einige der 1992 unter „Archives de Nuit“ veröffentlichten Fotos werden erstmals in Berlin gezeigt. Schwerpunkt aber bleibt Newtons fashion photography. Seine Kunst für Vogue, Harpers Bazaar, Vanity Fair, Egoiste, Queen Magazine… – gerade für Modejunkies wie mich absolut sehenswert. 🙂

Was für  i n t e n s i v e ,  d e t a i l r e i c h e ,  t i e f s i n n i g e  und  f e i n h u m o r i g e  Fotos von  w a a a h n s i n n i g   s t a r k e n ,  s e x y  wirkenden Frauen! <3

Natürlich musste auch ein Abstecher in den „kleinen“ Buchladen am Eingang sein. Sagte ich klein? Ooops. Flächenmäßig ganz sicher. Aber Buch an Buch, Mode an Malerei, Aktfotografie an Interior an Berlin-Geschichte… – Wir bekamen tatsächlich kurz Panik davor, hier nie wieder rauszukommen, hätten wir unserer vollen Leselust gefrönt! 😉

Und ja, ich geb`s zu, solche Abstecher bleiben selten erfolglos. 😉 Also gab`s… nein, kein Newton-Buch. Diesmal gab es „FASHION – Eine Geschichte der Mode im 20. Jahrhundert“ von The Kyoto Costume Institute, erschienen im TASCHEN-Verlag. € 9,99. Und bei meiner Miss Liebreiz, ich schwöre, mehr als jeden Cent wert!

Beim Durchblättern gab`s nur eine kleine Enttäuschung. Ja, wirklich. Ich bin ja nicht blond. Ach doch. 😉 Und das Designer sich gegenseitig kopieren, ähm, neu interpretieren, ist auch mir nicht fremd. Aber warum meine geliebte Vivienne Westwood? 😮 Als „Sex and the City“-Freak verliebte ich mich wie Millionen anderer Frauen in das wedding dress, dass sie Carrie vor der Hochzeit mit Mr. Big nach Hause schickte. Und ehrlich, ich rechnete schon damit, für meine Hochzeit *räusper* mal eben $ 9,875 auf den Tisch zu legen. So gesehen bei Net-A-Porter.com, für wenige Stunden. Doch das ich dann mit einer Kopie eines Christian Dior Abendkleides von 1956 (!!!) glänzen würde, verschlug mir kurz die Sprache. – Was für ein genialer Mann. Aber vielleicht auch nur bei jemandem abgeschaut… 😉

 

Nun denn, beide Kleider – ob nun von 1956 oder aus 2010 – sind einfach zauberhaft und überaus romantisch und so lange ich noch nicht zu meiner eigenen Hochzeit eingeladen bin, vertreibe ich mir eben die Zeit mit Ausstellungen, wie der von Helmut Newton. Also los! Auf, auf, ihr Lieben. Nix wie hin. Meine Empfehlung für weitere kalte Wintertage.

 

Hier die Zusammenfassung…

…der letzten Woche im Schnelldurchlauf:

Anfangs noch Eiseskälte, Schnee und nix als Dunkelheit… 🙁

…später freundlicher und ein paar Stunden Sonne und blauer Himmel…

…um heute wieder in Dunkelheit und Regen zu versinken. 🙁

Was dagegen richtig gute Laune macht im Fr`hain, weil jede Woche wieder irgendwo neu was verpackt und verändert wird:

Aber weiter im Text:

Meine Freundin M., die der Liebe wegen vor einem Jahr in die weite Welt zog und es immerhin bis Köln schaffte 😉 , musste sich genau an ihrem Geburtstag auf`s Glatteis packen. Ich vermute ja insgeheim, die Gehirnerschütterung und der zweitägige Krankenhaus-Aufenthalt waren akkurat und von langer Hand ausbaldovert, um keine große Party mit Kuchen und Schnittchen planen zu müssen. Und vielleicht auch, um es sich mit den netten Zivis einfach mal wieder gut gehen zu lassen… 😉

Unsere gemeinsame Freundin A. glänzt obenrum nun nach eigener Aussage mit wunderschönem „Hartz IV-Blond“. Bei Mena Suvari schimpft es sich erdbeerblond, sieht aber genauso scheiße aus. Nun gut, meine Freundin hat noch kein pic gepostet, dafür sind wir vier Hundeladies in unserer Runde Gott sei Dank alle blond und konnten gleich via whatsapp die besten Notfall-Tipps posten… *gröhl*

Als ich so am Imbiss im Forum Köpenick auf meine Backkartoffel mit Kräuterquark warte, unterhielten sich zwei Verkäuferinnen – beide Mitte/Ende 50 – auffallend laut. Eine zur anderen: „Oh wie freu ick ma, wenn meine Pfannen kommen.“ Ihre Kollegin und ich mussten lachen und sprachen beide aus, was wir dachten: Also WIR freuen uns auf andere Sachen! *prust* Pfannen jedenfalls nicht. 😉 Und ich – ja, das darf man in Berlin! – ich ergänzte frech: „Sex zum Beispiel.“ Beide lachten und waren sich einig, Sex sein in dem Alter nicht mehr so wie früher. Ich schlug daraufhin vor, sich einen anderen Mann zu suchen. Nein, nein, wiegelten die lustigen Weiber lachend ab. Man wisse zu schätzen, was man an seinem Männe habe. „Dann einen Liebhaber.“, empfahl ich. Nee, nee, die beanspruchten zu viel Zeit… – Tja, also dann bin ich ja mal gespannt, ob dem so ist, wenn ich in das Alter komme. Vorstellen kann ich mir`s noch nicht. Ich koche ja nicht, was soll ich also mit Pfannen…?!?!? :-p

Und Herrgott im Himmel, ich wollte es nicht glauben. Es gibt sie noch! Die Schakkelines aus Hellersdorf mit Kleidergröße 44, die am Alex ihre verpillten Baumwoll-Elasthan-Schlaghosen in Größe 36 mit „dezenten“ Laufmaschen zu ausgelatschten SPORTschuhen nebst Boyfriend ausführen. Ich hatte die Nacht darauf echt Albträume!!!

Was es aber noch gibt: Komme aus dem Copyshop und habe links Miss Liebreiz und rechts einen Stapel voller verschiedener Listen. Alles schön durch den Drucker sortiert. Als Miss Liebreiz links mit rechts verwechselt und mir Tolpatsch alles aus den Händen fällt. Sofort kommt ein aufmerksamer Mann auf mich zu geeilt und fragt, ob ich Hilfe bräuchte. So süß! Und schön, dass es noch Menschen gibt, die nicht nur an sich denken, sondern auch noch was von ihrer Umwelt mitbekommen. 🙂

Wieder ein Imbiss, diesmal im Europa-Center. Zwei Verkäuferinnen zu einem Kunden, der lediglich nachfragte, ob sie die Currywurst auch schneiden könnten: „Aber zwee jesunde Hände haben Se? Wir schneidn hier nämlich keene Currywürste!“. – Ok. Der tat mir echt leid. Mir wär schon das Passende eingefallen, aber sollen die Touris sich nur alles gefallen lassen… 😉

Kindergeschrei und wirre Alte, die Korn in ihrem Lederköfferchen transportieren, um aus vergilbten Schinken fachmännisch undeutlich zu rezitieren. Selbst schuld, wenn ich von Neukölln nach Richtung Alt-Tegel fahre. Mit der BVG! – Ich würde jetzt nicht sagen, ich sei ein Liebhaber der Öffentlichen, aber ein Freund allemal. Weil`s schnell geht, mir die Parkplatzsuche erspart bleibt und keine Parkgebühren anfallen. Vor drei Jahren hätte ich sogar eine Niere auf die Pünktlichkeit von S- und U-Bahn verpfändet. Dann kam das Chaos… 🙁

Überglücklich machte mich dagegen wieder, dass ich bei einem Besuch im Gesundbrunnencenter nach bestimmt einem halben Jahr Fernbleibens wie früher eine Kugel Joghurteis bestellte und… – Es schmeckte so lecker wie eh und je! Also gab`s gleich noch `ne zweite. Hmhhhhhhh, Sommer… 🙂

Ja und als ob ich nicht genug müffelnde Leute in der BVG an einem Tag hatte, springe ich noch schnell zu Rossmann und überlege blitzschnell, wann während des Tagesgeschäfts hier drinnen wohl Zeit war, um in Ruhe urinieren zu können. Meine Nase wehrte sich, mein Magen drehte sich und um ein Haar hätte ich der netten Verkäuferin vor die Füße gekotzt. Ich muss dazu sagen, ich habe eine wahnsinnig sensible Nase. Ich sage ja, ich bin einfach eine Hundemama, weil ich von Natur aus schon eine „Hundenase“ habe. 😉 Hinter mehreren Regalen erblickte ich dann den Ursprung. In diesem Falle eine sehr ungepflegte ältere Lady, die sich – auf einem Wagen Halt suchend – durch die Gänge schlä-schlä-schlängelt, hicks. Ich hoffe inbrünstig, die Lady hatte mittlerweile eine warme Dusche und saubere Klamotten… 🙁

Im Treptower Park trafen wir auf Lilly, die mit Miss Liebreiz total abspastete. Nachdem sie sich eine Weile gejagt hatten, wurde Lillys Frauchen kalt, sie entfernte sich und sie rief. Nach Lilly. Und rief. Und rief. Und rief. Wir zwei also weiter. Immer schön mit Lilly im Schlepptau. Ok, so ging`s nicht. Wir hielten extra an. Lillys Frauchen rief. Und rief. Und rief. Kam uns ein weiterer kleiner Spielkamerad entgegen. Und Lilly und er jagten sich nun minutenlang. Und Frauchen: Rief. Und rief. Und rief. Ich traute mich mit Miss Liebreiz nicht mehr vom Fleck und wartete, bis Lillys Frauchen heran nahte. Doch keine Chance. Immer noch völlig uninteressant für Lilly, die nun Miss Liebreiz und den Rüden abwechselnd jagte. Irgendwann schaffte die Dame es zu uns und Lilly anzuleinen. Aber DEN Abgang wünsche ich keinem Hund! Eine Predigt vom Feinsten, die nun auf sie hernieder prasselte: „Ich rufe und rufe und rufe und will nach Hause und…..“ Harter Tobak, liebe Lilly. Bis zum nächsten Mal. Hoffentlich. :-*

P.S. …ach ja, und dann war das ja noch die Woche rund um die Sexismus-Debatte. Ich wollte nicht drüber schreiben, weil ich mich nur vor Wut über „SEXtremistinnen“, die ich als a-sozial einstufe, im Ton vergriffen hätte. Da ich aber nun ganz kurz und knapp auch in einem anderen blog Feedback gab, hier die „nette“ Kurzversion meines Senfes:

„…finde, zum Thema wurde bereits alles gesagt. Auch erst bei Lanz und wenn selbst da eine Birgit Kelle sitzt und sagt, was darf ein Mann gegenüber einer Frau an Komplimenten denn überhaupt noch äußern, ohne sexistisch zu sein, dann stimme ich dem voll zu. Sie hat mir mit jedem Satz aus dem Herzen gesprochen! – Jede Frau hat eine selbst definierte Grenze und Intimsphäre beim zwischenmenschlichen Miteinander und wir reden hier nicht von tätlichen sexuellen Übergriffen. Und so ist m.E. das bissl, was die Journalistin da vom Brüderle mit auf den Weg bekam, doch so lächerlich für mich… Ich hätte mich mit großem Selbstbewusstsein für das Kompliment bedankt und gestrahlt. Für sie war`s schon zu viel? Na gut: Ihn scharf drauf hinweisen, dass er ihre Grenze überschritt und Schwamm drüber!“

In diesem Sinne euch allen eine erfolgreiche Arbeitswoche und den richtigen Mann zur richtigen Zeit am richtigen Ort. 😉

Sex ist neben Fallschirmspringen…

…,  S c h o k o l a d eS h o p p e n  und wahrer  L i e b e  das Schönste, was sich jemand da oben für uns ausgedacht hat! 😉 Aber ich könnte noch nicht einmal sagen, welches die schönste Darreichungsform dieser Arznei ist: Der mit einem festen Partner, der mit einem Bekannten oder der mit einem Unbekannten. Probiert es aus, um selbst zu urteilen. 😮 Doch egal, wie intensiv ich das Gegenüber kenne, ein Muster wiederholt sich immer wieder: Ich kann vertrauen, alles um mich herum vergessen, mich fallen lassen und einfach nur genießen. – Oder habt ihr während des Sex schon je an etwas anderes gedacht? Babystress? Versöhnung gelungen? Preiserhöhungen? Zeitdruck? Zukunftssorgen? Frust im Job? Figürliche Mankos? Von allem schon gehört. Mir, thank god, noch nie passiert. Ganz ehrlich. Der Kopf wird wirklich und wahrhaftig „frei“. 😉 Der Alltag gerät in totale Vergessenheit. Es zählt nur das Hier und Jetzt. In dem Moment fühle ich einfach nur eine wohltuende Wärme, prickelnde Lust, auflodernde Begierde, absolute Geilheit, unendliche Freiheit, tiefste Zufriedenheit und richtig gute Laune!!! Und die, die hält zum Glück immer ein wenig an. Ja, ab und an wird man auch als Single Lady wieder daran erinnert. Ooops… <3

 P.S. Dieser Aufkleber pappt in unserer Straße über einem Klingelschild. Wir müssen eben nur aufmerksam sein und die Zeichen zu deuten wissen…! 😉

Sex sells…

*** Diese Gedanken muss ich noch schnell nachschießen, weil ich gerade mit einer Freundin über`m Newton-Buch saß und den Artikel schon längst vorbereitet hatte, ohne dass wir zuvor darüber sprachen. Ja und weil ich nicht weiß, ob ich die nächsten Tage zum Schreiben komme, da ich doch nach München reise. ***

…ist uns allen hinlänglich bekannt. Blind sei, wem dies nicht tagtäglich an den Kiosken und CD-Theken dieser Stadt auffiele. Sängerinnen, wie Beyonce und Rihanna jedoch gehen mir schon so unendlich lange auf den Keks, dass ich k***** könnte. Im Strahl. Bitte verzeiht meine Wortwahl, aber wer mich kennt: Ich liebe es gern anschaulich formuliert… 😮

Warum drehen sie ihre Videos nicht gleich bis zum Koitus weiter? Große Unterschiede zu den dagegen ehrlichen „what you see is what you get“-Pornos erkenne ich beim besten Willen nicht mehr. Zumindest nicht in der Wahl der textilen Bekleidung.

Warum mich das nervt? Weil sie so unsäglich peinlich platt auf „Sex sells“ setzen, dass sie:

1. das weibliche Geschlecht diskriminieren und zunehmend billig erscheinen lassen und

2. weder Mann noch Frau vom Bett auf den Küchentisch oder umgekehrt zu ziehen vermögen.

Wo liegt da der Reiz? Sekundäre Geschlechtsmerkmale für einen Song in`s Bild halten? Wie revolutionär. *gähn*

Eine Ikone namens Marilyn Monroe manifestierte bereits:

„The body is meant to be seen, not all covered up.“

…DOCH: Sie stand – trotz einiger Akte – für den Sexappeal, den auch eine reizvoll verhüllte Lady ausstrahlen kann. Gangart, Gesten, Blicke. DAS ist es, was Sexappeal auch ausmachen kann. Gut, die weiblichen Attribute dürfen selbstverständlich gern BESONDERS hervorgehoben werden und ganz nebenbei Männern wie Frauen den Kopf verdrehen… 😉

Sollte DAS heute überholt sein? NEIN!

Ich bilde mir ein, ich hätte einen feinen Spürsinn für Ästhetik. Und demzufolge auch einen ausgeprägten „shit-detector“. Will heißen:

Kunst oder Krempel.

Heiß oder kalt.

Top oder Flop.

Mehr kann`s für mich in dieser Hinsicht nicht geben.

Bitte nicht falsch verstehen: Ich liebe unverhüllte, schöne Körper! In der Liebe eher die maskulinen. Zum Anschauen aber auch herzlich gern die femininen. Bilder von Helmut Newton sind für mich was Heiliges, Unantastbares und Unstreitbares wie für andere die Bibel. Nichts, wofür Model und Zuschauerin sich schämen oder bloßgestellt fühlen müssten. Sie strahlen eine wahnsinnige Stärke aus. Eine Verliebtheit in die weiblichen Rundungen. Letztendlich ein auf-die Knie-Sinken vor der Stärke und Magie des weiblichen Geschlechts!

DAS… ist Kunst! 🙂

Madonnas Buch „SEX“ fand ich als Teenager „urst geil“. Das war die knappnachwendliche, ostdeutsche Feststellung für das heutige „Hammer“. Also stark! Sie provozierte. Sie schockierte. Sie rebellierte. – Zu einer Zeit, als dies noch nicht per se gesellschaftsfähig war.

Auch DAS…ist für mich Kunst!

Aber hinter dem Horizont der Ästhetik langweilt das schnöde Zur-Schau-Stellen entblößter Körperteile. Gepiercte Brustwarze hier, nackte Pobacke da, angedeutetes Liebesspiel eingestreut. Platt, platter, am plattesten. So empfinde ich sie, die vermeintlich „künstlerischen“ Ausdrucksweisen der Miss R`s und Miss B`s dieser Welt.

Und DAS… ist Krempel!!!

Ja, zweifelsohne, eine absolute Geschmacksfrage. Aber ich musste dem mal Luft machen und hoffe, da draußen noch weitere Befürworter meiner These zu finden.

Viva Marilyn, viva Jayne, viva Sophia, viva Catherine, viva Monica, viva Dita…! :-*

 

Die Bilanz…

…aus vier Monaten des Datens ist rückblickend gesehen doch erstaunlich. Und das bei einem Vollzeit-Job! Ich möchte auch die Jobs der über drei bekannte Plattformen kennengelernten Männer nur deshalb erwähnen, damit ihr seht, dass schon eine gewisse „Qualität“ hinter den Profilen steckt. Klar, habe ich sie rausgepickt aus tausenden Profilen. Oder sie mich. 😉 Aber alle genannten Date-Männer stehen fest im Leben. Leider schien nur die Hälfte ernsthaft auf der Suche nach einer neuen Partnerin zu sein. Kennenlernen durfte ich:

Unternehmer, Berater, Ärzte, Personal Trainer, Studenten, Mitarbeiter im Auswärtigen Amt, Botschaftsmitarbeiter, Mitarbeiter bei der Post, Pilot, Lehrer, Erzieher, Polizisten, BKAler, Architekten, Anwälte, ITler, Grafiker, Gastronomen, Bankkaufmänner, Bauleiter, freischaffende Autoren, Sänger, Geschäftsführer und gaaanz viele mehr, die mein Gedächtnis eigenständig löschte. Schade eigentlich.

Was alle gemeinsam hatten: Meine Freundinnen, auch die Liierten, interessierten sich brennend für sie. Na gut, für meine Erlebnisse mit ihnen. *lach* Und jeder Single-Lady in meinem Umfeld riet ich zu unbedingtem Selbstversuch. Immer in der Hoffnung, eine von uns könnte tatsächlich darüber ihren „Mr. Big“ finden. Und: Weil das Kontakten wirklich Spaß machte, die Komplimente die Seele streichelten und ja, auch weil die aufregende Suche über trübe Gedanken hinweg half.

Die Mehrzahl war sehr sympathisch, aber es machte einfach nicht klick. Selbst bei schönen Gesichtern und wirklich heißen Körpern: nix. Dafür habe ich einige von ihnen als Freunde gewinnen können. Und allein dafür hat sich die Erfahrung mit diesem Medium schon ausbezahlt. Heute bereue ich nur, dass ich die skurrilsten Begegnungen, die ich in der kurzen Zeit erlebte, nicht einfach niederschrieb. Aber was mir noch lebhaft vor Augen ist, sind u.a. die fünf hier:

* ein Pärchen fragte, ob ich gern Monopoly spiele 😉 und nach etwas klareren Worten waren sie so interessiert, dass sie zwei Tage non stop Mails schickten, ich möge doch mehr Bilder schicken und einem Treffen zustimmen. Bis es dazu kam, wurden die zwei leider vom Forum gesperrt.

* ein Mann schrieb mir, er sei „anders“. Ich bin da ja ganz unvoreingenommen und fragte, ob er bi sei oder inwiefern anders. Aber nein, er wäre gern mein Sklave. Er könnte aufräumen, putzen etc. Ich nahm ihn schon ernst, war aber auch ein wenig belustigt. Meine Antwort: „Hmhh. Immer mal was Neues hier. Meine Wohnung ist leider nur sehr klein, die putze ich schon selbst. Ob er auch andere Dienste anböte.“ missfiel ihm anscheinend, denn er meldete sich nie zurück.

* ein Mann wollte wissen, ob ich Stiefel trage und welche Schuhgröße ich hätte. Er wolle mir ein Paar schwarze, getragene Stiefel unbedingt abkaufen. Er hat sich mehrmal bedankt, dass ich ihm vertraue, denn andere Frauen hätten den Kontakt sofort abgebrochen. Wie`s der Zufall so wollte, hatte ich tatsächlich gerade meinen Schuhschrank ausgemistet und auch so ein Paar über`s Internet zum Kauf angeboten. Leider bekam er dann doch „kalte Füße“ oder war nicht der, der er vorgab, zu sein und so brach der Kontakt ab.

* ein Mann erwähnte gleich beim Chatten, er wäre so gut bestückt und wünsche sich eine Frau, die damit umzugehen wisse. Ich habe Gesicht und Chat-Nachricht noch heute auf meinem mobile! *grins* Auch er bekam eine Antwort: „Vielen Dank für die wesentliche Information, aber glaubst du allen Ernstes, DAS einer Frau als erste Auskunft über dich mit auf den Weg geben zu müssen? *kopfschüttel*“.

* ein Mann lud mich zum Kennenlernen ein. Das Mailen war auch ganz nett, aber als ich neutralen Boden vorschlug, lehnte er ab. Er würde die Frauen nur bei sich empfangen oder die Frau besuchen. Keine weitere Alternative. Mein Spruch wie immer: Na dann, schönes Leben noch. Frage mich bis heute, welche Frau DARAUF eingeht. Beim ersten Date! Deren Lude steht dann vor der Tür und hält die Hand auf, oder? *tststs*

Einige schrieben sehr anzügliche Mails, deren Beantwortung Spaß machte! 😉 Gefielen mir ein Angebot oder ein Unbekannter nicht, lehnte ich dankend ab. Was wiederum sehr gut ankam, da laut Auskunft der Männer nur die wenigsten Frauen überhaupt reagieren würden. Und kam mir einer nach einer höflich formulierten Absage dämlich, konnte ich nochmals reagieren und ihn sperren. Verblüffend viele hatten sofort Aktfotos oder zumindest welche mit freiem Oberkörper von sich und wie bereits berichtet, kam eines via whatsapp noch vor dem Aufstehen. Ich war nun wach, total stinkig, teilte ihm das auch mit und musste Minuten später total drüber schmunzeln und ihm ein Kompliment für DEN Körper zurückschicken. Einige klagten über ihre Ex, andere über ihren Stress auf Arbeit, fast alle über die schlechten Erfahrungen in den Börsen und doch waren sie auf mehreren Plattformen gleichzeitig aktiv. Teilweise heute noch. Woher ich das weiß, ist wieder eine andere lange Geschichte… 😉 Aber selbst Schuld, wenn man die Notbremse nicht findet, oder?! Sich darin zu verlieren, scheint wirklich eine neue Art von Sucht zu sein. Sucht, weil ich selbst erfuhr, wie oft ich mich beim Einloggen und Nachrichten checken erwischte. Wenn denn auch welche drin sind, was bei Männern nicht einmal der Fall sein soll. Als Frau hatte ich pro Tag bis zu 20 nette Willkommensgrüße und dann musste gleich aussortiert werden. Ganz ehrlich, manchmal hätte ich mir schon mehr Arme in Form einer indischen Gottheit gewünscht, um allen Mails, denen bei Interesse wieder Mails folgten, gerecht zu werden. Aber es machte Spaß. Und wenn`s dann schon beim Chatten oder Mailen knisterte oder gleiche Interessen aufeinander trafen, stand einem Kennenlernen nichts mehr im Wege.

Aber alles in allem war mein „Mr. Big“ noch nicht dabei. 5 kamen ihm verdammt nahe, aber ihr wisst ja: Dieses verdammte Unverbindlichkeits-Gen!