Manchmal…

…erschrecken mich die Menschen um mich herum ganz einfach. Menschen, die zweifeln. An sich, am Glück, an der Liebe. Ich möchte sie schwindelig schütteln und gleichsam all` ihre Ängste aus Ihnen heraus.

Nicht, dass ICH wie Pippi Langstrumpf in meiner eigenen kleinen Welt leben würde. Ach iwo! Auch ich hege Zweifel und Selbstzweifel wie meine Selbstgeborenen. Ach huch, sind sie ja auch! 😉

Eine gewisse Vorsicht und Skepsis ist sicher nicht verkehrt, doch zu viel des Grübelns verbaut uns so manchen Weg. Noch nicht bemerkt? Wie oft schrieb ich schon, einfach mal machen. Mein Lieblingsspruch ist und bleibt: „Es ist besser, Genossenes zu bereuen, als zu bereuen, nicht genossen zu haben.“ – Ich meine, WAS kann schon passieren??? ICH für meinen Teil blicke lieber zurück und habe es versucht. Und ihr?

Also wenn, ja WENN ihr einen Menschen gefunden habt, der wie ein Puzzle-Stück zu euch passt… dann, ja DANN ist wirklich ALLES möglich! 🙂 – Zieht SOFORT zusammen oder heiratet und behaltet zwei Wohnungen. Macht Kinder, wenn ihr beide schon immer verrückt danach wart. Oder kauft ein Eigenheim. Wozu warten? WORAUF? Sind wir nach vier Jahrzehnten nicht weise genug, um für die kommenden vier Jahrzehnte verrückt sein zu dürfen? 😉 Wenn es passt, dann passt es. Da können auch 7 leidenschaftliche Jahre in`s Land gehen, ihr setzt die Pläne endlich um und… trennt euch. Weil ihr euch fremd verliebt habt oder auseinander gelebt oder ach was weiss ich. Also WO bitte liegt die Garantie? In der Anzahl gemeinsam verbrachter Jahre??? Pah. Haltet ihr es gern so und stellt euch eure Jahreskalender…!!! ^^

Frisch verliebt? Es fühlt sich gut an? Es fühlt sich richtig an? Dann macht es!!! Nix ist verrückter als ein Zweifler.

ICH habe (für mich) genug Männer gedated und rückblickend hier und da Zeit verschwendet. Wertvolle Zeit für furchtbar sinnfreie Gedanken. Gedanken, warum es hier und da nicht klappte. Zeit, in der ich dem ein oder anderen wirklich voller Gefühle nachhing. Heutiges, einfaches Fazit: Es hat NICHT gepasst und genau darum ist keiner von DENEN heute MEIN Ehemann. Punkt. … Seit ich meinen Mann kenne, sehe ich nur noch nach vorn, nimmer zurück. Er hatte ganz einfach den passenden Schlüssel für mein und ich den Passenden für sein Herz. Was an Dates und Affären davor war, ist mir so was von schnuppe und abgehakt. Ich bin einfach nur glücklich im Hier und Jetzt und DAS ist, was zählt, was mich antreibt. Gemeinsam. In eine Richtung blickend. Mit durchweg positiver Grundeinstellung, gegenseitigem Respekt und Rückhalt und… Humor. Seeehr viiiel Humor!!! 🙂

Vielleicht habt ihr schon meinen kleinen Wedding-Ticker in der Menüleiste unten rechts bemerkt?! 😉 – Tja, DAS Schätzchen führe ich NICHT, um irgend jemandem etwas zu beweisen. Auch wenn das ein paar wenige Gratulanten mit ihren Glückwünschen verbanden. Den Zähler habe ich himmelhochjauchzend eingerichtet, weil schon die Tage bis zu unserer Hochzeit dank des Countdown sooo spannend und voller Vorfreude waren, dass wir beide uns seither wie Bolle darauf freuen, was wohl jeder neue Tag als Mr. & Mrs. Fischer für uns bereit hält. ICH liiiebe es, zu sehen, wie viele Tage und Stunden wir bislang gemeinsam und glücklich verbrachten. Und ich kann euch verraten: Es ist noch sooo viiiel aufregender, jeden neuen Tag zusammen als Mann & Frau zu beschreiten! ICH schätze JEDEN EINZELNEN Tag und bin mir dessen bewusst, mit welchem Geschenk ich gesegnet wurde. Also wenn ihr mich fragt, ich werde es, weiss der Himmel, nicht verka**en! 😉

Als ich nun vor wenigen Tagen mein chaotisch sortiertes Download-Sammelsurium nach einer Glückwunschkarte durchforstete, stiess ich auf diese, ähm, nun ja, Optimistin… 😉

first-date

Mein Grinsen beim Wiederentdecken: UNBEZAHLBAR!!! 🙂 – Warum? Na so ungefähr lief es ja ab, bei UNS. Ich hatte schon ein paar Dates vereinbart und blieb beim ERSTEN Mann hängen! Aber hey, was sollte ich weiter daten? ER war genau DER Mann, der MEIN Herz hüpfen liess. DER, der in gleichem Maße nach mir verrückt ist, wie ICH nach ihm. Wir lesen uns jeden Herzenswunsch von den Augen ab, benennen auffallend oft exakt dasselbe im gleichen Atemzug und lachen wie die Verrückten. 🙂

Also nochmal die Frage: WARUM muss ich erst auf Krankheit und Tiefschläge des Lebens warten, um mir oder anderen zu „beweisen“, dass MEIN Partner die FÜR MICH richtige Wahl ist? Bin ich DANN auf der „sicheren“ Seite??? Ah, Moment. Und WER genau bemisst diese Zeit? Sind 5, 10 oder 15 Jahre genehm??? ^^

Eine Bekannte klagt immer wieder, sie bekäme keinen Mann mehr. Ja, verstehe ich. – Ui, neiiin! Es liegt gewiss nicht an der attraktiven Frau. 😉 Hmhhh. Oder doch? Irgendwie ja schon… In düsteren Momenten klingt für einen selbst sicher nichts überzeugender als der kleine hässliche Zweifler auf der linken Schulter. Aber wieso diese Angst tagtäglich als inneres Mantra immer wieder herunter beten? Neue Wege bringen neues Glück. Raus aus der Joging-Buxe, raus aus dem Haus, raus aus den Gewohnheiten, raus aus der eigenen Komfortzone. Nichts fällt einem in den Schoß! Und wieso zwanghaft weiter zweifeln, wenn doch das Glück um uns herum so verkitscht aufblüht und uns zeigt, dass es zum Greifen nah ist. Nur, weil`s bequem ist? Weil es Aufmerksamkeit bringt? Weil wir unsere Fantasie verloren haben??? 🙁

Eine meiner besten Freundinnen lernte letzten Winter ihren Traummann kennen und sie sind bereits verlobt. Hochzeitsplanung mit allem Pipapo inklusive. Es passte einfach wie Arsch auf Eimer. Also exakt so, wie bei uns kurze Zeit später. 😉 Ich drohte ihnen schon, seinen Bruder, Cousin oder notfalls auch seinen Nachbarn nach Berlin zu entführen. In der Hoffnung, ihr Glück färbte auf mich ab. 😉 Ich bin kein Neider – nur, wenn es um cellulitefreie Beine geht 😉 – und erfreue mich bis heute jeden einzelnen Tag an ihrem ansteckend-liebevollen Glück. Ich bin mir sicher, IHRE Liebe verlieh MIR den Optimismus, der mich stark machte. Und der Glauben an sich selbst und an die Liebe sind es doch, die uns hoffen und leben lassen. Wer nicht mehr hoffen kann, ist doch schon tot, oder?! – Mein Tipp: Verzagt nicht und „mimimi“t nicht allzu oft mit anderen Singles, die euch runter ziehen. Schaut auf befreundete Paare, die glücklich sind. Und verstosst niemals den Glauben an die Liebe!

Hach ja… *seufz* Und wenn es immer wieder um den Faktor Zeit geht… Ich kann es NICHT MEHR HÖREN!!! – KEINER weiss, wie viel uns davon gegönnt ist! Also lasst uns leben. Heute. Hier. Leben und glücklich sein. Geniesst es oder schweigt und lasst es wenigstens die Leutchen um euch herum geniessen!

Am Ende eines Tages, Monats, Jahres oder Lebens heisst es nämlich sicher nur:

und-zeige-denen-die-du-liebst-jeden-moment-dass-du-sie-liebst

Warum nur in aller Welt…

…müssen sich Menschen das Leben einander so schwer machen??? 🙁

Ich habe noch nie verstanden, warum sich einst liebende Partner nach der Trennung weiter so quälen. Meist zwar nur DER Teil, der den Partner ziehen lassen musste, also: Ist das so eine Art Masochismus? Oder sichert das lediglich DIE Aufmerksamkeit, nach der manch ein Mensch so dringend lechzt? Schaut her, ich wurde verletzt. Was hat mir dieser Unhold nur angetan? Was macht er mir mein Leben mit seiner blossen Existenz weiter zur Hölle??? Kikeriki. Kikerikiii.

Hallo?!?! – Ich meine, jeder Klardenker sollte doch spätestens ab Anfang zwanzig wissen, dass die ERSTE Liebe nicht die einzige Herz-(Schmerz-)Beziehung bleiben wird. Die meisten von uns lieben sich durch zwei, drei oder mehr Partnerschaften auf der Suche nach DEM passenden Deckel. Idealerweise nacheinander. 😉

Nur wenige von uns erfahren das Glück, in den Armen ihrer ersten Liebe gemeinsam alt zu werden. Doch auch diesen Glücklichen wird nichts geschenkt. Auch sie lernen Tag für Tag und arbeiten hart für den Erfolg ihrer Partnerschaft. Und wir anderen, wir wachsen an unseren immer wieder neu aufgenommenen Beziehungen und lernen (hoffentlich!), dass WIR nicht der Nabel der Welt, ach was, des Universums sind.

Egoismus, Eifersucht, Lügen und Respektlosigkeit sind tödlich. Der Tod jeder Liebe. Und manchmal, ja, manchmal lebt man sich auch lediglich durch Nichtigkeiten oder fehlende Nähe auseinander und ist zu unreif, dies zu erkennen. EINER von beiden zieht bei einer Trennung zunächst IMMER den Kürzeren, aber: Mal ist man der Baum und mal der Hund. 😉

Wie viele Männer musste ICH schon ziehen lassen, weil ich sie an andere Frauen „verlor“? Wie vielen nahm ich dagegen unbeabsichtigt das Date oder den Mann??? Wie oft haderte ICH mit dem Gedanken, das Glück fände seinen Weg nie wieder zu mir. Und dann küsste es mich plötzlich wieder. Aus dem Nichts. Mal flüchtig, mal intensiv mit Zunge.

Ich bin mir sicher, Selbstreflexion ist der Schlüssel. … Vernunft, Vertrauen und Selbstreflexion. … Vor, während und nach einer Partnerschaft.

Getrennte Wege eröffnen IMMER neue Möglichkeiten. Für BEIDE!!! Man muss nur gewillt sein, auch mal den Blickwinkel zu ändern. Sich mit Freunden oder Familie austauschen und einfach mal ganz kindlich-naiv deren Erfahrungen lauschen und versuchen, ihre Sichtweise einzunehmen.

Keine Frage, mitunter kann es Monate oder aber Jahre dauern, sich auf eine neue Beziehung einzulassen. Wer kennt das nicht? Aber: Es wird WIEDER Schmetterlinge geben. Und Liebe!!! 🙂

– Also warum, um Himmels Willen, sind zurück gelassene Partner so verflucht erpicht darauf, nicht nur dem Ex, sondern letztendlich auch sich selbst den Alltag und das allgemeine Wohlbefinden so zu verhunzen? Wozu gegen etwas ankämpfen, das sich nicht ändern lässt? Wieso etwas behalten wollen, was einem eh nie gehörte? Zwanghaft festhalten um der Gewohnheit Willen? Auch wenn die Beziehung schon klinisch tot war???

Lasst ver-dammt noch-mal lo-ooooooooooos…!!! 🙁

Was mich so traurig und wütend zugleich macht, ist dieser fast schon selbstzerstörerische Egoismus! – Wie unreif und verbohrt, seinem einstigen Lieblingsmenschen kein neues Glück zuzugestehen. Man selbst war doch am Verlust der Liebe und dem Scheitern der Partnerschaft nicht gänzlich unbeteiligt! Und wie erschütternd und dumm, das auch noch über weitere Beteiligte auszutragen? Ist nicht wenigstens zum Wohle kleiner Mini Me ein friedliches Miteinander erstrebenswert? Missgunst und Hass bringen NIEMALS Frieden mit sich selbst.

Und Verlustängste, die habe auch ich, keine Frage. Dennoch glaube ich fest daran:

„Was du liebst, lass frei.“

Menschen verändern sich. Tag für Tag. Sie sind niemandes Eigentum. Und Liebe lässt sich weder einsperren noch erzwingen. Liebe kommt und geht. Sie wird nur intensiver zwischen denen, die sie pflegen. Liebe kennt kein Geschlecht und keine Religionen und sie gibt Kraft. Kraft, anzupacken und Hürden zu meistern. Warum also in der Vergangenheit hängen bleiben und sich noch mehr aufreiben als zuvor, anstatt sich auf neue Abenteuer und Möglichkeiten einzulassen? – Ich denke, man muss diesem flatterigen Ding namens Liebe nur ab und an ein Türchen aufstemmen. Und die Kraft dafür speist sich nicht aus dem Versinken in Selbstmitleid, sondern aus dem festen Glauben an sich selbst. Jeder ist auf seine Weise liebenswert und wird seine Hälfte finden. Wann begreifen die Menschen endlich, dass ein Miteinander schlauer und effektiver ist als ein Gegeneinander?

Ein Blatt sagt mehr als 1000 Worte... ;-)

Sie berühren mein Herz…

…in einer Sprache, die keiner Worte bedarf.

* * *

Ist es nicht unheimlich, wie verbunden wir uns Fremden gegenüber fühlen, allein durch die Kraft eines ihrer Bilder? Allein durch den Klang ihrer Musik? Allein durch eine unschuldige Berührung?

Auf Instagram und um mich herum bestaune ich tagtäglich Fotografien und Streetart, die mich zutiefst ergreifen und deren Künstler ich unheimlich gern kennenlernte. Ich lausche aneinander gereihten Noten, die mich fern des Hier und Jetzt bringen und deren Komponisten ich von Herzen dankbar sein muss. Und ich trage Designs in Form von Mode, die mich vor Freude heulen lassen. 😉 – Mir angenehme Parfums ziehen mich magisch an, obwohl ich den Träger überhaupt nicht kenne! Wahrscheinlich mag ich den Mensch dahinter sogar nicht einmal, aber allein dieser Wohlgeruch bringt mich schier um den Verstand. … Und dann, dann gibt es vereinzelt auch DEN Moment, in dem mich eine unerwartete Berührung daran erinnert, wie schön Vertrautheit doch sein kann!

So wie vor Kurzem.

Eine Berührung zweier Hände. Gänzlich unschuldig. Aber – (falls) a-u-s-g-e-s-p-r-o-c-h-e-n  – vielleicht doch nicht sooo naiv, wie man(n und frau) selbst glauben mag. Eine Hand, die meinen Körper beben lassen kann, ohne sie bewusst eingesetzt zu haben. Warm und vertrautZart und gleichsam doch auf eine unbeschreibliche Art fordernd. Länger festgehalten als… gewöhnlich. Ein kurzes Gefühl von Heimat und Geborgenheit. Aber… von einem Mann, der einfach nicht für mich bestimmt ist. Einem Mann, den ich nachts nie mit nach Hause nähme. Und doch von einem, der mir zeigt, dass er mich mag. Mit dem ich dreckig lachen und locker und frivol über Männergeschichten reden kann. Einem Mann, dessen Hand einfach und plötzlich nur gut tat (und noch ein wenig in Kopf und Herz verweilen wird.)

Sogleich seufzt mein Herz geschauspielert weinerlich: Wie schön wäre auch wieder so eine Vertrautheit gepaart mit Liebe?! … Und ich erinnere es an all` die Kompromisse. Den Schmerz, den eine Trennung auf beiden Seiten hinterlässt. Und den Verlust der Leichtigkeit. Und dann wissen wir beide, dass wir noch gar nicht bereit sind und lachen!

Wer das eine will, muss das andere mögen. Oder?!

Aber ich, ich liebe mein Leben. Das HIER. Das JETZT. Ohne Zugeständnisse. Ohne Enttäuschungen. Denn da draussen wartet einfach noch so viel mehr, was MICH und MEIN HERZ zu berühren vermag… 🙂

Schön, wenn man Menschen findet...

Wenn das Herz nicht mehr schlägt…

Heute folgt einer dieser depressiv wirkenden Einträge, die jedoch zum Leben gehören wie…, wie…, ja, wie… schwarz zu weiss. Eben wie Karl Lagerfeld zum Hause Chanel! 😉

Ihr kennt das: Von Zeit zu Zeit durchbricht das Dunkel die hellsten Sonnentage, die – zugegeben – keine wären ohne eben jenes Dunkel.

Was ist passiert?

 Meine Nachbarin berichtete mir auf unserer letzten Abendhunderunde unter Stocken, dass unser Nachbar im Hoch-Parterre verstarb. Und an dieser Nachricht, das ahnte ich, würde ich die nächsten Tage sehr zu knabbern haben.

Ich meine, er war mir kein Verwandter. Auch kein nahestehender Freund. Aber eben ein guter Bekannter. Ein vertrautes Gesicht. Eines, das ich seit 10 Jahren nahezu jeden Tag aus dem Fenster grüßen und schmunzeln sah. Fast schon eine kleine Institution, weil ihn jeder im Block kannte und jeder unter seinem Fenster zu einem kleinen Plausch hielt. Er wusste dies und jenes zu berichten, hielt immer die Augen offen, war stets bestens gelaunt.

Er rauchte viel. Sicher zu viel. Aber was heisst das schon… Mein Großvater wurde 82 mit 3 Päckchen Zigaretten am Tag!

Doch unser Nachbar verstarb ganz plötzlich.

Mit nur knapp über 60!

S-E-C-H-Z-I-G-!-!-!

Einfach umgekippt.

Gerade erst in den Ruhestand eingetreten! – Er freute sich „uff den Umzuch in`t Jrüne“, blickte euphorisch auf bestimmt weitere 20 Jahre, ganz sicher aber auf das Hinter-sich-lassen des kräftezehrenden Arbeitslebens. Eben auf das Geniessen des Lebens“abends“ mit Familie und Enkeln.

*kopfschüttel*

Ich werde ihn, den ich „nur als Nachbar“ kannte, ganz sicher vermissen.

– Herr S. hatte immer ein sicheres Auge auf unsere geparkten Autos, war bestens informiert über Kiez-News und Herr S. war auch unter unseren Fellnasen über die Haustürgrenzen bekannt. Wir alle nannten sein Fenster mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht unseren „McDonalds Drive In„, weil wirklich immer ein Stückchen Käse, Wurst oder lecker Gekochtes von seiner Frau den Weg zu RoMeo & Co. herunter fand.

Und nun soll all` das Vertraute plötzlich nicht mehr sein???

Mein erster Satz an meine Nachbarin, als mir die Tränen in die Augen schossen, war: „Ich habe Angst vor`m Leben!“.

Und jetzt, wo ich mich nachts im Bett hin- und herwälze, wo ich immer wieder aus viel zu kurzen Schlafphasen gerissen werde, geht mir mein eigener Satz nicht aus dem Kopf.

Doch was ich so schnell und irgendwie unter Schock stehend von mir gab, entspricht meinem Gemütszustand, meinem gegenwärtigen Gefühl.

ICH habe keine Angst vor dem Tod.

ICH habe Angst vor dem Leben.

Wir alle fühlen eine große Verantwortung, haben hohe Ansprüche an uns selbst. Nicht alle, aber viele. 😉 … Und wenn dir mit zunehmendem Alter bewusster wird, wie zerbrechlich das Leben ist, wie schnell das Lebensende näher rückt oder wie kurz deine Zeit auf Erden nur noch bemessen sein könnte, läuft dir ein Schauer über den Rücken, oder?

Anfang April erst verstarb kiss FM-Radio-Moderator Sebastian Radke. Ein Sonnenschein und eine Sportskanone. Mit 40!!! – Auch da trat schon diese Art von Angst bei mir ein.

Binnen einer Sekunde wird uns vor Augen geführt, dass die Zeit nicht in unserer Hand liegt. Egal, wie sportlich, jung oder bewusst wir leben und fühlen. Das wir lernen sollten, Prioritäten zu setzen. Prioritäten, um unser Leben noch möglichst reich zu gestalten. Reich im Sinne von unsere Zeit jeden Tag bestmöglich – gerade auch privat – zu nutzen.

Und das ist, wie ich empfinde, unseren Liebsten und vor allem uns selbst gegenüber eine große Verantwortung. … Was für Wünsche stehen schon Jahre oder Jahrzehnte auf unserer Wunschliste formuliert? Warum haben wir den ein oder anderen nicht schon längst geschafft, umzusetzen? Ist er überhaupt wichtig, um glücklich aus dem Leben zu treten?

Tot ist tot. Ist Staub. Ist Vergessen.

Ruhestätte in Bautzen

Oder?

Werden unsere Seelen doch weiter leben und sich an unser(e) Leben erinnern?

Ich habe in diesen Wochen zunehmend Angst vor dem Leben. Angst, die Zeit nicht (un)vernünftig genug genutzt zu haben. Angst vor dem Punkt, an dem Leben und Tod ihren Pakt geschlossen haben. Ohne mein Wissen. Angst, genau wie Herr S. lächelnd am Fenster zu stehen und in der nächsten Sekunde einfach nicht mehr „Atschö“ zum Leben sagen zu können. 🙁

Also wie ist der Plan, um (wieder) zu mir zu kommen? Um das Gefühl zu bekommen, gelebt zu haben. Da gewesen zu sein.

Oder:

Was mache ich genau heute, um am Abend das Gefühl zu haben, es wäre total in Ordnung, mich davon zu schleichen???

Atschö_Adieu_Goodbye

Dieses Bild habe ich auf meinem sonntäglichen Weg zum Flohmarkt geschossen. Sieht irgendwie aus, wie: „LmaA. Ich gehe.“ 😉

Das obere Foto zeigt eine wunderschöne Ruhestätte in Bautzen.

Garstig und verbittert…

– Innerlich existiert (m)ein zweites ICH.

* * *

Ich leide keine gesundheitlichen Einschränkungen, genoss eine sehr gute Ausbildung, bekleide einen ordentlichen Job, habe in RoMeo mein neues Zuhause gefunden, reise gern und oft, habe auch als Single-Lady ab und an Sex und mich umgeben in meiner Mini-Wohnung Designer-Taschen, Schuhe und Garderobe, deren Anblick allein schon mein Herz hüpfen lässt.

Was will frau mehr?

Dennoch: Trotz positiver Grundstimmung gibt es immer wieder Tage, an denen bin ich einfach nur schrecklich (und) müde.

Als Kind wünschte ich mir ein Leben, das niemals endet. Als Kind…

Nach einem halben Leben bin ich überzeugt, ein erfülltes Leben ist keinesfalls das OHNE Ende!

Alles wirkt zerbrechlich.

Vergänglich wie das AbendRot.

Und das erscheint mir neben der Bedeutung der Liebe als zweitwichtigste Erkenntnis. – Und an eben jenen müden Tagen auch als simple Wohltat!

Denn mit zwei Dingen komme ich nach wie vor nicht klar: Dem verfrühten Ableben irdischen Lebens und dem Tod der Tugend!

Ich arrangiere mich, so gut es geht. Und ich suche Erklärungen, die das Leben begreifbar und das Weiterleben erträglich gestalten. Doch die „Un“s dieser Menschheit – mögen sie auch variieren – herrschen und verleiden das Leben so un-nötig. Wohin ich mich auch wende, was immer meine Augen auch erblicken, meine Ohren vernehmen, mein Herz spürt: Ungerechtigkeit und Unaufrichtigkeit scheinen den Mensch zu beherrschen. Der Weg, abgeschnitten für Tugenden, wie Liebe, Mitgefühl, Besonnenheit und Mut.

🙁

Die Ignoranz erscheint als das perfekte, legale und rezeptfrei erhältliche Betäubungsmittel der Stunde. Und stünde sie mir gut zu Gesicht, das Leben wäre wahrhaft leichter. Gemäß dem Motto: „Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht.“.

Im Grunde ist es doch so sein: Einer steht früh auf, hatte einen beschi**enen Start in den Tag und „rumms“, startet die Kettenreaktion. Dieser Eine fühlt sich missverstanden oder klein und gibt`s an jeden seiner Kontakte weiter (oder zerbricht daran)…

…und einer seiner über-den-Weg-Stolperer bin ich. Auch angefressen tadele ich den Rest des Tages mit innerlich erhobenem Zeigefinger durch die Gegend. Taugt nur kurz als Ventil, erzeugt aber überdies auch noch langanhaltenden Selbsthass. Denn ich spüre von Sekunde eins an, dass mir „diese verdammte“ buddhistische Gelassenheit fehlt, anstatt des dicken Zeigefingers doch einfach cool den längeren Mittelfinger zu aktivieren.

🙁

An jenen Tagen habe ich Angst. Angst um mich selbst.

Um meine Psyche UND meine Physis.

Und auch Angst, ein Misanthrop zu werden.

Getreu Arthur Schopenhauer, deutscher Philosoph (1788 – 1860):

„Seitdem ich die Menschen kenne, liebe ich die Tiere.“

😮

Denn ich führe Selbstgespräche. Auch in der Öffentlichkeit. Sogar hörbar murmelnd. Mal frage ich laut, mal antworte ich genervt einer stumm gestellten Frage.

Und es bleibt leider nicht beim innerlich erhobenen Zeigefinger. Ich pöbele tatsächlich auch „Mitbürger“ an. Einige von ihnen sind hilflos berührt, andere motzen erstaunlicherweise noch dümmlicher zurück.

Ich denke, das Frotzeln kann ich auch getrost als so ein Berliner Ding abtun. Hier motzt du, auch wenn du glücklich bist. Vielleicht, um auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben. Denn bodenständig, ehrlich und gerade heraus, das sind wir hier. Wir Ur-Berliner.

Nur eines Tages werde ich mir wohl noch eine einfangen mit meiner Frechheit!

Aber muss ich mir aus Angst vor den „Un“s wirklich alles gefallen lassen???

Mein Problem: Ich fühle mich tatsächlich von zu vielem angegriffen, auf das ich – frei Schnauze gesagt – schei**en sollte.

Beispiele gefällig?

Um bei der Fäkalsprache zu bleiben: Zum Beispiel von Hundehaltern, die bewusst provokant die Erfindung von Kotbeuteln ignorieren. Von Kundenservice, der keiner ist. Von Dummheit, die u.a. unsere schöne Sprache ausrottet. Von Grausamkeit, durch die Menschen und Tiere misshandelt und getötet werden. Von Idioten, die aus Spass Bier-Pullen auf dem Asphalt zerdeppern. Von Mitreisenden, die ihr Leben lautstark mobil in den Öffentlichen zu debattieren haben. Von fehlenden Manieren und mangelnder Hilfeleistung, wenn einer eingeschränkt ist, stürzt oder schwer zu schleppen hat. Von unangemessenem Tonfall gegenüber Kollegen. Von der Borniertheit einiger Vorgesetzter. Von der Ellenbogen-Gesellschaft!

Oh, nein. Auch ich habe Macken und mache Fehler. Doch ich versuche mich in deren Vermeidung. – Nur die Aufklärung, die kann ich einfach nicht unterlassen.

😉

Ich habe mir heute ein Shirt bestellt, dass FÜR MICH alles in einem Satz – ernst und augenzwinkernd zugleich – zusammenfasst:

„Be kind to animals or I`ll kill you.“

Für mich bedeutet dies nicht nur ein Statement für Respekt vor Tieren, sondern grundsätzlich Respekt vor ALLEM friedfertigen und beschützenswerten Leben.

Ergo:

Sei höflich zu Jedem, sonst kenne ich wirklich gar KEINE Grenzen!!!

Und wer auch immer auf soziale Netzwerke und deren Oberflächlichkeit schimpfen mag: Ich bleibe positiv gestimmt, dass nicht nur durch TV-Aufklärung, sondern vermehrt auch durch soziale Netzwerke so einiges getan werden kann, um z.B. Dummheit in Wissen zu ändern, in grosser Gemeinschaft Straftaten und ethische Vergehen aufzuklären und auch Gerechtigkeit für die zu erreichen, die sich nicht (mehr) wehren können.

Hey. Ich habe noch ein halbes Leben vor mir, also lasst mich einfach auch mal positiv denken!!!

😉

Die Grenze verläuft nicht zwischen oben und unten, sondern zwischen dir und mir!

…mal wieder ein Foto aus`m Kiez, diesmal aus Kreuzberg. Fotografiert im letzten Jahr.

Wenn ich nur ein einziges Leben…

…retten könnte, wäre mein Leben doch um einen Sinn reicher.

* * *

Im April las ich in einem Magazin die Frage:

Was würden Sie hinterlassen, wenn Sie von dieser Welt gingen?

Und da musste ich ernsthaft erst mal drüber nachdenken!

>>> Wüsstet ihr`s? Für EUCH? <<<

Hinter mir lassen werde ich hoffentlich ein paar gerötete Augen. Aber so richtig Spuren? Und Gedenken? Neuerungen? Bahnbrechende Erkenntnisse? Erfindungen?

Negativ. 🙁

Ich hinterlasse ja nicht mal Nachkommen! – Ich bin kein Hollywood-Star, gebannt auf Celluloid. Und auch kein manifestierter Schriftsteller. Es muss ja nicht der Sinn des Lebens sein, Nobelpreisträger zu werden. Oder ein berühmter Maler, gefeierter Fotograf oder suizidaler Musiker…

…aber so ein paar kleine Tapsen vor oder nach meinem Abgang auf Erden, das wäre schon ein Stückchen Erfüllung und Glück. Oder?!?! 

Als ich dann noch den Aufruf in Stern TV sah, stand fest:

Ich werde Spender!

Ein paar Klicks weiter und einige Tage des ungeduldigen Wartens später kam endlich mein sehnsüchtig erwartetes eigenes kleines, privates Labor- und Spender-Set. 😉

DKMS Spender Set

Und schaut doch nur, wie einfach es ist!

Schritt für Schritt, in nicht mal 10 Minuten.

Es könnte ein Leben in DEINER Familie sein, dass ICH jetzt damit retten kann…

DKMS Spender Set_

Vor einem Monat dann die lang ersehnte Mail, dass ich als Knochenmark-Spender in die Datei aufgenommen bin und in einem Monat meinen Spender-Ausweis erhielte…

…et voila, gestern nun endlich im Kasten:

Aufnahme in die DKMS Spender Datei

I c h   b i n   S p e n d e r !    🙂

Und ich bin gerade irgendwie so RICHTIG glücklich.

Nur anhand der bezeugten Aufnahme und auf Grund des Gedankens, ICH könnte der eine unter Millionen Spendern sein, der helfen kann. Und schon wieder bin ich am Lächeln! *glücklichseufz*

Darum auch hier mein Aufruf an euch, meine Süßen:

Macht bitte mit.

Werdet Spender der DKMS.

Lieber spät als nie.

Das Ganze geht so fix und rettet möglicherweise Leben!!!

Worauf wartet ihr noch?

:-*

Danke.

Ich liebe Jenke…

…von Wilmsdorff und seine Serie „Das Jenke-Experiment“ auf RTL! <3

Ich habe den Kerl schon früher nur allzu gern in seinen Rollentäuschen beobachtet, aber hier geht er brennenden Fragen noch intensiver auf den Grund. Mit Fachleuten und „Betroffenen“. Und wieder ganz Selbst. Mit Leib und Seele.

Vergangene Woche: Das Alkohol-Experiment. – Vier Wochen lang ein Promille intus. Wird man so schon zum Alkoholiker? Wie reagiert die Umwelt, wenn man bereits früh am Morgen Alkohol ausdünstet? Wer verbündet sich automatisch und begibt sich selbst in eine Co-Abhängigkeit? Wie „halte“ ich überhaupt meinen Pegel, ohne dass ein Arbeitskollege etwas davon bemerkt? Bin ich noch fahrtauglich mit meinen 0,7 Promille, auch wenn ich mir ganz sicher bin? – Nein! Ein fiktiver Unfall am Fahrsimulator, Blackouts, Scheiss-Egal-Haltung, körperlicher Abbau, Immunschwäche… Einfach alles kam zur Sprache. Und zum medizinischen Test. Alles bis hin zum sehr realen, unangenehmen Blutgerinnsel am After. Von nur wenigen Wochen übermäßigen Alkoholkonsums! Jenkes Arzt verriet ihm, dass dies nach Karneval das häufigste (geheime) Leiden in seiner Praxis sei. Hättet ihr`s gewusst? Noch beängstigender: Nach den vier Wochen einfach so aufhören? Pah! Ist nicht. Spätestens am Nachmittag stellte sich nun Tag für Tag das starke Verlangen nach einem Drink ein. Und er gab noch einige Male nach. Ein trockener Alkoholiker riet ihm, ab sofort für mindestens 6 Monate nicht EINEN Tropfen anzurühren! Sechs Monate. Diese  l a n g e   Z e i t s p a n n e  machte Jenke schon nach den vier Wochen des täglichen Alkoholkonsums Angst. Angst! Einem bis vor vier Wochen noch „gesunden“ und fitten Menschen. Unvorstellbar, oder?!?

Was mir jedoch ganz besonders zu Herzen ging und wo mir echt Tränen in die Augen schossen, war die Geschichte der FAS-Kinder. FAS = Fetales Alkohol Syndrom. Die, die ihr Leben lang an den Alkoholschäden zu tragen haben. Erschreckend: Wenn Schwangere trinken, baut sich ein Glas Wein in 2 Stunden ab. Bei ihrem Kleinen, noch Ungeborenen, dauert das Ganze 20 Stunden! Und ist pures Gift. In jedem Stadium der Schwangerschaft! Aber: Statistisch gesehen verzichtet nur jede fünfte Schwangere völlig auf Alkohol. Da frage ich mich wohl zu Recht ganz wütend: Dürfen sich alle anderen „Mütter“ nennen??? 🙁 – Wie gern hätte ich die sehr nachdenklich wirkende und so unendlich traurig gezeigte Elfjährige in den Arm genommen, um ihr eine große Schwester, eine starke Schulter, eine Freundin, eine Spielkameradin, eine Ablenkung, eine Hausaufgabenhilfe und so vieles mehr zu sein. Ich hab mich noch an dem Abend der Ausstrahlung an den Rechner gesetzt und den Sender gebeten, meine Kontaktdaten an sie weiterzuleiten. Ob ich Hoffnung habe? *schulterzuck* Die Hoffnung stirbt zuletzt! Und sollten sich die Kleine oder ihre Adoptiv-Mom vorläufig nicht bei mir melden, werde ich hier in Berlin mal schauen, wo ich mich einbringen kann. Und das meine ich ganz ernst.

Gestern nun: Das Alters-Experiment. – Wie lebt es sich als älterer Mensch mitten in unserer Gesellschaft. Und mit sich selbst! Gehör, Sehstärke, Reaktionsschnelligkeit, Fahrtüchtigkeit… – alles erschreckend eingeschränkt. Abgesehen vom äußeren Erscheinungsbild und seinen untrüglichen Alterungserscheinungen. Der Anspruch auf körperliche Ertüchtigung und adrettes Aussehen lässt bei vielen zum Glück auch mit dem Alter nicht nach. Ebenso wie Zärtlichkeit und Sexualität. Lebende Beispiele, die einem Mut machen. Und sehr ehrliche und respektvoll beschriebene Erfahrungen einer sich selbst als „Sexualbegleiterin“ bezeichnenden Lady Anfang 50, deren ältester Kunde 92 Jahre war. Absolut nachvollziehbar, ihre Ausführungen. Und wie lebt es sich – wenn auch nur eine Woche – mit dem begleitenden Alterszittern? Schreiben, Trinken, Essen… – ein Graus. Den eigenhändig geschriebenen Einkaufszettel nicht mehr lesen können, an der Kasse alle hinter einem Wartenden aufhalten, um das Kleingeld rauszuholen und die hupenden Autofahrer zu ertragen, weil die Ampelphasen viel zu schnell getaktet sind? Mal einen Happen Toast zu sich zu nehmen, „wenn das Toast mal wieder vorbei kommt“!?!?! Ja, es trifft wohl zu: Älter werden ist nichts für Feiglinge.

In diesem Sinne: Danke Jenke und mögen wir alle noch ein langes UND gesundes Leben führen. :-*