Sometimes…

…it Snows in April.*  🙁

In leidiger Erwartung des groß angekündigten Schnees am Sonntag wollte ich Samstag nochmal so richtig auf die Kacke hauen und den Frühling mit aller Gewalt herbei zaubern. Hat auch fast geklappt! – Sonnenstrahlen durchbrachen immer wieder den bewölkten Himmel und gaben ihr Bestes, die lausigen 10 Grad zu verdoppeln und mir so ein angenehmes Nach-Urlaubs-Wochenende zu bescheren. 😉

Und da am Wochenende weder Shoppen noch Arbeit auf der Agenda standen, durfte es leger sein. Sehr leger. Aber nicht ohne meine Lee. Lee`blingsteile in Form eines sexy Tanktop, knapper Jeans, eines umschlungen-geflochtenen Gürtels und eines beschützenden Hoodie… in einem, ja, einem amourösen Little-red-Corvette-Rot!!! 🙂

Drüber eine wärmende Daunen-Weste von Polo Ralph Lauren, die mich nun schon knapp 20 Jahre bekleidet, und an die Hand ein kleines Stückchen Himmel in azurblau von Anya Hindmarch, der Maxi Featherweight Ebury Shopper. 🙂

– Solltet ihr noch eine extrem leichte und geräumige Tasche suchen, sei sie euch wärmstens empfohlen!!! Und nein, ein Reissverschluss fehlt mir überhaupt NICHT an der Tasche. Ich habe sowieso immer einen Shopping-Beutel aus Baumwolle dabei und den lege ich zum Sichtschutz drüber. Und hey, wer euch bestehlen wollte, tut dies auch so. Ob nun mit oder ohne Reissverschluss an der Tasche… ^^

Polo Ralph Lauren Vest & Lee Hoodie & Anya Hindmarch Shopper & Lee Top & Lee Denim & Lee Belt & Converse Chucks_ Polo Ralph Lauren Vest & Lee Hoodie & Anya Hindmarch Shopper & Lee Top & Lee Denim & Lee Belt & Converse Chucks__ Lee Hoodie & Anya Hindmarch Shopper & Lee Top & Lee Denim & Lee Belt & Converse Chucks Lee Hoodie & Anya Hindmarch Shopper & Lee Top & Lee Denim & Lee Belt & Converse Chucks_

Ich wünsche euch allen eine erfolgreiche Woche und lasst euch Wichtiges privat NIEMALS unausgesprochen…!!!

Polo Ralph Lauren Vest & Lee Hoodie & Anya Hindmarch Shopper & Lee Top & Lee Denim & Lee Belt & Converse Chucks

Polo Ralph Lauren Vest * Lee Hoodie

Anya Hindmarch Shopper * Lee Tanktop * Lee Denim * Lee Belt * Converse Chucks

* * *

* Er war mein erster Schwarm und – ungelogen – von Teenie-Tagen an bis heute (!!!), MEIN Sex-Idol. Vergangenen Donnerstag wurde mir eine Leichtigkeit genommen, die so nie wieder kehren wird. Ich fühle mich wie eine kleine Waise. Eine zurück gelassene Geliebte. Trauernd. – Nicht Michael Jackson. Nicht David Bowie. Keiner davor und keiner danach. Nein, wirklich KEIN anderer Songwriter, Musiker und Sänger berührte mein Herz so wie ER. Ich war schon immer eine PRINCE-Geliebte. Sammelte jedes Poster, jedes Song-Book. Ich verstand seine Ekstasen, noch bevor ich selbst den ersten Sex hatte. Dazu dieses wunderschöne, ebenmäßige Gesicht. Diese lustvoll-zuckende Hüfte, diese Mimik zwischen flirty-sexy, provokant-arrogant und zum-Schreien-komödiantisch. OMG. Mein Lieblings-Video zu „Black Sweat“ und der Film „Purple Rain“ zeigen ihn so, wie ich ihn liebe. Und mit Letzterem konnte ich Samstag Nacht gebührend Abschied nehmen. Dank der starken Armen meiner „realen“ Liebe, bathing in the purple rain. …  Ich vermisse dich jetzt schon, you Sexy MF. R.I.P., Baby. R.I.P. :-*

Wenn das Herz nicht mehr schlägt…

Heute folgt einer dieser depressiv wirkenden Einträge, die jedoch zum Leben gehören wie…, wie…, ja, wie… schwarz zu weiss. Eben wie Karl Lagerfeld zum Hause Chanel! 😉

Ihr kennt das: Von Zeit zu Zeit durchbricht das Dunkel die hellsten Sonnentage, die – zugegeben – keine wären ohne eben jenes Dunkel.

Was ist passiert?

 Meine Nachbarin berichtete mir auf unserer letzten Abendhunderunde unter Stocken, dass unser Nachbar im Hoch-Parterre verstarb. Und an dieser Nachricht, das ahnte ich, würde ich die nächsten Tage sehr zu knabbern haben.

Ich meine, er war mir kein Verwandter. Auch kein nahestehender Freund. Aber eben ein guter Bekannter. Ein vertrautes Gesicht. Eines, das ich seit 10 Jahren nahezu jeden Tag aus dem Fenster grüßen und schmunzeln sah. Fast schon eine kleine Institution, weil ihn jeder im Block kannte und jeder unter seinem Fenster zu einem kleinen Plausch hielt. Er wusste dies und jenes zu berichten, hielt immer die Augen offen, war stets bestens gelaunt.

Er rauchte viel. Sicher zu viel. Aber was heisst das schon… Mein Großvater wurde 82 mit 3 Päckchen Zigaretten am Tag!

Doch unser Nachbar verstarb ganz plötzlich.

Mit nur knapp über 60!

S-E-C-H-Z-I-G-!-!-!

Einfach umgekippt.

Gerade erst in den Ruhestand eingetreten! – Er freute sich „uff den Umzuch in`t Jrüne“, blickte euphorisch auf bestimmt weitere 20 Jahre, ganz sicher aber auf das Hinter-sich-lassen des kräftezehrenden Arbeitslebens. Eben auf das Geniessen des Lebens“abends“ mit Familie und Enkeln.

*kopfschüttel*

Ich werde ihn, den ich „nur als Nachbar“ kannte, ganz sicher vermissen.

– Herr S. hatte immer ein sicheres Auge auf unsere geparkten Autos, war bestens informiert über Kiez-News und Herr S. war auch unter unseren Fellnasen über die Haustürgrenzen bekannt. Wir alle nannten sein Fenster mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht unseren „McDonalds Drive In„, weil wirklich immer ein Stückchen Käse, Wurst oder lecker Gekochtes von seiner Frau den Weg zu RoMeo & Co. herunter fand.

Und nun soll all` das Vertraute plötzlich nicht mehr sein???

Mein erster Satz an meine Nachbarin, als mir die Tränen in die Augen schossen, war: „Ich habe Angst vor`m Leben!“.

Und jetzt, wo ich mich nachts im Bett hin- und herwälze, wo ich immer wieder aus viel zu kurzen Schlafphasen gerissen werde, geht mir mein eigener Satz nicht aus dem Kopf.

Doch was ich so schnell und irgendwie unter Schock stehend von mir gab, entspricht meinem Gemütszustand, meinem gegenwärtigen Gefühl.

ICH habe keine Angst vor dem Tod.

ICH habe Angst vor dem Leben.

Wir alle fühlen eine große Verantwortung, haben hohe Ansprüche an uns selbst. Nicht alle, aber viele. 😉 … Und wenn dir mit zunehmendem Alter bewusster wird, wie zerbrechlich das Leben ist, wie schnell das Lebensende näher rückt oder wie kurz deine Zeit auf Erden nur noch bemessen sein könnte, läuft dir ein Schauer über den Rücken, oder?

Anfang April erst verstarb kiss FM-Radio-Moderator Sebastian Radke. Ein Sonnenschein und eine Sportskanone. Mit 40!!! – Auch da trat schon diese Art von Angst bei mir ein.

Binnen einer Sekunde wird uns vor Augen geführt, dass die Zeit nicht in unserer Hand liegt. Egal, wie sportlich, jung oder bewusst wir leben und fühlen. Das wir lernen sollten, Prioritäten zu setzen. Prioritäten, um unser Leben noch möglichst reich zu gestalten. Reich im Sinne von unsere Zeit jeden Tag bestmöglich – gerade auch privat – zu nutzen.

Und das ist, wie ich empfinde, unseren Liebsten und vor allem uns selbst gegenüber eine große Verantwortung. … Was für Wünsche stehen schon Jahre oder Jahrzehnte auf unserer Wunschliste formuliert? Warum haben wir den ein oder anderen nicht schon längst geschafft, umzusetzen? Ist er überhaupt wichtig, um glücklich aus dem Leben zu treten?

Tot ist tot. Ist Staub. Ist Vergessen.

Ruhestätte in Bautzen

Oder?

Werden unsere Seelen doch weiter leben und sich an unser(e) Leben erinnern?

Ich habe in diesen Wochen zunehmend Angst vor dem Leben. Angst, die Zeit nicht (un)vernünftig genug genutzt zu haben. Angst vor dem Punkt, an dem Leben und Tod ihren Pakt geschlossen haben. Ohne mein Wissen. Angst, genau wie Herr S. lächelnd am Fenster zu stehen und in der nächsten Sekunde einfach nicht mehr „Atschö“ zum Leben sagen zu können. 🙁

Also wie ist der Plan, um (wieder) zu mir zu kommen? Um das Gefühl zu bekommen, gelebt zu haben. Da gewesen zu sein.

Oder:

Was mache ich genau heute, um am Abend das Gefühl zu haben, es wäre total in Ordnung, mich davon zu schleichen???

Atschö_Adieu_Goodbye

Dieses Bild habe ich auf meinem sonntäglichen Weg zum Flohmarkt geschossen. Sieht irgendwie aus, wie: „LmaA. Ich gehe.“ 😉

Das obere Foto zeigt eine wunderschöne Ruhestätte in Bautzen.

Heute vor einem Jahr…

…bekam mein Leben einen Knacks!

🙁

Meine Miss Liebreiz verstarb im Alter von nur 3 Jahren und 5 Wochen.

Aus dem zunächst schönsten Tag wurde von einer auf die andere Sekunde der schrecklichste Tag meines Lebens.

Ich habe lange überlegt, ob ich das so schreiben darf.

– Aber ja, ich darf.

Es war der schönste Tag, weil ich meine Prinzessin mit jedem Tag unseres Beisammenseins mehr vergötterte.

Wir hatten 3 Wochen Urlaub am Stück und der Tod suchte sich genau den letzten Tag unseres Urlaubs aus, um uns beide aus dem Leben zu reissen.

Ein sonniger Sommer-Sonntag im August.

Der 04.08.2013.

🙁

Die Wohnung war aufgeräumt, gewienert, ein neuer Fenseher gekauft, Möbel frisch umgestellt, tags zuvor noch ein neues Bett für Miss Liebreiz gekauft, wir spielten auf unserer Lieblingswiese an der O2-Arena ihr Lieblingsspiel „Ball fangen“…

…und das alles bedeutete von einer Sekunde auf die andere plötzlich nichts mehr.

Ich liebe Welpen-Bilder, klar, aber ich wollte nie einen „Dauer-Welpen“.  – Ich genoss jeden Tag, den meine Zaubermaus erwachsener und noch inniger mit mir wurde. – Obwohl letzteres ja schon gar nicht mehr möglich war *lach*, da sie mich bereits als Welpe begleitete und ich ihr Universum war.

Genau das Gefühl gab sie mir. Jeden Tag mehr und mehr.

Nie 10m weiter weg, immer mit Blick zu mir, immer am Zurückkommen, wenn ich sie rief und jeden Tag lustiger als den vorherigen, weil wir uns allein mit Blicken verstanden.

🙂

Sie war einfach mein Seelen-Hund, wie man so schön sagt. *seufz*

* * *

Liebste Baia,

 ich denke jede Stunde an dich.

Und wann immer ich in RoMeos Gesichtchen blicke, sehe ich auch dein Lachen und den Schalk in deinen wunderschönen Augen.

Ruhe in Frieden, meine Herzens-Prinzessin.

Ich liebe dich.

Jeden Tag noch genau so sehr wie an unserem letzten, gemeinsamen Tag.

Und für immer und ewig!!!

Deine Elli

:-*

Baia & RoMeo_meine beiden Schätze

Albträume…

…suchen mich glücklicherweise recht selten heim.

Aber wenn, dann jedes Mal SO heftig, dass ich schluchzend aufwache! 🙁

Ich würde mal schätzen, alle halbe Jahre verstört mich so ein TRAUMatisches Erlebnis, so ein sog. „Nachtschaden“.

Die vergangenen zwei Wochen nun aber gleich 2 Nächte!

Gar nicht erholsam.

*seufz*

Und dann ist ja mit dem Aufwachen noch lange nicht Schluss. Nee. Dann hat man zwar glücklicherweise das vermeintlich live Erlebte ÜBERLEBT, aber der Tag ist versaut. Einfach hinüber, weil das Grübeln, Nachdenken und Sich-Sorgen noch lange über das abrupte Aufwachen aus dieser Nachtmahr hinaus anhält.

Und ist nicht auch in Albträumen immer ein Quäntchen Wahrheit oder Vorahnung enthalten???

Bei angenehmeren Träumen glücklicherweise schon! 😉 (P.S. …dem Mann in dem verlinkten Artikel habe ich meine Schmetterlinge übrigens nie gestanden.)

Und auch Albträume betreffen bei mir seltsamerweise immer die, um die sich auch tagsüber meine Gedanken drehen.

– Kein beruflicher Auslöser oder Hobbies, die Grundlage dieser Träume bilden, sondern ausschließlich mir liebe Menschen und Vierbeiner, die in meinen Träumen versterben oder von fremder Hand ihr Leben lassen müssen.

Nach dem Albtraum vor zwei Wochen, in dem ein Mann starb, für den ich noch immer starke Gefühle hege, war ich arg in Versuchung, ihn zu kontaktieren. Einfach nur, um Bestätigung zu bekommen, er sei höchst lebendig und wohlauf. Und so kämpfte ich den ganzen Tag mit mir. Ich entschied mich dagegen. Warum? Nun, weil er zu gut weiss, was ich für ihn empfinde und ich zugegebenermaßen zu stolz war, mich wieder in Erinnerung zu bringen. Bei ihm wüsste ich sofort, wie ich GANZ LEICHT 😉 eine patente Reaktion bekäme… Aber ich musste auch lernen: Manche Menschen passen in DIESEM Leben einfach nicht zusammen. Meine Gefühle sind wesentlich intensiver für ihn, als seine für mich… und so würde weder ich wollen, dass mir jemand blind und taub hinterher läuft, noch, dass ich jemandem sein Leben unnötig schwer machte.

C`est  la vie!

Ja und in dem zweiten Albtraum ging es um meinen vierpfötigen Begleiter RoMeo, Ich wollte ihn wiederbeleben wie ich`s bei meiner verstorbenen Miss Liebreiz versuchte, aber es war zu spät. Vielleicht sollte ich mir ja wirklich psychologische Hilfe suchen, denn seit Miss Liebreiz Tod ist meine Welt eine Andere. Nicht mehr so unbeschwert und voller Lebenslust wie zuvor. Und so sorge ich mich mit jedem meiner Atemzüge auch um meinen Meo. Sobald mir sein Ein- und Ausatmen zu flach oder nicht mehr sichtbar erscheinen, schüttele ich ihn wach. Nur, um sicher zu gehen, dass er noch lebt. Das raubt mir so viel Kraft und Leichtigkeit, die ich früher noch besaß. 🙁 – Und ihm leider seinen Schlaf. Aber ich liebe dich. Sorry, kleiner Mann. 😉

Doch das ist wohl der Lauf des Lebens. Je öfter wir die Sonne aufgehen sehen, desto länger werden die Schatten in unserem Herzen. Schatten aus Narben, die wir mit jedem Tag an Verletzungen, Ängsten und Verlusten zu erleiden haben.

Und sollten Albträume einen Sinn haben, dann möglicherweise den, sich der Liebe zu jenen Hauptakteuren zu erinnern. Aber ich kann mit Fug und Recht behaupten, mir dessen vollends bewusst zu sein. Ich flüstere auch Meo jeden Tag zu, wie sehr ich ihn liebe.

Wollte ich als Kind noch unsterblich sein, so wünsche ich mir heute einfach nur ein erfülltes Leben, in dem die glücklichen Momente Kummer und Sorgen um Längen überstrahlen und dessen Ende ich nicht fürchte, weil ich voller Hoffnung bin, meine Miss Liebreiz und all die lieben Seelen, die mir voraus gingen, wiederzusehen. <3

das ist doch mal ein Ziel, Ende jeden Kummers

P.S. Dieses Bild entstand wieder mal auf Tour im Aussendienst. Aber das ist doch mal ein hoffnungsvolles Ziel vor Augen. „Ende des Kummers“. Oder? 😉

Von wegen, keine Angst…

…mehr. 🙁

Das ganze Leben besteht auch nach dem Tod des Liebsten aus Angst. Nicht um einen selbst!

…sondern Angst um die weiteren Lieben um einen herum.

Job? Gesundheit? Nee. An erster Stelle drehen sich die Gedanken immer um das Liebste, was einem noch auf Erden bleibt.

Ob Partner, Eltern, Kind, Hund oder Katze, Freunde… und erst dann folgt die eigene Gesundheit, um die man sich sorgt. Oder?

Fakt ist: Diese Woche hatte eine Freundin von mir einen schweren Verkehrsunfall. Und sie lebt!!! 🙂

Und ich bin sooo überglücklich und dankbar, dass ich seit dem an fast nix anderes mehr denken kann! Und weil ich nicht drüber hinweg komme, WAS wohl wäre, wenn sie eben NICHT mehr wäre… muss ich`s mir noch einmal von der Seele schreiben:

DU bist mir und meinen Vierpfötern jederzeit eine riesige Stütze, mir eine brillante Zuhörerin, weise Ratgeberin, wir können gemeinsam über Männer und Jobs und das Leben an sich lachen und weinen… und einfach nur wir selbst sein. Ohne dich? Ohne Scheiss, mit dir wäre ein weiterer Teil in meinem Herzen gestorben! Denn so jemanden findet man da draussen gar nie mehr wieder!!!

RoMeo und Baia und ich…

WIR LIEBEN DICH/EUCH.

– Also passt bloß auf euch auf, sonst gibt`s so was von den Po voll!!! 😉

Dicken Kuss und schnelle Genesung.

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

…dieses Foto habe ich letztes Jahr nach einem erfolgreichen Arbeitstag aufgenommen. Ich nenne es heute: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Alles auf einem Bild zu sehen. (Und auch, dass ich den Spiegel mal hätte putzen sollen. 😉 ) Jedenfalls möchte ich euch einfach nur sagen: Zeigt denen, die ihr liebt, jeden Moment, dass ihr sie liebt!!! :-*

Werden wir je das Ende…

…als solches begreifen können???

Eine Freundin verlor letzten Monat einen ihrer liebsten Menschen. Zwei weitere Freundinnen jeweils ihre schnurrenden Fellnasen. Addiert zu meiner Baia, ihrer Freundin Mina und so vielen weiteren Facebook-Vierbeinern, die Familienangehörige waren, einfach zu viel Leid und Trauer in unmittelbarer Nähe in 2013. ;-(

Und doch geht das Leben weiter.

Aber nichts ist, wie es einmal war.

Ich fühle mich plötzlich so klein und unbedeutend. – Weil ich nichts gegen den Lauf der Natur und diese Art von Schicksalsschlägen, die unsere Liebe am Leben überschatten, tun kann. – Weil ich mich tatenlos fügen muss. Weil ich mit ansehen muss, was ich nicht wahr haben will. Weil ich den Tod nicht akzeptieren kann. Weil ein Leben genommen wird, das mir eben noch voller Leben, Mimik und Gestik Freude und Kraft spendete. Weil ich ohnmächtig werde. Weil ich mich plötzlich allein fühle. – Selbst wenn Familie und Freunde meine Hand fest umklammern.

Jeder kann seine Liebsten so gut wie möglich beschützen… und ist dennoch machtlos, wenn der Tod übernimmt.

Und so beneide ich die Menschen und Kulturen, die gelernt haben, den Tod ebenso wie das Entstehen des Lebens zu begreifen. Ihm die gleiche Bedeutung beimessen. Menschen, die ihn akzeptieren, die ihn feiern, die ihn als einen Teil betrachten, der absolut dazu gehört. Zum Lauf unseres Erden-Lebens.

So wie die Geburt den Eintritt in unser Leben markiert, kann doch der Tod den Eintritt in eine viel angenehmere Phase des Seins bedeuten. Ja, warum denn nicht?

Was wissen wir Menschen schon vom Tod? Außer dem Schmerz, den wir mit dem Verlust einhergehend verspüren… g a r   n i c h t s !

* Es könnten so viele verschiedene Leben sein, die auf uns warten. Leben in Form von Wiedergeburten. Ein Kreislauf. Unendlichkeit. Alles passiert wieder und wieder. Wovor haben wir Angst? Schon bald sind wir alle Profis. Im Leben und im Sterben. 😉

* Oder vielleicht auch verschiedene Formen des Seins. Eine Art Weiterentwicklung. Weiterentwicklung durch Vereinfachung. Sein ohne Körper. Ohne Hülle. Ohne Zwänge. Zwänge in Form von Zeit und Raum. … Äußerlichkeiten? Termine? Wetter-Kapriolen? Ha. Alles schnurzpiepegal! 😉

* Jede Etappe mit der ihr eigenen Zeitrechnung. Und jede könnte so viel lebens- und liebenswerter als die vorherige sein. Vielleicht sogar viel, viel kürzer als in unserer jetzigen Auffassung von Zeit, aber umso erfüllter. 🙂

Warum öffnen wir diesen locker-leichten Spinnereien und Phantasien nicht einfach Tür und Tor und bitten sie herein wie einen gern gesehen Gast? Warum hadern wir mit unseren eigenen Gedanken. Warum glauben wir zur Abwechslung nicht einfach mal DARAN? – Gibt es gegenteilige Beweise? Nein. Und allein der Gedanke an solch neue Welten lässt mich fröhlich grinsend und kindlich staunend zurück… 🙂

Doch es sind nicht nur wir selbst, die wir uns im Weg stehen. Oft genug zwängt uns unser Umfeld in eine Position, die uns nicht gerecht wird.

Jeder ist seines Glückes Schmied? Ich bin mir da nicht so sicher.

Diese Woche lief eine Reportage über verwaiste Eltern. Während das eine Paar auch Jahre nach dem Tod ihres Sohnes noch durch jährlich gemeinsames Beisammensein und Lachen mit seinen Mitschülern gestützt wurde, erstarrte ein anderes Paar in seiner Trauer um ihre geliebte Tochter. Warum? – Weil sich Freunde und Kollegen abwandten, als litten die Eltern fortan an einer ansteckenden Krankheit. Weil eben jene Freunde und Kollegen nicht über das verlorene Kind und die Trauer sprechen konnten oder wollten. Weil ihre Tochter bei jenen keine Erwähnung mehr fand. Gefühlt, als ob sie niemals auch nur existierte! Und so zerbrachen Bande und verletzten die Eltern, die überdies noch immer ihre Trauer zu bewältigen hatten! 🙁

Sagt mir, in was für einer Welt leben wir? Was für Menschen umgeben uns? Menschen, denen Taktgefühl fehlt? Menschen, die sich selbst nur zu retten versuchen? Menschen, die überzeugt sind, Totschweigen und Vergessen lindere Trauer?

Jeder wird anders trauern.

Und jeder möchte sicher auch anders trauern.

Doch was kostet es UNS, kurz nachzufragen?

Nachzufühlen?

Ich wünschte mir ein Umfeld, dass lieber MIT mir redet, als über mich. Ein Umfeld, dass wenigstens versucht, sich in meine Situation hinein zu versetzen. – Nein, man muss nicht alles und jeden verstehen. Aber wie weit her ist es mit unserer Menschlichkeit, gar nicht erst den Versuch zu unternehmen?

Ich möchte niemals SO enden.

Ein Armutszeugnis.

Schicksalsschläge können jeden von uns ereilen.

Von einer Sekunde auf die nächste.

Auch dich.

Genau jetzt…

– Berührt?

In meinen Augen ist das gemeinsame Erinnern und Lachen die herzlichste und liebevollste Form, eines geliebten Zwei- oder Vierbeiners zu gedenken.

Nur SO weilen sie für immer UNVERGESSEN mitten unter uns. 🙂

Auch ich kenne die düsteren Momente, in denen man einfach nur allein sein, seinen Schmerz herausschreien und den Tränen ihren Lauf lassen will. – Man wünscht, sich eine Art Panzer auf Zeit um sein Herz legen zu können, um jegliches Leid auszusitzen. Getreu dem Motto: Trifft mich nicht, perlt an mir ab, lässt mich kalt…

– Aber warum zäumen wir das Pferd von hinten auf?

Wir Menschen können den Alterungsprozess verlängern. Wir vermögen, Krankheiten zu unterdrücken oder gar zu heilen. Aber dem Tod, dem können wir bis heute nicht das Handwerk legen.

Und da wir IHM nichts entgegensetzen können, müssen eben WIR lernen, ihm seine Schrecklichkeit zu nehmen. Oder?

Ihm die sommergesprosste Stirn bieten, ihm den Mittelfinger in die Nase bohren, ihn kindisch anrotzen und ihm ungefragt und dreist eine Leichtigkeit und Fröhlichkeit verleihen, die unserer Trauer den sich unendlich anfühlenden Schmerz nimmt. :-p

In gemeinsamen Gesprächen und in unseren Herzen leben sie doch weiter.

Alle, die wir kennenlernen und lieben durften. <3

Jene Seelen, die… hey… ja, die bereits vor uns eine möglicherweise neue „Welt“ entdecken dürfen.

Sich wundernd, warum wir ihnen nicht längst in die Leichtigkeit folgten.

Die uns ungesehen die Zunge rausstreckten.

Und uns am Ende unseres kurzen Erden-Lebens abholten und dorthin begleiteten.

– Na, DAS hoffe ich doch zumindest!!! 😉

Fuck death!

…und wieder mal in Berlin fotografiert. Ich nenn`s heute mal: Fuck Death! oder Nimm das Leben nicht zu ernst!

Joseph von Eichendorff

Auf meines Kindes Tod

 1

Das Kindlein spielt‘ draußen im Frühlingsschein,
Und freut‘ sich und hatte so viel zu sehen,
Wie die Felder schimmern und die Ströme gehen –
Da sah der Abend durch die Bäume herein,
Der alle die schönen Bilder verwirrt.
Und wie es nun ringsum so stille wird,
Beginnt aus den Tälern ein heimlich Singen,
Als wollt’s mit Wehmut die Welt umschlingen,
Die Farben vergehn und die Erde wird blaß.
Voll Staunen fragt ’s Kindlein: „Ach, was ist das?“
Und legt sich träumend ins säuselnde Gras;
Da rühren die Blumen ihm kühle ans Herz
Und lächelnd fühlt es so süßen Schmerz,
Und die Erde, die Mutter, so schön und bleich,
Küßt das Kindlein und läßt’s nicht los,
Zieht es herzinnig in ihren Schoß
Und bettet es drunten gar warm und weich,
Still unter Blumen und Moos. –

„Und was weint ihr, Vater und Mutter, um mich?
In einem viel schöneren Garten bin ich,
Der ist so groß und weit und wunderbar,
Viel Blumen stehn dort von Golde klar,
Und schöne Kindlein mit Flügeln schwingen
Auf und nieder sich drauf und singen. –
Die kenn ich gar wohl aus der Frühlingszeit,
Wie sie zogen über Berge und Täler weit
Und mancher mich da aus dem Himmelblau rief,
Wenn ich drunten im Garten schlief. –
Und mitten zwischen den Blumen und Scheinen
Steht die schönste von allen Frauen,
Ein glänzend Kindlein an ihrer Brust. –
Ich kann nicht sprechen und auch nicht weinen,
Nur singen immer und wieder dann schauen
Still vor großer, seliger Lust.“

2

Als ich nun zum ersten Male
Wieder durch den Garten ging,
Busch und Bächlein in dem Tale
Lustig an zu plaudern fing.

Blumen halbverstohlen blickten
Neckend aus dem Gras heraus,
Bunte Schmetterlinge schickten
Sie sogleich auf Kundschaft aus.

Auch der Kuckuck in den Zweigen
Fand sich bald zum Spielen ein,
Endlich brach der Baum das Schweigen:
„Warum kommst du heut allein?“

Da ich aber schwieg, da rührt‘ er
Wunderbar sein dunkles Haupt,
Und ein Flüstern konnt ich spüren
Zwischen Vöglein, Blüt und Laub.

Tränen in dem Grase hingen,
Durch die abendstille Rund
Klagend nun die Quellen gingen,
Und ich weint aus Herzensgrund.

3

Was ist mir denn so wehe?
Es liegt ja wie im Traum
Der Grund schon, wo ich stehe,
Die Wälder säuseln kaum
Noch von der dunklen Höhe.
Es komme wie es will,
Was ist mir denn so wehe –
Wie bald wird alles still.

4

Das ist’s, was mich ganz verstöret:
Daß die Nacht nicht Ruhe hält,
Wenn zu atmen aufgehöret
Lange schon die müde Welt.

Daß die Glocken, die da schlagen,
Und im Wald der leise Wind
Jede Nacht von neuem klagen
Um mein liebes, süßes Kind.

Daß mein Herz nicht konnte brechen
Bei dem letzten Todeskuß,
Daß ich wie im Wahnsinn sprechen
Nun in irren Liedern muß.

5

Freuden wollt ich dir bereiten,
Zwischen Kämpfen, Lust und Schmerz
Wollt ich treulich dich geleiten
Durch das Leben himmelwärts.

Doch du hast’s allein gefunden
Wo kein Vater führen kann,
Durch die ernste, dunkle Stunde
Gingst du schuldlos mir voran.

Wie das Säuseln leiser Schwingen
Draußen über Tal und Kluft
Ging zur selben Stund ein Singen
Ferne durch die stille Luft.

Und so fröhlich glänzt‘ der Morgen,
’s war als ob das Singen sprach:
Jetzo lasset alle Sorgen,
Liebt ihr mich, so folgt mir nach!

6

Ich führt dich oft spazieren
In Wintereinsamkeit,
Kein Laut ließ sich da spüren,
Du schöne, stille Zeit!

Lenz ist’s nun, Lerchen singen
Im Blauen über mir,
Ich weine still – sie bringen
Mir einen Gruß von dir.

7

Die Welt treibt fort ihr Wesen,
Die Leute kommen und gehn,
Als wärst du nie gewesen,
Als wäre nichts geschehn.

Wie sehn ich mich aufs neue
Hinaus in Wald und Flur!
Ob ich mich gräm, mich freue,
Du bleibst mir treu, Natur.

Da klagt vor tiefem Sehnen
Schluchzend die Nachtigall,
Es schimmern rings von Tränen
Die Blumen überall.

Und über alle Gipfel
Und Blütentäler zieht
Durch stillen Waldes Wipfel
Ein heimlich Klagelied.

Da spür ich’s recht im Herzen,
Daß du’s, Herr, draußen bist –
Du weißt’s, wie mir von Schmerzen
Mein Herz zerrissen ist!

8

Von fern die Uhren schlagen,
Es ist schon tiefe Nacht,
Die Lampe brennt so düster,
Dein Bettlein ist gemacht.

Die Winde nur noch gehen
Wehklagend um das Haus,
Wir sitzen einsam drinne
Und lauschen oft hinaus.

Es ist, als müßtest leise
Du klopfen an die Tür,
Du hättst dich nur verirret,
Und kämst nun müd zurück.

Wir armen, armen Toren!
Wir irren ja im Graus
Des Dunkels noch verloren –
Du fandst dich längst nach Haus.

9

Dort ist so tiefer Schatten,
Du schläfst in guter Ruh,
Es deckt mit grünen Matten
Der liebe Gott dich zu.

Die alten Weiden neigen
Sich auf dein Bett herein,
Die Vöglein in den Zweigen
Sie singen treu dich ein.

Und wie in goldnen Träumen
Geht linder Frühlingswind
Rings in den stillen Bäumen –
Schlaf wohl mein süßes Kind!

10

Mein liebes Kind, ade!
Ich konnt ade nicht sagen
Als sie dich fortgetragen,
Vor tiefem, tiefem Weh.

Jetzt auf lichtgrünem Plan
Stehst du im Myrtenkranze,
Und lächelst aus dem Glanze
Mich still voll Mitleid an.

Und Jahre nahn und gehn,
Wie bald bin ich verstoben –
O bitt für mich da droben,
Daß wir uns wiedersehn!

Für IMMER und EWIG…

…in meinem Herzen.

<3 <3 <3

Und auf meiner Haut!

<3 <3 <3

M E I N E   B A I A .

<3 <3 <3

Miss Liebreiz verstarb überraschend am 04. August 2013.

Nur kurz nach ihrem 3. Geburtstag. 🙁

Heute, vor genau 2 Monaten.

Am 09. August hatte ich schon einen lang im Voraus geplanten Tattoo-Termin.

Das bereits ausgewählte Motiv musste einem weiteren Liebesbeweis weichen und sollte meiner Baia nochmal zeigen, wie sehr ich sie auch über ihren Tod hinaus liebe! 🙂

Und so strahlt sie jetzt stolz und spitzbübisch zugleich auf meinem Rücken.

Dem Tattoo Pate stand ein absolutes Lieblingsfoto von mir, meinen Eltern und meinem Ex-Partner, der sie mit mir gemeinsam aufzog:

Miss Liebreiz an ihrer geliebten Ostsee, die wir so oft besucht haben.

Sie liebte das Ballspielen im Sand.

Ohne Rücksicht auf Verluste!

D.h. inklusive Sandwürsten in den Äuglein und ganzen Sandkästen in und auf dem Näslein. 😉

Unsere kleine Sandnase. <3

Unter dem bereits im Juli letzten Jahres für sie gestochenen „B„…

…fand jetzt ihr Porträt einen festen Platz.

Zur ersten Sitzung entstanden zunächst nur die Umrisse:

Zur zweiten Sitzung wurde dann schattiert:

Was meine Baia umgibt?

Eine Kamelie. 🙂

Die Bedeutung dieser von mir gewählten Blume?

Der Lieblings-Blume von Coco Chanel sagt man in Japan zwei ganz wundervolle Bedeutungen zu. Gemopst aus Wikipedia für euch:

„Die Heimat der Kamelie ist Ostasien (Nepal, Vietnam, das südliche China und der Süden Japans). In chinesischen und japanischen Gärten war die Kamelie ein beliebter Zierstrauch. Sie spielte bei Hof- und Teezeremonien eine Rolle. Besonders die einfachblütigen Arten stehen symbolisch für Freundschaft, Eleganz und Harmonie.
In Japan, wo die Kamelie tsubaki (jap. 椿) genannt wird, hat sie eine weitere symbolische Bedeutung. Sie verliert ihre roten Blütenblätter einzeln, während noch Schnee liegt, was an Blutstropfen erinnert. Daher wird die Blüte auch als Symbol von Tod und Vergänglichkeit gesehen.“

  

Vielen Dank an meine Haus- und Hof-Tättowiererin Cory, mit der wir erst im Mai diesen Jahres um ihren Hund, Baias Freundin Mina trauerten, die ebenfalls mit nur 3,5 Jahren ihr Leben verlor. 🙁

R.I.P. Mina.

R.I.P. Baia.

I n   e w i g e r   L i e b e ,

z u   m e i n e r   B a i a ,

m e i n e m   B a b y ! ! !

:-*

 

Alles auf Anfang…

…ist härter als jeder Schwanz! 😉

Ein Neustart kann ungeahnte Kräfte frei setzen und den Geschmack von Freiheit und Abenteuerlust entfalten, gleichzeitig aber auch Ängste schüren, ob die neue Herausforderung nicht doch einen Tacken zu viel sein wird. – Bei Beziehungen, bei neuen Aufgaben im Job…

…oder eben, mit einer neuen, vierpfötigen Begleitung. – So gut mir RoMeo nach dem Tod meiner Miss Liebreiz auch tut, so fordernd und kräftezehrend ist die Aufgabe, als EIN Team zusammen zu wachsen. Ich, nein, WIR starten bei null!

Wir trafen uns an einer Weg-Gabelung. Kennen uns nicht von Geburt an. Und ja, obwohl ich weiss, dass jedes Lebewesen auf diesem Planeten ein Individuum ist und ich NICHT vergleichen darf, tue ich ES doch unweigerlich. Und schäme mich. RoMeo gegenüber. DAS ist wohl der zu zahlende Preis für`s Nichtalleinsein. Für den Neustart.

Manche mögen das Vergleichen nicht verstehen, andere dagegen umso mehr. Für diese Freunde und ihre Erfahrungsberichte bin ich wahnsinnig dankbar. Und ja, ich mache weiter. Mit dem Leben und dem Zusammenwachsen. <3

Warum ich all das schreibe?

Mit jedem Atemzug wird das Leben und die eigene Sichtweise auf Menschen und den Sinn des Lebens neu geschrieben.

Jeder kennt es: Von einer auf die andere Sekunde kann dir das Glück ganz gehässig ein Bein stellen und mit einer hässlichen Fratze auf dich herab grinsen. Und doch wirst du es wieder mit offenen Armen empfangen, wenn es dich zuckersüß und kindgleich anlächelt. Du hoffst tatsächlich, alles wird ab sofort besser. Und doch weisst du aus Erfahrung, der nächste Sturz bahnt sich schon an!

Je länger ich also über den Sinn des Lebens und den Tod sinniere, desto öfter betrachtest du gestellte Fragen NEU. Und kam zu dem (vorläufigen) Schluss:

Nicht DIE, die aufgeben, sind feige, sondern DIE, die festhalten.

Klingt dumm? Absurd? Unlogisch? Beängstigend?

Nein. Macht euch bitte keine Sorgen um mich. Von Zeit zu Zeit plagen auch mich eben trübe Gedanken und wirre Theorien zum bestmöglichen Leben des Lebens. Heute also denke ich, wer sich vom Leben verabschiedet und DIESE Entscheidung trifft, DER ist der wahrlich Stärkere! … Morgen kann`s schon wieder anders in mir ticken.

In unserer Straße hat sich vor wenigen Tagen ein junger Mann das Leben genommen. Und ich dachte nur, WIE konnte er… – Nichts kann SO aussichtslos sein, dass das Leben nicht doch irgendwie weiter geht. Oder?

Dann wiederum erinnere ICH mich an die schlimmste Stunde MEINES Lebens. Die, die mein Herz brach. Und die, die mich nie wieder die alte sein lässt. Der Tod meiner Miss Liebreiz! Er traf mich wie ein Henkers-Beil. Aber eines, das den Körper von Kopf bis Fuß spaltet. Unendlicher Schmerz. Selbstmordgedanken. Heilung? Unmöglich! ;-(

…ja, auch ich lache wieder und denke – mit dem ganz eigenen Kribbeln von Lebensfreude – an noch sommerlichen Tagen, was für ein traumhaftes Wetter, was für wundervolle Luft. Oder nach klasse Ordern, was für ein geiler Erfolg! – Doch TIEF in mir brennt der Schmerz. Nicht ein einziger Tag und eine einzige Stunde vergehen, in denen ich nicht an meine Baia denke. Und heute um die Mittagszeit vor genau 6 Wochen und mit nur drei Jahren blieb ihr Herz einfach stehen. Und die Hälfte meines nahm sie mit:

http://baerlinerin.com/r-i-p-meine-allerliebste-miss-liebreiz/

SIE darf es behalten. Für immer und ewig. Mein Liebstes, mein Goldstück, mein Seelenhund. <3

Die Frage bleibt: Wäre ICH nicht stärker gewesen, ihr, meinem Liebsten im Leben, zu folgen? Statt dessen hatte ich Angst. War zu feige. Aber was versprach ich mir vom Leben OHNE sie? Ich wusste doch, dass es nie wieder wie früher sein würde. Warum quälen? Angst, was zu verpassen? Aber was???

Ja, da KANN noch jede Menge Freude kommen. ABER in meinem Leben gab es nichts – weder in der Kindheit, noch in der Schulzeit, nicht mal die erste Liebe – die ich mir so sehr zurück wünschte, wie meinen ersten Hund. Meine Baia. Wenn ich einen Wunsch frei hätte…

Ist es nicht wie mit Freundschafts-„Leichen“? Man hat schon Monate oder Jahre kein Wort mehr gewechselt, tut sich vielleicht nicht mal mehr gut, wenn man`s täte, und doch wagt man es nicht, die Telefonnummer oder E-Mail-Adresse zu löschen. Sie verwesen in deinem Leben und überschatten mit ihrem Gestank von Zeit zu Zeit eben jenes, weil man sich nicht mehr geschätzt oder gebraucht fühlt. Man hadert. Aber WARUM? Könnte sie ja noch mal aufwärmen oder gebrauchen, die ehemalige Freundschaft. Zu einem späteren Zeitpunkt. Aber WANN? Also wozu hängt man Hoffnungen hinterher, die jeder Grundlage entbehren? Weil man feige ist! Zu feige, Entscheidungen zu treffen. Zu feige, loszulassen, was dich lähmt.

Es gibt für alles eine Zeit. Vorbei ist vorbei.

Dann lieber STARK sein und einen Schlussstrich ziehen, oder? Ist DAS nicht die wahre Stärke?

Bin ich nicht die Schwache???

*** Dieses Foto entstand, wie so viele meiner Artikel-Bilder, in Berlin Friedrichshain. Ich hab`s heute mal unterschrieben mit: „Ich denke, alles im Leben hat seinen Preis. Nicht nur die Einsamkeit, sondern auch die Geselligkeit.“ ***

 

 

Ein neuer WG-Partner…

…zog ein.

Und wenn ihr mit der Maus über die Bilder fahrt, erzählt ER alles aus seiner Perspektive.
 

Für die wenigen Zweifler, die nachweislich NICHT mein Leben leben und sich somit gar nicht in MEINE Situation hinein versetzen können:

Eine zweite Miss Liebreiz wurde nicht gesucht!

– Sie kann und wird es nie geben.

– Und ja, auch ich hätte noch vor Wochen Stein und Bein geschworen, Miss Liebreiz würde mein einziger Hundepartner in diesem Leben bleiben!!!

– Im Mai erst habe ich zwei Tage um eine Hündin aus dem Bekanntenkreis geweint, die nur 3,5 Jahre wurde und dachte, Baia und ich hätten noch so viel Zeit. Als deren Besitzerin knapp zwei Wochen später aus einem anderen Land postete, das Leben ist schön, war ich nicht sicher, ob sie das ernst meinte. Aber kein Fremder kann das je beurteilen! Ich kann HEUTE noch nicht behaupten, das Leben ist schön. Doch ich muss (leider) zugeben, der Schmerz weicht jeden Tag ein bissl mehr. Sicher auch ein guter Schutz, um zu überleben.

An alle Nachbarn, engen Kollegen, Freunde, meine Familie und meinen einen Lieblingsmenschen:

– IHR seid die Allerbesten! :-* … Ihr alle kanntet Miss Liebreiz und habt mit mir geweint. Fast alle habt ihr schon ein oder mehrere Hunde und Katzen gehen lassen müssen und gerade deshalb wart ihr diejenigen, die mich verwaistes „Elternteil“ mit ausgefüllten Nachmittagsrunden, Waldspaziergängen mit Fellnasen und vorsichtigen Tipps, mal auf Hundesuche zu gehen, am Leben hielten. Baias Spiel- und Übernachtungskumpel Diego am Nachmittag ihres Todes zu herzen, zu kuscheln, zu fühlen – wo sonst Baia immer neben mir war – war so ein beruhigendes Gefühl. Sie war da. Immer noch. Ihr alle hattet nie auch nur einen Zweifel an meinem Denken und Handeln. Konntet alles nachempfinden. – Danke, Danke, Danke!!! <3

An alle Hunde-Freunde aus den Pinscher-Foren:

Auch euch 1.000 Dank für eure Beileids-Bekundungen. Selbst wenn, wie ihr schriebt, Worte nichts ändern können, so bewirken sie dennoch eine Milderung des tiefen Leids in den ersten Stunden und Tagen danach. Man fühlt sich nicht mehr allein und aus der Ferne ganz fest umarmt. Und es ist der schönste Beweis, dass unser aller Miss Liebreiz nicht vergessen ist. Selbst wenn ihr sie nicht alle persönlich kanntet, ging euch doch ihr viel zu früher Tod sehr nahe. So nahe, dass mir einige schrieben, sie hätten nach Lesen der Unglücksnachricht erst noch einmal kräftig mit ihren Fellnasen geknuddelt, würden jetzt wieder mehr Zeit mit ihnen einplanen und hätten mit ihren Partnern und Freunden ausführlich über den Tod, der uns alle einmal holen wird, gesprochen. Ergibt Baias Tod einen Sinn? Nein! Sinn macht so ein früher Tod NIE! Aber das ihr an die kleine Zaubermaus, meine Trauer über sie und an eure euch begleitenden Süßen nochmal intensiv denkt, tut so unheimlich gut zu wissen! Ich habe genau eine Woche nichts gegessen, die Hülle nur mit Wasser und O-Saft am Laufen gehalten. Kein Bissen ging runter. Alles, was ich noch mit Baia kaufte, aus dem Kühlschrank in den Müll. Jeder verarbeitet so ein Erlebnis sicher anders. Vier Kilo gingen runter, bis mir schwindlig wurde und ich mich schwächer und schwächer fühlte. Dank eurer Unterstützung und euren Ratschlägen, mich doch einmal in Tierheimen umzuschauen, wurden zwei suchende Seelen zusammengeführt. Mein gebrochenes Herz entschied und ich nahm die Herausforderung und neue Aufgabe an, die mich Baia noch immer bei mir fühlen lässt und gleichzeitig den Schmerz zu lindern weiss.

Jetzt aber zum Thema WG zurück… 😉

Ein femininer Wirbelwind wäre sicher wieder schön gewesen, doch wenn frau einem Seelchen aus dem Heim ein neues Zuhause und Leben bieten kann…

        

Und ganz so verkehrt ist Freiherr von Schokoladenblick oder unser Kleiner König August dann doch nicht, denn er unterscheidet sich in so vielem von meiner Zaubermaus… und trägt dann doch wieder die Hälfte von ihr in sich, die mir Tag für Tag über den großen Verlust hinweg hilft.

Noch vor dem Tierheim-Tor versicherte ich meiner Nachbarin und Chico (Baias Spiel-Kumpel im Kiez), ich würde ihn und ein paar andere nur anschauen wollen.  N I C H T  mitnehmen!

Rüde? – Im Leben nicht.

Stehohren? – Och, nö. Und dann auch noch so gelochte.

Kupierte Rute? – Iihhh, ich liebe zu sehr diese winkenden Schwänz`chen, als würde der Pinsch vor Freude gleich abheben.

EU-Pass vorhanden, aber ohne Papiere? – Ehrlich? Herkunft unbekannt? Eltern unbekannt? Krankengeschichte? Ich weiss nicht, ich weiss nicht.

…und dann stand ER im Torbogen.

Binnen 2 Stunden zog er ohne jedwedes Zubehör bei mir ein, lernte noch am selben Abend alle Nachbarshunde und Kumpels von Miss Liebreiz kennen und bezirzte genau wie sie einfach alle. Auch Familie, Freunde und deren Pinschis wurden im Nu um die Pfote gewickelt.

Binnen 12 Stunden hatte er seinen neuen Namen und ich einen Tag später auch Gewissheit von unserem Tierarzt im Kiez, dass er ein kerngesunder, muskulöser kleiner Kerl mit allen wichtigen Impfungen und dem angegebenen Chip ist. Ich glaube ja nicht mehr an Schicksal, aber manche Begebenheiten verlangen einem schon ein kurzes Schlucken ab. So steht doch tatsächlich MEIN Geburtsdatum in SEINEM Pass. Der Tag des Chippens… und kastriert wurde er auch. Wie meine Baia.

Dass er erst 2 statt der angegebenen 3 Jahre jung sein muss, war nicht nur dem Arzt sofort klar. Ein austestendes Rüpelchen mit seinen 5 Minuten. Aber DAS in kräftig! 😉

…und doch zugleich auch ein Herzensbrecher vor`m Herrn. Geküsst wird, was ihm vor die Schnute kommt. Ohne Rücksicht auf Verluste!

Meine beiden engsten Nachbarinnen – jetzt seine Patentanten – und auch Freundinnen suchten mit mir fieberhaft nach einem passenden, neuen Namen. Es standen bis Mitternacht gewiss 50 auf der Liste, aber Ares, Aaron, Curry, Toffee, Oskar, Pax oder Picco fühlten sich – wie all die anderen – nicht so richtig rund für ihn an. Doch als ich morgens erwachte, war`s klar. Der erste Einfall nach der Heimfahrt war der Beste.

Ach ja, sein Name: RoMeo. Gerufen Meo. 🙂

Was er mitbrachte? – Keinerlei Zubehör. Dafür aber Stubenreinheit, einen Blick zum Schokolade schmelzen und 1A-Küsser-Qualitäten…

…insgesamt nicht schlecht für eine Single-Lady wie mich, aber leider nur bedingt ausreichend für ein geordnetes WG-Leben. 😉

Nur was so ein Zwergpinscher ist: Sie lernen unheimlich schnell und so waren „Komm“ noch in den ersten Stunden, „Sitz“ in 1,5 Tagen und „Bleib“ und „Bett“ in drei weiteren Tagen drin. 🙂

Ich bin unheimlich stolz auf den kleinen Kerl. Er musste alles im Schnelldurchlauf mitnehmen und macht noch immer einen fantastischen Job!

Allein sein haben wir auch schon in immer größer werdenden Etappen geübt und sind noch natürlich immer dabei. Nur hartnäckig ist der kleine Mann. Aber wie! – Ein „Nein“ ist doch nicht etwa ein ernst gemeintes „Nein!“?!?!?! Hund kann`s ja nochmal versuchen. Und nochmal. Und nochmal. Und nochmal. Und nochmal… 😉

Auch er bekam wieder eine Namens-Marke mit Rufnummer von mir. Obwohl ich ja bereits bei Miss Liebreiz Zweifel hegte, ob sie je einer abgeben würde. 😉 Diesmal nur kein grünes Kleeblatt, sondern ein Yin & Yang. Einfach, weil er beides für mein Leben ist. Dunkelheit, Trauer und Leid brachten ihn zu mir. Sonne, Hoffnung und Freude konnte er geben. Er ist feminin verkuschelt und doch maskulin von der Statur. Er ist ein ausgewiesener Prinz Charming, aber lässt sich dennoch nichts gefallen. Ein bissl Baia. Und dann doch ganz viel RoMeo. 🙂

Das schwarze Geschirr ist erstmal ein ganz Einfaches von Trixie, aber wer weiß… Auch Miss Liebreiz änderte noch einmal ihre Statur vom zweiten in`s dritte Lebensjahr. Und er ist immerhin ein stattlicher Rüde. Vielleicht habe ich ja nächstes Jahr schon einen deutschen Pinscher! 😉

  

  

Aber das Schönste: Weil RoMeo sogar ihrem allerallerallerliebsten Lieblings-Kumpel Diego gefällt bin ich mir ganz sicher, er hätte auch unserer Miss Liebreiz ganz arg gefallen. Und das lässt mich wieder lächeln.

P.S. Hier noch ein Nachtrag, der mir seit Baias Tod wie ein verdorbenes Essen im Magen grummelt: Miss Liebreiz erblickte an einem Sonntag das Licht der Welt und wurde an einem Sonntag aus eben jenem herausgerissen. Als Laie, der weder mit dem einen noch mit dem anderen bislang in Berührung kam, schwirrten mir zum Zeitpunkt ihres Todes nur Hitzschlag und Herzinfarkt durch den Kopf. Meine Familie und engste Freunde beschlossen mit mir – die kaum anwesend war -, unseren Sonnenschein noch am Sonntag gemeinsam zur Ruhe zu betten, denn eine Untersuchung hätte sie auch nicht wieder in unsere Mitte geholt. Doch von den Touristen an der O2 herbei gerufene Polizei, ein Krankenwagen, nahe stehende Hunde-Freunde und auch mein konsultierter Tierarzt schlussfolgerten aus meiner Beschreibung zum plötzlichen Umkippen und sofortigen Herzstillstand ohne jedwede vorige Zeichen, dass ihr Herz aus irgend einem Grund zu schwach war. Es war weder zu heiss an diesem grauenvollen Sonntag, noch war sie länger als nötig in der Mittagssonne unterwegs. Nach 3 Jahren kennt jeder Hundefreund seinen Liebling, in- und auswendig!!! … Und noch ein paar Sätze zu den Papieren. Heute ist`s mir scheissegal. Jawohl. Scheissegal. Es gibt`s ja bekanntlich immer zwei Lager. Die einen unterstützen ausschließlich Züchter und wettern gegen alle anderen als Vermehrer und Unterstützer derer. Letztere wiederum werfen den Züchtern ebenfalls Schindluder und Arroganz vor. Züchter untereinander behaken sich übrigens auch noch gewaltig. Never ending story und ich immer mittendrin, obwohl ich nie züchten wollte. … Heute bin ICH der Meinung: Verliebt euch in Fellnasen – ob mit oder ohne Stammbaum – jedoch hinterfragt deren Geschichte. Vermehrer und Preise von € 100 will auch ich nicht unterstützen, aber Baias Tod zeigt: Papiere sind keine Garantie für ein langes, gesundes Leben! R.I.P., meine kleine Zaubermaus! <3

Keiner geht allein!

Heute Abend traf ich mich erstmals nach Miss Liebreiz` Tod mit meiner Golf-Partnerin am Ku`damm. Auch sie war drei Wochen im Urlaub und freute sich auf meinen USA-Bericht…

…doch ich merkte selbst, ich war nicht sehr gesprächig. Und an gemeinsames Golfen kann ich derzeit noch gar nicht denken.

Doch dieser wunderschöne Spruch lief mir über den Weg. Und ich interpretierte ihn für mich sofort mit dem DANACH, anstatt dem HEUTE:

„Auch wenn dich Schatten umgeben, vergiss nie: Du gehst nicht allein.“ (Altirischer Segenswunsch)

Ich widme diese Karte meiner Baia.

Wir wissen nicht, was nach dem Tod kommt.

Schatten oder Licht?

Eiseskälte oder Wärme?

Endstation oder neues Leben?

Sackgasse oder wenden möglich?

Grau oder bunt?

Einsamkeit oder Wiedersehen?

Vakuum?

Oder vielleicht doch mehr Leben als je zuvor?

Sollte es eine Verbindung zwischen den Lebenden und den Toten geben, so hoffe ich auf ein Medium, das meiner Maus vermittelt: Ich werde immer bei dir sein!

Und für diejenigen, denen der eigene Tod noch immer Angst macht: Fürchtet euch nicht. Ihr seid nie vergessen! Es wird immer Menschen geben, die um euch trauern. Die an euch denken, die sich an alles Schöne um euch herum erinnern. Die euch nacheifern, die euch dankbar sind für alle gemeinsamen Momente. Also seid nicht traurig, dass ihr eines Tages gehen müsst. Dem Tod ist noch keiner entkommen. Wir alle werden durch diese Tür gehen. Euch voraus oder folgend.

Ich jedenfalls habe keine Angst mehr. Vor nichts!