Wer behauptet, wir hätten nur EIN Leben…

…, liegt schlichtweg FALSCH!

Mit jedem neuen Partner begann für mich tatsächlich ein neuer Lebensabschnitt. Ähm, Moment. Oder war`s umgekehrt? 😉

– Mit nur kurzen Unterbrechungen war ich tatsächlich fast mein ganzes Leben lang in männlicher Begleitung.

Ob in Schulzeit, Ausbildung, Studium oder Berufsleben… Ich hatte über alle Stationen hinweg immer aufrichtige Unterstützung durch meine Männer. Dieses wärmende Gefühl von Heimat. Einem Zuhause. Besinnungsloser Liebe. Eins sein. Und ja, auch eine gewisse Sicherheit, obwohl selbst in Beziehungen nichts sicher sein kann.

Doch die Liebe kam und schlich sich wieder davon.

Anker-Verlust. On and on.

Ich litt, erholte mich und begann ein neues Leben.

Kein Scherz: Mir fiel erst heute auf, sogar meine Haarfarben wechselten mit JEDEM meiner Leben! – Von raben-schwarz gefärbt über mahagoni-rot bis hin zu gold-blond.

Die Beziehungen sind Vergangenheit.

Blond bin ich bewusst noch immer! 😉

Doch was mir über all diese vielen Jahre blieb, ist die MUSIK. 🙂

…und das Bemerkenswerte ist: Zu jedem einzelnen Abschied vom Partner liegt mir bis heute jeweils ein Song auf den Lippen.

„Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.“

(Victor Hugo, frz. Schriftsteller, 1802-1885)

Auch wenn ich AUSSCHLIESSLICH zu Black Music, Old School Rap und Hip Hop meine Hüften schwingen lasse, MEINE Abschieds-Songs sind wirklich galaxienweit entfernt DAVON…!!! 😉

Aber hey, zu Trennungen tanzt man für gewöhnlich auch nicht! – Und ja, sie dürfen voller Leid und Sehnsucht sein. Genau so, wie Against all Odds. Der Song zu einer großen Liebe, die schon einseitig in der Grundschulzeit begann, aber erst mit Beginn meiner Ausbildung erwidert wurde und 6 Jahre anhielt. – Nicht das Original, gesungen von Phil Collins, sondern – obwohl ich die Lady an sich wirklich so gar nicht ausstehen kann – von Mariah Carey. Hammer-Stimme, Hammer-Song. Gänsehaut. Absolut beneidenswert! Ach, wenn ich doch wenigstens nur `n bissl singen könnte. Ich würde diesen Song in Mariah-take-me-higher-Art den ganzen Tag rauf- und runterröhren. Rauf und runter! <3

http://www.youtube.com/watch?v=VPYKUMtGHbg

Heute, auf der Heimfahrt von Naumburg, warum auch immer, lag mir Cher mit ihrem Song „If I could turn back time“ auf den Lippen. Ein Song von 1989, voller Schmerz und Selbstvorwürfe. Und doch so kraftvoll. Und sie, sie so verdammt heisssssssss! Das Video, in dem übrigens ihr Sohn Elijah Blue mitspielt, sehe ich mir selbst heute noch wahnsinnig gern an. Warum ich mein Haar damals wohl schwarz colorierte? 😉 Aber kaum im Kopf und auf den Lippen, schon musste ich an das leidvolle Ende meiner ersten Liebe denken. Die allererste.. 🙁

http://www.youtube.com/watch?v=BsKbwR7WXN4

Ich sah IHN erst viele Jahre später wieder. Neben mir im Stau stehend. Und rief ihn Monate später einfach an. Die Nummer bekam ich von seiner Mom. Was ich mir erhoffte? Ich wollte mich entschuldigen für das, was ich ihm angetan hatte. Und ja, ich hatte auch sicher noch diesen Funken Hoffnung, die Liebe könnte so bekloppt sein und ein zweites Mal bei uns Einkehr halten. Und verbleiben. Aber wir hatten uns einfach zu weit voneinander entfernt. Wenn ein Gespräch nicht so richtig in Gang kommen will… Wenn SEINE bunten Träume unerfüllt blieben und ihn plötzlich für mich nur noch in schwarz-weiss erscheinen ließen… Wenn die Realität all meine jugendlichen Vorstellungen einer gemeinsamen Zukunft wie eine Seifenblase zerplatzen ließ… Dann bleiben einem nur noch die schönen Erinnerungen. Und die Musik. Aber wenigstens die.

Erinnerungen an ein anderes Leben!

Eines von vielen, das ich schon leben durfte… *glücklichseufz*

I f   I   c o u l d   t u r n   b a c k   t i m e

If I could turn back time
If I could find a way I’d take back those words that hurt you and you’d stay

I don’t know why I did the things I did I don’t know why I said the things I said
Pride’s like a knife it can cut deep inside
Words are like weapons they wound sometimes.

I didn’t really mean to hurt you I didn’t wanna see you go I know I made you cry, but baby

[Chorus:]
If I could turn back time
If I could find a way
I’d take back those words that hurt you
And you’d stay
If I could reach the stars
I’d give them all to you
Then you’d love me, love me
Like you used to do

If I could turn back time

My world was shattered I was torn apart
Like someone took a knife and drove it deep in my heart
You walked out that door I swore that I didn’t care
But I lost everything darling then and there

Too strong to tell you I was sorry
Too proud to tell you I was wrong
I know that I was blind, and ooh…

[Chorus]

Ooohh

If I could turn back time
If I could turn back time
If I could turn back time
ooh baby

I didn’t really mean to hurt you
I didn’t want to see you go
I know I made you cry
Ooohh

[Chorus #2]
If I could turn back time
If I could find a way
I’d take back those words that hurt you
If I could reach the stars
I’d give them all to you
Then you’d love me, love me
Like you used to do

If I could turn back time (turn back time)
If I could find a way (find a way)
Then baby, maybe, maybe
You’d stay

[to fade]
Reach the stars
If I could reach the stars

…meine Hündin Baia lehrte mich: Leben heisst Lieben!!! R.I.P., mein Baby. <3

2 Gedanken zu „Wer behauptet, wir hätten nur EIN Leben…

  1. Hi Cousinchen,

    meines Erachtens liegen diejenigen die behaupten würden, dass Leute die behaupten es gäbe nur ein Leben lägen falsch, irgendwie auch falsch.

    Sorry, dass ich hier mal wieder so von der Seite reingrätsche nur betrachte ich deine schriftlichen Ergüsse immer irgendwie mit einem leicht zugekniffenen Auge. Die Aussage, dass jemand falsch oder richtig liegen könnte spielt sich doch auch immer nur im Auge des Betrachters ab. Es ist schön zu sehen, dass du für dich deinen Weg gefunden hast und so lange er funktioniert und du dich dabei wohl fühlst kann man dich sogar ein wenig beneiden. Doch nur daraus zu schließen, dass alle die abweichendes Gedankengut mit sich herumtragen auf der Gegenspur unterwegs seinen, hebt dich ein wenig ab vom Rest der Meute (und lässt dich diesmal ein wenig überheblich klingen).

    Versteh mich nicht falsch, auch andere Menschen haben schon viel erlebt, auch wenn sie dies meist nicht erkennen, sehen oder wahr haben wollen, doch mit der richtigen Betrachtungsweise und dem Verschieben des Focusses könnte jeder von uns behaupten schon etliche Leben gelebt zu haben. Versuch doch vielleicht eher als eine Art Impuls zu fungieren, der anderen die Möglichkeit gibt es auch aus einer anderen Warte heraus zu sehen, ohne die Anmerkung, dass ihre jetzige Lebens- und Sichtweise falsch sei.

    Wenn Kritik in zu hartem Maßstab gefällt wird passiert mit dem einzelnen meistens nur das Gegenteil, die Schaale verhärtet sich und jeglich positiver Einfluss der eigentlich gegeben werden würde prallt nur wortlos ab.


    Deiner Idee der Musik kann ich nur gnadenlos zustimmen. Jedoch könnte man hier fast noch anmerken, dass sich das bei mir fast auf alles beziehen könnte, nicht nur auf vergangen Liebschaften. Verbindet man doch immer eine bestimmte Melodie, Klang oder Song mit Erlebtem.

    Irgendwann wird man nur noch alt und träge, nostalgie geschwängert zu Hause sitzen um sich durch epische Songs die das Leben geprägt haben zurück erinnern zu können. Da bleibt einem doch nur das verschmitzte lässige Grinsen übrig bei dem man sich denken kann:

    „Verdammt war das n geiles Leben!“

    Bis bald
    marty

    • Oh, Hase. Was heisst`n bei dir, bis bald? Jetzt biste schon sooooo lange zurück aus Down Under und hast mir immer noch keinen Besuch abgestattet! *grrr* 😉

      Also, dann mal los: Meine Texte sollen unbedingt mit Augenzwinkern zu lesen sein. Wer wäre ich, hier bierernst zu schreiben. Alles real, alles erlebt, alles so gefühlt, aber jeder darf seine Meinung haben. Und ich möchte auf MEINEM Blog eben meine mitteilen. Ist nie mit einem erhobenen Fingerzeig. Never ever. Und sollte es weitere Betrachtungsweisen oder Einwände geben… freue ich mich immer wie Bolle über Feedback. Weisste doch! 🙂 Ich vertrete die Meinung, dass man von der Wiege bis zur Bahre nie auslernen kann. Und genau so lange werde ich beobachten, mir meine Meinung bilden, diese auch wieder verwerfen, wenn sich Dinge ändern und gelobe, physisch und psychisch agil zu bleiben. Aber ich werde nicht vorsichtiger schreiben oder vor jeden Satz, „meiner Meinung nach“…!!! 😉 – Also ja, sieh mich als Impuls. Und alle anderen dürfen dies bitte auch! 😉

      Gestern, bei der Heimfahrt, kam mir erst die Idee zum Text. Weil ich oft sage, „im früheren Leben“. Und sich jede Station gut anfühlte, aber eben alle anders. Dann überlegte ich hin und her und prüfte, ob`s für mich schon mal Hand und Fuss hat, die Story. Und guck: Hatte sie! *lach* Und einige likes und comments bestätigen, dass ich den richtigen Knopf gedrückt habe…

      Was aber meinst du mit Kritik? Den ersten Satz? Soll doch jeder denken, was er mag. ICH habe keine gegeben. Und wenn comments entgegen meiner Auffassung abgegeben werden, lasse ich jedem Tierchen sein Pläsierchen… *grins*

      Und bezüglich der Musik zu jeder Lebenslage… Jaaaaaaaaaaaaaa, logo. Geht mir genau so. Hier jedoch ging`s explizit um Abschiede / Trennungen / Partner verlieren / Partner los lassen / sich aktiv vom Partner trennen. Hast du DAZU auch Songs? Jedem Verflossenen einen bestimmten Song zugeordnet? Bei mir ist`s halt so und das fand ich schon in irgend einer Weise komisch. Und dann noch, das über all die Jahre so intensiv aufrecht zu erhalten…

      Freue mich auf mehr von dir, Großer.

      „Bis bald“, Kuss :-*

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