Warum nur in aller Welt…

…müssen sich Menschen das Leben einander so schwer machen??? 🙁

Ich habe noch nie verstanden, warum sich einst liebende Partner nach der Trennung weiter so quälen. Meist zwar nur DER Teil, der den Partner ziehen lassen musste, also: Ist das so eine Art Masochismus? Oder sichert das lediglich DIE Aufmerksamkeit, nach der manch ein Mensch so dringend lechzt? Schaut her, ich wurde verletzt. Was hat mir dieser Unhold nur angetan? Was macht er mir mein Leben mit seiner blossen Existenz weiter zur Hölle??? Kikeriki. Kikerikiii.

Hallo?!?! – Ich meine, jeder Klardenker sollte doch spätestens ab Anfang zwanzig wissen, dass die ERSTE Liebe nicht die einzige Herz-(Schmerz-)Beziehung bleiben wird. Die meisten von uns lieben sich durch zwei, drei oder mehr Partnerschaften auf der Suche nach DEM passenden Deckel. Idealerweise nacheinander. 😉

Nur wenige von uns erfahren das Glück, in den Armen ihrer ersten Liebe gemeinsam alt zu werden. Doch auch diesen Glücklichen wird nichts geschenkt. Auch sie lernen Tag für Tag und arbeiten hart für den Erfolg ihrer Partnerschaft. Und wir anderen, wir wachsen an unseren immer wieder neu aufgenommenen Beziehungen und lernen (hoffentlich!), dass WIR nicht der Nabel der Welt, ach was, des Universums sind.

Egoismus, Eifersucht, Lügen und Respektlosigkeit sind tödlich. Der Tod jeder Liebe. Und manchmal, ja, manchmal lebt man sich auch lediglich durch Nichtigkeiten oder fehlende Nähe auseinander und ist zu unreif, dies zu erkennen. EINER von beiden zieht bei einer Trennung zunächst IMMER den Kürzeren, aber: Mal ist man der Baum und mal der Hund. 😉

Wie viele Männer musste ICH schon ziehen lassen, weil ich sie an andere Frauen „verlor“? Wie vielen nahm ich dagegen unbeabsichtigt das Date oder den Mann??? Wie oft haderte ICH mit dem Gedanken, das Glück fände seinen Weg nie wieder zu mir. Und dann küsste es mich plötzlich wieder. Aus dem Nichts. Mal flüchtig, mal intensiv mit Zunge.

Ich bin mir sicher, Selbstreflexion ist der Schlüssel. … Vernunft, Vertrauen und Selbstreflexion. … Vor, während und nach einer Partnerschaft.

Getrennte Wege eröffnen IMMER neue Möglichkeiten. Für BEIDE!!! Man muss nur gewillt sein, auch mal den Blickwinkel zu ändern. Sich mit Freunden oder Familie austauschen und einfach mal ganz kindlich-naiv deren Erfahrungen lauschen und versuchen, ihre Sichtweise einzunehmen.

Keine Frage, mitunter kann es Monate oder aber Jahre dauern, sich auf eine neue Beziehung einzulassen. Wer kennt das nicht? Aber: Es wird WIEDER Schmetterlinge geben. Und Liebe!!! 🙂

– Also warum, um Himmels Willen, sind zurück gelassene Partner so verflucht erpicht darauf, nicht nur dem Ex, sondern letztendlich auch sich selbst den Alltag und das allgemeine Wohlbefinden so zu verhunzen? Wozu gegen etwas ankämpfen, das sich nicht ändern lässt? Wieso etwas behalten wollen, was einem eh nie gehörte? Zwanghaft festhalten um der Gewohnheit Willen? Auch wenn die Beziehung schon klinisch tot war???

Lasst ver-dammt noch-mal lo-ooooooooooos…!!! 🙁

Was mich so traurig und wütend zugleich macht, ist dieser fast schon selbstzerstörerische Egoismus! – Wie unreif und verbohrt, seinem einstigen Lieblingsmenschen kein neues Glück zuzugestehen. Man selbst war doch am Verlust der Liebe und dem Scheitern der Partnerschaft nicht gänzlich unbeteiligt! Und wie erschütternd und dumm, das auch noch über weitere Beteiligte auszutragen? Ist nicht wenigstens zum Wohle kleiner Mini Me ein friedliches Miteinander erstrebenswert? Missgunst und Hass bringen NIEMALS Frieden mit sich selbst.

Und Verlustängste, die habe auch ich, keine Frage. Dennoch glaube ich fest daran:

„Was du liebst, lass frei.“

Menschen verändern sich. Tag für Tag. Sie sind niemandes Eigentum. Und Liebe lässt sich weder einsperren noch erzwingen. Liebe kommt und geht. Sie wird nur intensiver zwischen denen, die sie pflegen. Liebe kennt kein Geschlecht und keine Religionen und sie gibt Kraft. Kraft, anzupacken und Hürden zu meistern. Warum also in der Vergangenheit hängen bleiben und sich noch mehr aufreiben als zuvor, anstatt sich auf neue Abenteuer und Möglichkeiten einzulassen? – Ich denke, man muss diesem flatterigen Ding namens Liebe nur ab und an ein Türchen aufstemmen. Und die Kraft dafür speist sich nicht aus dem Versinken in Selbstmitleid, sondern aus dem festen Glauben an sich selbst. Jeder ist auf seine Weise liebenswert und wird seine Hälfte finden. Wann begreifen die Menschen endlich, dass ein Miteinander schlauer und effektiver ist als ein Gegeneinander?

Ein Blatt sagt mehr als 1000 Worte... ;-)

7 Gedanken zu „Warum nur in aller Welt…

  1. Och, Elli, was ist dir widerfahren!
    Ich wünsche dir alles Gute, und dass du schon sehr bald gelassen und ohne Groll das alles zurücklassen kannst.
    Wenn man unten ist, kann es nur wieder aufwärts gehen.

    Glg Anne

    • Ui. Bloss keine Sorge, Anne. Ich habe mein Glück gefunden. Aber es tut so weh, wenn ich Freunde verletzt und leiden sehe. Freunde, deren ehemalige Partner die Trennungen noch immer nicht verwunden haben. Ich verstehe nicht, wie diese Menschen denken. Sie müssen begreifen, nach vorn zu schauen. Nicht zurück und nicht, das Leben der anderen weiter zu bestimmen und zu erschweren. 🙁 Kostet alle Kraft und Nerven. Und ist so unnütz, wie ein Furunkel am A****. 😉 That’s all. Liebe Grüße in den Süden und auf dass dein Männe bald wieder bei dir ist. :-*

      • Da bin ich ja beruhigt. Ich hatte tatsächlich befürchtet, dass sich dein noch junges Glück schon wieder aufgelöst hätte.
        Für deine Freunde ist es natürlich schon traurig.

        Naja, that’s life.

        Ich wünsche dir jetzt schon ein schönes Wochenende und lg
        Anne

  2. Tja, der Mensch ist eben so geartet, (oder eben sehr viele Menschen), dass er unterschwellig besitzergreifend ist und auf Garantien beharrt, die ja eigentlich nicht existieren.

    So kann ich es mir nur erklären.

    Ich wurde bislang nur einmal in meinem Leben verlassen. Das war ein Junge in der Schulzeit, mit dem ich eigentlich auch nur herum knutschte. Mehr war da nicht, hihi. Ich war aber traurig, als er mich nicht mehr wollte. Sauer war ich nicht auf ihn. Immerhin.

    • …sooo lange seid ihr schon zusammen? Waaahnsinn!!! 🙂 Und jetzt das dritte. Ich freu mich so für euch. :-* – Ja, du und ich, wir sind wohl „anders“. Ich kenne auch keine Eifersucht. Kannst doch damit nur alles verschlimmern und das Vertrauen zerstören. Schon traurig, dass die Menschen meinen, nicht mehr dazu lernen zu müssen. Jeder denkt, genau ER macht das nur einzig Richtige mit SEINEM Verhalten. 🙁 – Habt noch einen schönen Abend, Aada und liebe Grüße aus der Hauptstadt. Elli & RoMeo

  3. Man kann ohnehin niemanden festhalten. Und er kann beim Sport, der Arbeit oder im Supermarkt einer anderen Frau begegnen. Eifersucht ist sinnlos. Natürlich stehe ich trotzdem bei jedem Konzert meines Mannes in der ersten Reihe, sicher ist sicher…

    Man kann meiner Ansicht nach auch niemandem den Mann wegnehmen. Wenn ich Deinen heute kriegen könnte, für eine Nacht oder mehr – dann wäre er ohnehin nichts für Dich gewesen. Und so konntest Du auch niemals unabsichtlich einer anderen den Kerl wegnehmen. Wer glücklich ist, interessiert sich für keinen anderen.

    • Amen, Tina. :-* – So war es gemeint. Wer glücklich ist und eine intakte Beziehung führt, hat keine Augen und Ohren für Optionen. LG aus der Hauptstadt und ein schööönes und gemüüütliches Wochenende euch.

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