Der richtige Preis…

 …schlägt beim Mode-„Schnick-Schnack-Schnuck“ schon mal die richtige Größe.

Will heissen, dieses Kleid ist eine Gr. 40. Ich trage für gewöhnlich 36. Mir jedoch schnurzpiep, weil es mir einfach viel zu gut gefiel und ich es – sorry, Ladies – keiner für € 12 im Sale überlassen konnte. 😉

H&M Dress & Givenchy Bag & Miu Miu Sunglasses & Lee Denim & Osco Sandals_ H&M Dress & Givenchy Bag & Miu Miu Sunglasses & Lee Denim & Osco Sandals__ H&M Dress & Givenchy Bag & Miu Miu Sunglasses & Lee Denim & Osco Sandals___

Eigentlich knielang, trage ich es ich es lieber geschoppt über der selbst „gekürzten“ Lee Jeans. Dazu die beeren-farbene Nightingale von Givenchy und zarte Sandalen… et voila, Wohlfühl-Outfit fertig. 🙂

Und so ging`s dann Donnerstag Abend auch auf „Die große Reise„. Auf dem Tempelhofer Feld erzählte die Compagnie des Theater Anu inmitten eines Lichterlabyrinths aus 3.000 Kerzen Geschichten zum Erinnern und Träumen. Die Kostüme und Requisiten waren liebevoll aus vergangenen Jahrzehnten und Jahrhunderten zusammen gestellt und geleiteten mich – genau wie der grandiose Narr – in längst vergessene Zeiten.

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Ah, und bevor ich es vergesse, zu erwähnen:

Wer neben Mode auch mal Lust auf ein paar hundert „Streetart„-Bilder in Berlin (und Paris) verspürt, der besuche mich gern auch auf Instagram unter wwwbaerlinerincom. Da hat sich schon so einiges angesammelt, was nicht unbedingt jedem auf seinem Weg zum Bäcker, zum Sport oder zur Arbeit auffällt, aber unsere Stadt hier und da noch wesentlich bunter und origineller macht.

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H&M Dress & Givenchy Bag & Miu Miu Sunglasses & Lee Denim & Osco Sandals

H&M Dress * Miu Miu Sunglasses * Givenchy Nightingale Bag

Osco Sandals * Lee Denim

Wenn das Herz nicht mehr schlägt…

Heute folgt einer dieser depressiv wirkenden Einträge, die jedoch zum Leben gehören wie…, wie…, ja, wie… schwarz zu weiss. Eben wie Karl Lagerfeld zum Hause Chanel! 😉

Ihr kennt das: Von Zeit zu Zeit durchbricht das Dunkel die hellsten Sonnentage, die – zugegeben – keine wären ohne eben jenes Dunkel.

Was ist passiert?

 Meine Nachbarin berichtete mir auf unserer letzten Abendhunderunde unter Stocken, dass unser Nachbar im Hoch-Parterre verstarb. Und an dieser Nachricht, das ahnte ich, würde ich die nächsten Tage sehr zu knabbern haben.

Ich meine, er war mir kein Verwandter. Auch kein nahestehender Freund. Aber eben ein guter Bekannter. Ein vertrautes Gesicht. Eines, das ich seit 10 Jahren nahezu jeden Tag aus dem Fenster grüßen und schmunzeln sah. Fast schon eine kleine Institution, weil ihn jeder im Block kannte und jeder unter seinem Fenster zu einem kleinen Plausch hielt. Er wusste dies und jenes zu berichten, hielt immer die Augen offen, war stets bestens gelaunt.

Er rauchte viel. Sicher zu viel. Aber was heisst das schon… Mein Großvater wurde 82 mit 3 Päckchen Zigaretten am Tag!

Doch unser Nachbar verstarb ganz plötzlich.

Mit nur knapp über 60!

S-E-C-H-Z-I-G-!-!-!

Einfach umgekippt.

Gerade erst in den Ruhestand eingetreten! – Er freute sich „uff den Umzuch in`t Jrüne“, blickte euphorisch auf bestimmt weitere 20 Jahre, ganz sicher aber auf das Hinter-sich-lassen des kräftezehrenden Arbeitslebens. Eben auf das Geniessen des Lebens“abends“ mit Familie und Enkeln.

*kopfschüttel*

Ich werde ihn, den ich „nur als Nachbar“ kannte, ganz sicher vermissen.

– Herr S. hatte immer ein sicheres Auge auf unsere geparkten Autos, war bestens informiert über Kiez-News und Herr S. war auch unter unseren Fellnasen über die Haustürgrenzen bekannt. Wir alle nannten sein Fenster mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht unseren „McDonalds Drive In„, weil wirklich immer ein Stückchen Käse, Wurst oder lecker Gekochtes von seiner Frau den Weg zu RoMeo & Co. herunter fand.

Und nun soll all` das Vertraute plötzlich nicht mehr sein???

Mein erster Satz an meine Nachbarin, als mir die Tränen in die Augen schossen, war: „Ich habe Angst vor`m Leben!“.

Und jetzt, wo ich mich nachts im Bett hin- und herwälze, wo ich immer wieder aus viel zu kurzen Schlafphasen gerissen werde, geht mir mein eigener Satz nicht aus dem Kopf.

Doch was ich so schnell und irgendwie unter Schock stehend von mir gab, entspricht meinem Gemütszustand, meinem gegenwärtigen Gefühl.

ICH habe keine Angst vor dem Tod.

ICH habe Angst vor dem Leben.

Wir alle fühlen eine große Verantwortung, haben hohe Ansprüche an uns selbst. Nicht alle, aber viele. 😉 … Und wenn dir mit zunehmendem Alter bewusster wird, wie zerbrechlich das Leben ist, wie schnell das Lebensende näher rückt oder wie kurz deine Zeit auf Erden nur noch bemessen sein könnte, läuft dir ein Schauer über den Rücken, oder?

Anfang April erst verstarb kiss FM-Radio-Moderator Sebastian Radke. Ein Sonnenschein und eine Sportskanone. Mit 40!!! – Auch da trat schon diese Art von Angst bei mir ein.

Binnen einer Sekunde wird uns vor Augen geführt, dass die Zeit nicht in unserer Hand liegt. Egal, wie sportlich, jung oder bewusst wir leben und fühlen. Das wir lernen sollten, Prioritäten zu setzen. Prioritäten, um unser Leben noch möglichst reich zu gestalten. Reich im Sinne von unsere Zeit jeden Tag bestmöglich – gerade auch privat – zu nutzen.

Und das ist, wie ich empfinde, unseren Liebsten und vor allem uns selbst gegenüber eine große Verantwortung. … Was für Wünsche stehen schon Jahre oder Jahrzehnte auf unserer Wunschliste formuliert? Warum haben wir den ein oder anderen nicht schon längst geschafft, umzusetzen? Ist er überhaupt wichtig, um glücklich aus dem Leben zu treten?

Tot ist tot. Ist Staub. Ist Vergessen.

Ruhestätte in Bautzen

Oder?

Werden unsere Seelen doch weiter leben und sich an unser(e) Leben erinnern?

Ich habe in diesen Wochen zunehmend Angst vor dem Leben. Angst, die Zeit nicht (un)vernünftig genug genutzt zu haben. Angst vor dem Punkt, an dem Leben und Tod ihren Pakt geschlossen haben. Ohne mein Wissen. Angst, genau wie Herr S. lächelnd am Fenster zu stehen und in der nächsten Sekunde einfach nicht mehr „Atschö“ zum Leben sagen zu können. 🙁

Also wie ist der Plan, um (wieder) zu mir zu kommen? Um das Gefühl zu bekommen, gelebt zu haben. Da gewesen zu sein.

Oder:

Was mache ich genau heute, um am Abend das Gefühl zu haben, es wäre total in Ordnung, mich davon zu schleichen???

Atschö_Adieu_Goodbye

Dieses Bild habe ich auf meinem sonntäglichen Weg zum Flohmarkt geschossen. Sieht irgendwie aus, wie: „LmaA. Ich gehe.“ 😉

Das obere Foto zeigt eine wunderschöne Ruhestätte in Bautzen.